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Alles zum Transfer-Countdown

Endspurt im Sommerschlussverkauf

Bis Montag können die Klubs noch Spieler verpflichten oder ausleihen. SPORT1 erklärt, was sie zum Transfer-Endspurt wissen müssen.
Dortmunds Jonas Hofmann (l.) und Tottenhams Lewis Holtby werden vor Schließung des Transferfensters wohl noch den Klub wechseln
Dortmunds Jonas Hofmann (l.) und Tottenhams Lewis Holtby werden vor Schließung des Transferfensters wohl noch den Klub wechseln
© Getty Images
Bis Montag können die Klubs noch Spieler verpflichten oder ausleihen. SPORT1 erklärt, was sie zum Transfer-Endspurt wissen müssen.

Die Uhr tickt. Den Vereinen bleiben nur noch wenige Stunden, um noch einmal auf dem Transfermarkt zuzuschlagen.

Schon am Sonntag sind viele Klubs tätig geworden. So bestätigte etwa Borussia Dortmund die Rückkehr von Shinji Kagawa (News).

Im Endspurt mehren sich die Gerüchte um mögliche Verpflichtungen ? es dürfte sich bis Montagabend also noch einiges tun. (SPORT1 berichtet am Montag in einem Transfer-Ticker).

SPORT1 erklärt, was Sie bis zur Schließung des Transferfensters wissen müssen.

In der Bundesliga, Primera Division, Premier League, Serie A und Ligue 1 schließt das Transferfenster am 1. September. Eigentlich ist der 31. August der Stichtag im Sommer. Da dieser jedoch auf einen Sonntag fällt und somit kein offizieller Banktag ist, verlängert sich diese Frist um einen Tag.

Für Deutschland bedeutet das: Bis 12 Uhr muss ein Spieler auf der offiziellen Transferliste der Deutschen Fußball-Liga (DFL) eingetragen sein, bis 18 Uhr müssen die unterschriebenen Verträge bei der DFL eingereicht werden.

Der schwach gestartete Hamburger SV will noch nachbessern. Die Leihe von US-WM-Teilnehmer Julian Green von Bayern München ist so gut wie sicher.

Außerdem soll Lewis Holtby von Tottenham Hotspur den Verein verstärken. Der frühere Schalker kommt am Montag in die Hansestadt.

"Lewis Holtby wird morgen hier in Hamburg sein und den Medizincheck machen", sagte der HSV-Vorstandsvorsitzende Dietmar Beiersdorfer am Sonntagabend im "NDR Sportclub".

Im Gegenzug schaffen die Norddeutschen Platz im Kader. Denn Milan Badelj steht vor einem Wechsel zum AC Florenz. Die Hamburger vermeldeten bereits, dass der Mittelfeldspieler seinen Medizincheck bei den Italiener absolviert.

Auch der FSV Mainz hat angekündigt, noch einmal nachbessern zu wollen - unter anderem in Person von Jonas Hofmann. Borussia Dortmund hat am Sonntag bereits bestätigt, dass sich der 22 Jahre alte Offensivspieler bereits zu Verhandlungen in Mainz befindet.

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Darüber hinaus will Mainz Verteidiger Philipp Wollscheid von Bayer Leverkusen ausleihen. Damit "reagieren wir auf die Verletzung von Nikolce Noveski", so Heidel.

Auch das weitere Vorgehen steht bereits fest. "Philipp Wollscheid wird am Montag nach Mainz kommen zum Medizincheck", sagte Heidel bei "Sky". "Auch bei Jonas Hofmann sind wir mit Spieler und Verein klar. Ich gehe davon aus, dass er ab Montag Spieler von Mainz 05 ist."

Bereits am Sonntag verkündeten die Rheinhessen die Verpflichtung des 26 Jahre alten Angreifers Pablo De Blasis (kommt von Asteras Tripolis) und Rückkehrer Sami Allagui vom Liga-Konkurrenten Hertha BSC. Der 28-Jährige FSV-Profi wird zunächst für ein Jahr ausgeliehen.

Auch der Kaufrausch von Manchester United ist offenbar noch nicht gestillt. Der Klub von Teammanager Louis van Gaal soll sich mit Ajax Amsterdam bereits über den Transfer von Daley Blind einig sein.

Der niederländische Nationalverteidiger soll 17,5 Millionen Euro Ablöse kosten und den Medizincheck in Manchester bereits absolviert haben.

Offen ist auch, wohin die Reise von Radamel Falcao geht. Der komlumbianische Stürmer vom AS Monaco soll rund 40 Millionen Euro kosten. Bei Real Madrid und Manchester City steht der 28-Jährige weit oben im Kurs.

Real Madrid hat aber noch einen anderen Stürmer im Visier. Mexikos Nationalspieler Javier Hernandez, kurz Chicharito, soll für eine Saison von Manchester United ausgeliehen werden. Das berichten spanische Medien übereinstimmend. Offiziell ist der Transfer aber noch nicht.

Der Titel als Einkaufs-Krösus ist dem FC Bayern nicht mehr zu nehmen. Die Münchner machten Benatia zum teuersten Bundesliga-Einkauf des Sommers.

Rund 26 Millionen Euro zahlten die Bayern für den in Deutschland bis dahin eher unbekannten Marokkaner vom AS Rom. Für Xabi Alonso sollen rund acht Millionen Euro an Real Madrid überwiesen werden. Summa summarum knapp 50 Millionen Euro ließen sich die Münchner ihre Neuzugänge kosten.

Zu den teuersten Transfers des Sommers zählt der Neu-Dortmunder Ciro Immobile vom FC Turin (19,4 Millionen Euro). Deutlich günstiger ist Rückkehrer Kagawa von Manchester United. Der 25 Jahre alte japanische Nationalspieler soll angeblich acht Millionen Euro kosten und damit nur die Hälfte der Summe, die der BVB vor zwei Jahren vom Klub aus Old Trafford kassierte.

Hinter den Bayern und Dortmund (46 Millionen Euro) ist Bayer Leverkusen (30) in Sachen Neuzugänge die dritte Kraft der Liga. Zum Königstransfer der Werkself avancierte Edeltechniker Hakan Calhanoglu, der für 14,5 Millionen Euro vom Hamburger SV kam.

Der FC Schalke 04 wirkt dagegen wie der Sparfuchs unter den Top-Klubs. Lediglich 4,4 Millionen Euro gaben die Königsblauen aus - 2,5 Millionen Euro davon für den Ex-Leverkusener Sidney Sam.

Trotz des verspäteten Kaufrauschs der Münchner herrschen in der Bundesliga noch keine spanischen Verhältnisse. Zum Vergleich: Der FC Barcelona sicherte sich die Dienste von Uruguays Luis Suarez (FC Liverpool) für 81 Millionen Euro.

Im aktuellen Transferfenster kommt die Primera Division bislang auf knapp eine halbe Milliarde Euro - und steht diesbezüglich doch ganz im Schatten der Premier League.

Knapp 900 Millionen Euro investierten die besten 20 englischen Klubs in Einkäufe. Ein Rekord für britische Verhältnisse. Der vorerst letzte Wahnsinns-Transfer: Angel Di Maria, der für umgerechnet 75 Millionen Euro von Real Madrid zu Manchester United wechselte.

Die Bundesliga kommt mit Ausgaben von insgesamt rund 283 Millionen Euro eher bescheiden daher. Der von Hertha am Sonntag verpflichtete Kalou hatte über sechs Jahre beim FC Chelsea gespielt. Drei Millionen Euro überweisen die Berliner an den OSC Lille.