Das krachende Aus der gabunischen Fußball-Nationalmannschaft beim Afrika-Cup ist zur Staatsaffäre geworden.
Afrika-Cup: Völliges Chaos um Aubameyang
Staatsaffäre um Aubameyang
Nachdem Gabun auch sein drittes Gruppenspiel (2:3 gegen die Elfenbeinküste) verloren hatte, wartete wenig später schon der nächste Schock auf die Nationalmannschaft der Zentralafrikaner.
Gesamte Mannschaft suspendiert
Gabuns Sportminister Simplice-Désiré Mamboula trat vor die Fernseh-Kameras und kündigte kurzerhand die Suspendierung der gesamten Nationalmannschaft und das Aus von Cheftrainer Thierry Mouyouma an. Auch Ex-BVB-Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang, Kapitän der Mannschaft, ist von den drastischen Ankündigungen betroffen.
„Angesichts der beschämenden Leistung der Panthères beim CAN beschließt die Regierung die Auflösung des Trainerstabs, die Suspendierung der Nationalmannschaft bis auf Weiteres und die Ausgrenzung der Spieler Bruno Ecuele Manga (Vizekapitän; d. Red.) und Pierre-Emerick Aubameyang“, erklärte Mamboula im gabunischen Fernsehen.
Besonders prekär: Nach lokalen Medienberichten wurde der Videoausschnitt wenige Stunden nach der Ausstrahlung von den offiziellen Plattformen des Ministeriums und den digitalen Kanälen des Senders entfernt. Gemäß den strengen Richtlinien der FIFA ist es Politikern eigentlich untersagt, verbandsinterne Entscheidungen im Fußball zu treffen und Einfluss zu nehmen.
Aubameyang reiste schon vorher ab
Sein somit letztes Spiel für die gabunische Nationalmannschaft könnte Aubameyang am 28. Dezember 2025 absolviert haben, als die Zentralafrikaner eine 2:3-Niederlage gegen Mosambik kassierten und das Aus im Afrika-Cup besiegelt war.
Auch deshalb war der Stürmer schon vor dem letzten Gruppenspiel von der Nationalmannschaft abgereist und verzichtete aufgrund von Oberschenkelproblemen auf einen Einsatz gegen die Elfenbeinküste.
„Ich glaube, dass die Probleme der Mannschaft viel tiefer liegen als meine kleine Person“, schrieb der 36-Jährige am Mittwochabend auf X und ging auf Kritik eines Nutzers der sozialen Medien ein, der Aubameyang für das schlechte Abschneiden mitverantwortlich machte.
„Vielleicht bist du das Problem in dieser Mannschaft“, hatte ihm der User in der Halbzeitpause des Spiels gegen die Elfenbeinküste vorgeworfen, als Gabun mit 2:1 führte. „Findest du es normal, dass der Kapitän, der Anführer, der Star der Mannschaft seine Teamkollegen mitten im Wettbewerb im Stich lässt? Hätte das nicht bis zu deiner Rückkehr nach Marseille warten können?“
Mit 40 Toren in 83 Länderspielen ist Aubameyang gabunischer Rekordtorschütze. Auf dem Weg zur Fußball-Weltmeisterschaft 2026 scheiterte Gabun an Nigeria.