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Bundesliga, Relegation: "Das hat niemand verdient" - HSV nach Pleite gegen Hertha am Boden

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Bundesliga, Relegation: "Das hat niemand verdient" - HSV nach Pleite gegen Hertha am Boden

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HSV-Frust: „Hat keiner verdient“

HSV-Frust: „Hat keiner verdient“

Der Hamburger SV verliert das Relegations-Rückspiel gegen Hertha BSC und verpasst den Aufstieg in die Bundesliga. Bei allen Verantwortlichen herrscht nach dem Abpfiff Frust und Enttäuschung.
Hertha BSC Berlin dreht die Relegation gegen den HSV und bleibt in der Bundesliga. Marvin Plattenhardt sorgt mit einem Traum-Freistoß für die Entscheidung.
. SPORT1
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von SPORT1

Der Hamburger SV bleibt in der 2. Bundesliga.

Nach dem 0:2 im Relegations-Rückspiel gegen Hertha BSC waren die Spieler und Verantwortlichen am Boden zerstört. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur 2. Bundesliga)

Trainer Tim Walter wollte nach der Partie bei Sky nichts zum Spiel sagen: „Wenn man so hart arbeitet und dann so einen bitteren Moment erlebt, tut das einfach weh. Keiner hat das verdient und ich bin stolz auf alle Beteiligten, die Truppe, den Verein, meine Mitstreiter.“ Er persönlich sei „furchtbar enttäuscht.“

Der Unterschied im Spiel sei gewesen, „dass die zwei Standards reingemacht haben und wir nicht. Aber ich habe jetzt keine Nerven, darüber zu reden. Ich bin stolz auf meine Jungs. Die haben etwas geschaffen, dass hier etwas entsteht. Alles andere ist nur pure Enttäuschung.“

Walter hat „keinen Bock“ auf Analyse

Auf die Frage von Sky-Reporter Stefan Hempel, was er denn mitnehme aus der Relegation und der Saison, antworte Walter: „Heute gar nichts mehr. Heute ist nur das, was ich gesagt habe. Heute ist nur Stolz.“

Als Hempel entgegnete, dass es „irgendwann weitergehe“, meinte der HSV-Coach leicht genervt: „Ich habe doch einmal schon gesagt, dass ich stolz bin auf meine Jungs. Die Jungs haben die ganze Stadt angezündet - beim Rest müsst ihr Verständnis für haben, dass ich dazu keinen Bock habe zu reden, oder?“

Walter schloss: „Heute ist nur Stolz und Enttäuschung. Und ansonsten gar nichts. Ich hoffe, ihr versteht das.“

Bei SAT1 betonte er: „Solche Gefühle, wenn man die nicht erlebt hat, kann man die nicht beschreiben. Wenn man sich alles hart erarbeitet hat und dann den Boden weggerissen bekommt, das ist schwer zu beschreiben. Trotzdem bin ich stolz auf meine Mannschaft und den Verein. Alles andere ist nur pure Enttäuschung.“

Im Relegationshinspiel bei der Hertha stellt der HSV die Weichen dank eines kuriosen Flankentreffers auf Bundesliga.
05:09
Hertha BSC - Hamburger SV (0:1): Tore und Highlights | 1. Bundesliga Relegation

HSV-Kapitän: „Das tut weh“

Sein Trainerkollege Felix Magath trauerte trotz des eigentlich positiven Ergebnisses für seinen aktuellen Klub mit seinem ehemaligen Verein mit: „Ich freue mich. Aber auf der anderen Seite ist auch ein schweres Herz dabei, dass ich mitgeholfen, den HSV nächstes Jahr nicht in der 1. Liga zu sehen.“

Hamburgs Kapitän Sebastian Schonlau konnte es nach dem Spiel noch nicht so ganz begreifen: „Wenn du so ein Ding verlierst, dann tut das weh. Wir haben uns das alles anders vorgestellt. Wir haben nicht das geschafft, was wir schaffen wollten.“

Das Ziel sei es gewesen, so lange wie möglich die Null zu halten, aber dies missglückte. Bereits nach vier Minuten gingen die Berliner durch Dedryck Boyata in Führung.

„Der HSV wird wiederkommen“

Er lobte die Fans, die nach dem Spiel versuchten, die Mannschaft wieder aufzubauen: „Es ist bemerkenswert, was die Fans machen. Aber es tut umso mehr weh, wenn man sieht, was der Aufstieg den Fans bedeutet hätte.“

Jedoch wollte der Innenverteidiger positiv in die Zukunft blicken: „Jeder muss damit selbst umgehen, aber um uns muss sich keiner Sorgen machen. Wir werden wiederkommen.“

HSV-Boss will Kader verstärken

Für Hamburgs Jonas Meffert war es bereits das dritte Mal, dass er in der Relegation gescheitert ist. 2016 mit dem Karlsruher SC gegen seinen aktuellen Arbeitgeber sowie im letzten Jahr mit Holstein Kiel gegen den 1. FC Köln. „In der Relegation brauchst du Glück und man bekommt kaum Chancen“, wollte er keine Ausreden suchen.

„Ich glaube, viele andere Leute und Bundesligisten hätten sich gefreut, wenn wir aufgestiegen wären.“ Seiner Meinung nach ist das Scheitern in der Relegation ein herber Rückschlag für den HSV, der nun in sein fünftes Jahr in der 2. Bundesliga geht.

HSV-Boss Jonas Boldt betonte nochmals, dass der HSV endlich aus der 2. Liga raus möchte. Im Interview mit Sat.1 meinte er: „Wir wollen den Kader so zusammenhalten und punktuell verstärken. Wir müssen schauen, welche Ressourcen wir dafür zur Verfügung haben. Aber ich glaube, wir sollten den Weg beibehalten.“

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