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Impf-Wirrwarr: Halle lässt 1860-Coach nicht rein

Impf-Wirrwarr: Halle lässt 1860-Coach nicht rein

Nächste Corona-Kehrtwende: Michael Köllner darf im Drittliga-Spiel seines TSV 1860 München beim Halleschen FC nun doch nicht an der Seitenlinie stehen.
Michael Köllner darf die Löwen in Halle nicht betreuen
Michael Köllner darf die Löwen in Halle nicht betreuen
© Imago
. SPORT1
von SPORT1
11.09.2021 | 12:03 Uhr

Corona-Posse rund um das Drittliga-Spiel am Sonntag zwischen dem Halleschen FC und dem TSV 1860 München! (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der 3. Liga)

Löwen-Trainer Michael Köllner erhält nun doch keinen Zutritt zum Stadion in Halle – der kuriose Schlusspunkt einer turbulenten Woche in München, aber der Reihe nach…

Nach einem Corona-Fall unter der Woche mussten sich mindestens fünf weitere nicht-geimpfte Spieler sowie Köllner, der noch nicht vollständig geimpft ist, in Quarantäne begeben. (DATEN: Die Tabelle der 3.Liga)

Köllner hätte somit die Partie in Halle verpasst, ehe am Freitag die Kehrtwende verkündet wurde: Der 51-Jährige darf in Halle doch an der Seitenlinie stehen – allerdings unter Einhaltung strenger Hygienevorschriften.

Politik und Behörden verweigern Köllner den Zutritt

Nun die nächste Rolle rückwärts: Oberbürgermeister und das Gesundheitsamt der Stadt Halle lehnten das vom Münchner Gesundheitsamt genehmigte Prozedere kurzfristig doch ab. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur 3. Liga)

Alles andere als erfreut reagierten die Münchner Löwen auf den neuerlichen Kurswechsel: „Ich schließe mich DFL-Chef Christian Seifert an: Wir müssen aufpassen, dass aus dem „Team Vorsicht“ nicht das „Team Weltfremd“ wird“, sagte Günther Gorenzel, Geschäftsführer Sport bei den Sechzgern.

Gorenzel erklärte weiter: „Wir akzeptieren die Entscheidung, aber wir akzeptieren sie nur unter großer Missbilligung. Da uns selbst von den Entscheidern in Halle kein triftiger Grund für eine Gefahr durch den Einsatz unseres Cheftrainers aufgezeigt werden kann, Michael Köllner aber trotz Erlaubnis des Münchner Gesundheitsamtes kein Zutritt gewährt wird, müssen wir die Frage stellen, ob das mit fairem Wettbewerb zu tun hat oder ob hier nur aus einer Zwangslage ein Vorteil kreiert werden soll.“

Der 49 Jahre alte Österreicher wurde noch deutlicher: „Wenn künftig lokale Politiker und gesundheitspolitische Instanzen direkt in den sportlichen Wettbewerb eingreifen, haben wir im deutschen Profifußball in dieser Spielzeit noch mit vielen Entscheidungen am grünen Tisch zu rechnen und nicht, wie es sein sollte, am grünen Rasen. Ich bin mir allerdings sehr sicher, dass die Mannschaft genau dort, auf dem Platz, morgen die richtige Antwort geben wird.“