Anzeige

Zorc verteidigt BVB-Ernährung

Zorc verteidigt BVB-Ernährung

Mats Hummels gesteht, dem "Frustessen" verfallen zu sein und wirft ein schlechtes Licht auf die Ernährung beim BVB. Michael Zorc lässt das bei SPORT1 aber nicht gelten.
zorc tuchel.jpg
© Imago
Thorsten Langenbahn
Thorsten Langenbahn
von Thorsten Langenbahn

Mats Hummels gesteht Gewichtsprobleme, Dortmunds neuer Trainer Thomas Tuchel stellt die Ernährung seiner Mannschaft um - Sportdirektor Michael Zorc will das aber nicht als Kritik am Plan unter Jürgen Klopp gelten lassen.

"Es wurde in den Medien der Eindruck erweckt, als wenn wir vorher keinen Wert auf Ernährung gelegt hätten und nicht professionell genug gearbeitet worden wäre", sagte Zorc im Interview mit SPORT1.

"Dem stehen ja allein schon die vielen Erfolge der Mannschaft gegenüber. Wir sind ja nicht mit Gutscheinen von McDonald's nach Wembley gekommen."

Keine fette Pasta mehr

Allerdings: Dortmunds italienischer Koch verlor seinen Job wegen Tuchel, die Pasta-Soßen waren ihm zu fetthaltig. Ab sofort wird nach den Vorgaben des Athletiktrainers Rainer Schrey gekocht, fettarm und mit Vollkornnudeln. Das gilt auch für das Jugendhaus des BVB.

Tuchel ist dieser Punkt extrem wichtig, er selbst hatte in seinem Sabbatical-Jahr komplett auf die Kohlenhydrat-Quellen wie Getreide verzichtet und deutlich sichtbar mehrere Kilo abgenommen.

"Thomas hat gewisse Vorstellungen im Trainingsaufbau und auch abseits des Platzes. Er ist sehr akribisch und extrem motiviert. Ein wichtiger Punkt ist sicherlich auch die Ernährung", berichtete Zorc.

Hummels gesteht Frustessen

Besondere Brisanz bekam das Thema mit den Aussagen von Mats Hummels, er trage "das Laster des Frustessens" in sich. "Das war gewichtsmäßig eine Katastrophe von mir", sagte er dem kicker. "Weil mir die Hinrunde eben viel Frust beschert hat, bin ich in einen kleinen Teufelskreis geraten."

Zorc meinte dazu in der Bild: "Er ist einer, der immer aufpassen muss. Doch man sieht, dass er deutlich fitter ist."

Ähnliche Vorkommnisse soll es unter Tuchel aber nicht mehr geben, er kontrolliert die Ernährung seiner Spieler sehr genau. Als Hochleistungssportler dürfen und sollen diese zwar weiterhin natürlich Kohlenhydrate zu sich nehmen, der Vollkorn-Grundsatz gilt dabei aber auch für alle Brotsorten.

Für die Zubereitung der Speisen sind außerdem nur Öle mit hohem Anteil an Omega-3-Fettsäuren erlaubt wie etwa Lein- oder Walnussöl. Olivenöl und Butter haben sich dagegen ab sofort erledigt.