3. Liga>

Böller-Skandal in der 3. Liga!

Böller-Skandal in Essen!

Ein Böller detoniert in unmittelbarer Nähe von Essen-Torhüter Felix Wienand. Der 23-Jährige kann das Spiel nicht mehr fortsetzen, ein Spielabbruch stand lange Zeit im Raum.
Felix Wienand liegt nach einem Böllerwurf am Boden
Felix Wienand liegt nach einem Böllerwurf am Boden
© IMAGO/Maximilian Koch
Ein Böller detoniert in unmittelbarer Nähe von Essen-Torhüter Felix Wienand. Der 23-Jährige kann das Spiel nicht mehr fortsetzen, ein Spielabbruch stand lange Zeit im Raum.

Das Drittliga-Spiel zwischen Rot-Weiss Essen und dem SV Waldhof Mannheim (1:0) ist von einem Böllerwurf überschattet worden.

In der 53. Spielminute ging Essens Schlussmann Felix Wienand plötzlich im eigenen Sechzehner zu Boden und hielt sich die Ohren. Ein Böller, der offenbar aus dem Mannheimer Gästeblock auf das Spielfeld geworfen wurde, explodierte in unmittelbarer Nähe des 23-Jährigen.

Wienand erleidet Knalltrauma

Wienand musste umgehend behandelt werden, Schiedsrichter Lennart Kernchen schickte beide Mannschaften in die Katakomben und unterbrach das Spiel. Wie der Ruhrpott-Klub auf X bekanntgab, erlitt der Torhüter ein Knalltrauma und eine akute Belastungsreaktion. Weitere Untersuchungen werden folgen, so RWE.

Essen-Cheftrainer Uwe Koschinat suchte den Weg Richtung Gästeblock und schimpfte lautstark. Seine Spieler und Schiedsrichter Kernchen versuchten, den 54-Jährigen zu beruhigen. „Das ist gefährlich. Da können Traumata entstehen. Da setzen Idioten die Gesundheit eines Sportlers aufs Spiel“, befand Magenta-Kommentator Philip Konrad.

Reporter Thomas Wagner sagte wenig später, dass der Böllerwerfer aus dem Gästeblock anhand von Videobildern bereits identifiziert worden sei, sich jedoch auf der Flucht befinden würde.

Wagner schilderte zudem, dass sich Wienand auf dem Weg ins Krankenhaus befinde. Der 23-Jährige sei ansprechbar, könne das Spiel jedoch unter keinen Umständen fortsetzen.

Spielabbruch stand im Raum

Die Verantwortlichen beider Vereine diskutierten über das weitere Vorgehen. Dabei stand nach MagentaSport-Informationen auch ein Spielabbruch im Raum.

Nach einer insgesamt 34-minütigen Unterbrechung kehrten beide Mannschaften auf den Rasen zurück. Koschinat war als Erster zurück auf dem Rasen und applaudierte in Richtung Heimpublikum, kurz darauf kamen auch die Teams zurück und wärmten sich auf. Anstelle von Wienand rückte Tino Casali zwischen die Pfosten.

Während des Aufwärmprogramms beider Mannschaften wurde hinter dem Stadion hinter der RWE-Fankurve Feuerwerk gezündet.

Marek Janssen hatte Essen in der 31. Minute mit 1:0 in Führung gebracht. Die Partie wurde nach langer Pause fortgesetzt und endete mit 1:0 für die Gastgeber.