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Afrika-Cup: Unfassbarer Eklat im Finale des Afrika-Cups

Unfassbare Szenen beim Afrika-Cup

Kurz vor Ende des Finals beim Afrika-Cup bekommt Marokko einen umstrittenen Elfmeter zugesprochen. Die Gemüter auf senegalesischer Seite erhitzen sich, Senegals Trainer bittet seine Mannschaft vor Ausführung des Elfmeters in die Kabinen.
Das Finale des Afrika-Cup zwischen dem Senegal und Marokko endete am Sonntagabend in Tumulten. Senegal protestierte, verließ die Partie zwischenzeitlich kollektiv in die Katakomben - und durfte am Ende doch noch jubeln.
Kurz vor Ende des Finals beim Afrika-Cup bekommt Marokko einen umstrittenen Elfmeter zugesprochen. Die Gemüter auf senegalesischer Seite erhitzen sich, Senegals Trainer bittet seine Mannschaft vor Ausführung des Elfmeters in die Kabinen.

Drama, Chaos und unwürdige Szenen im Finale des Afrika-Cups! Kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit zwischen Gastgeber Marokko und Senegal (0:1 n. V.) ist es zu einem handfesten Eklat gekommen - sogar ein Abbruch des Endspiels schien möglich.

Beim Spielstand von 0:0 zog Senegals El Hadji Malick Diouf in der Nachspielzeit Marokkos Brahim Díaz bei einem Eckball im Strafraum zu Boden, Schiedsrichter Jean-Jacques Ndala Ngambo ließ zunächst weiterlaufen (90.+5).

Rund eine Minute später wurde der Unparteiische an den VAR-Bildschirm gebeten, um sich die Szene persönlich anzuschauen.

Afrika Cup: Elfmeter sorgt für Aufregung

Der Kongolese entschied unter wütenden Protesten auf Strafstoß für Marokko (90.+8), Senegals Spieler und Trainer Pape Thiaw verstanden die Welt nicht mehr.

Auch auf den Tribünen in Rabat brach Chaos aus. Senegals Fans wollten auf den Platz stürmen, Sicherheitskräfte verhinderten dies.

Diouf hatte Díaz zuvor leicht an der Schulter zu Boden gezogen, auf der anderen Seite hatte der Schiedsrichter erst wenige Minuten zuvor ein Senegal-Tor durch Ex-Mainzer Moussa Niakhaté wegen eines angeblichen Foulspiels abgepfiffen.

Der Treffer zählte nicht, der Videoassistent durfte die Situation laut Regelwerk nicht überprüfen. Kurz darauf entschied Ndala auf der Gegenseite auf Elfmeter, und das Chaos brach los.

Senegal verlässt aus Protest das Feld

Senegals Nationaltrainer Thiaw holte seine Mannschaft vom Feld und ordnete an, unter Protest in die Kabinen zu gehen. Sein Team folgte den Anweisungen und ging geschlossen in die Katakomben.

Einzig Ex-Bayern-Star Sadio Mané blieb auf dem Feld und versuchte, sein Team vom Weiterspielen zu überzeugen.

Die Mannschaft kehrte zurück, über 15 Minuten nach dem Elfmeterpfiff führte Marokko-Star Díaz den Strafstoß aus - und vergab per Panenka kläglich (90.+24).

Das Spiel ging in die Verlängerung, in der Pape Gueye das entscheidende Tor für den Senegal erzielte.

Es ist Senegals zweiter Triumph beim Afrika-Cup nach 2022. Die Marokkaner müssen dagegen weiter warten, vor 50 Jahren holten sie ihren einzigen Titel.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)