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RB feiert Kunstschütze Werner

RB feiert Kunstschütze Werner

RB Leipzig ringt Union Berlin nieder und festigt Platz eins. Timo Werner trifft sehenswert. Angesprochen auf die Titelchancen, gibt sich Werner selbstbewusst.
Unterstreicht RB Leipzig mit dem 3:1 gegen Union Berlin seine Titelambitionen? Julian Nagelsmann glaubt nicht, dass der Sieg die Konkurrenz in Ehrfurcht erstarren lässt.
Maximilian Lotz
Maximilian Lotz
von Maximilian Lotz

Der Trumpf von RB Leipzig im Titelkampf hat wieder zugeschlagen - und das besonders sehenswert.

"Volles Risiko, Traumtor!", fasste RB-Trainer Julian Nagelsmann bei Sky den Schlüsselmoment der Partie gegen Union Berlin zusammen.

Mit einer fulminanten Direktabnahme in den linken Winkel glich Timo Werner (51.) die Union-Führung durch Marius Bülter (10.) aus und leitete damit die Wende zum 3:1 (0:1)-Sieg ein. (Alle Ergebnisse im Überblick)

Robert Lewandowski holt sich nach 2014, 2016 und 2018 zum vierten Mal die Torjäger-Kanone. Der Stürmer des FC Bayern triumphiert vor Paco Alcácer. SPORT1 zeigt die besten Knipser der Bundesliga
TURIN, ITALY - OCTOBER 01:  Kevin Volland of Bayer Leverkusen in action during the UEFA Champions League group D match between Juventus and Bayer Leverkusen at Juventus Arena on October 1, 2019 in Turin, Italy.  (Photo by Pier Marco Tacca/Getty Images)
Moenchengladbach's French forward Marcus Thuram eyes the ball during the German first division Bundesliga football match Eintracht Frankfurt v Borussia Moenchengladbach on May 16, 2020 in Frankfurt, western Germany as the season resumed following a two-month absence due to the novel coronavirus COVID-19 pandemic. (Photo by Michael Probst / POOL / AFP) / DFL REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS AS IMAGE SEQUENCES AND/OR QUASI-VIDEO (Photo by MICHAEL PROBST/POOL/AFP via Getty Images)
LEIPZIG, GERMANY - MARCH 10: Patrik Schick of Leipzig runs with the ball during the UEFA Champions League round of 16 second leg match between RB Leipzig and Tottenham Hotspur at Red Bull Arena on March 10, 2020 in Leipzig, Germany. (Photo by Martin Rose/Bongarts/Getty Images)
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Torjäger: Lewandowski holt schon wieder die Kanone

Werner: "Da hätte ich den aus dem Stadion geschossen"

"So ein Tor habe ich in einem Spiel noch nie geschossen", meinte Werner hinterher. "Dass er so reingeht, war natürlich super. Es gab auch schon Zeiten, da hätte ich ihn aus dem Stadion geschossen oder gar nicht getroffen. Ich bin froh, dass es so läuft und das ist natürlich auch Selbstvertrauen."

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Genau wegen solchen Momenten schätzt Nagelsmann seinen Toptorjäger, der nach Marcel Sabitzers Treffer (57.) auch noch sein 20. Saisontor nachlegte (83.). (LIVETICKER zum Nachlesen)

Nagelsmann schwärmt von Werner

"Der kann auch mal über das Stadiondach gehen, das ist kein großes Problem, aber wenn du bei so einer Fackel das Tor triffst, ist er auch meistens drin", lobte Nagelsmann Werners Risiko beim Ausgleichstreffer.

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Zu seinen Trainerkollegen habe er hinterher gesagt: "Das ist Timo dieses Jahr!" Er mache Tore aus Situationen, in denen man nicht unbedingt ein Tor machen muss. "Deswegen holen wir dann auch die nötigen Punkte. Das macht er außergewöhnlich."

Werner wandelt auf Müllers Spuren

Mit seinem 20. Saisontor überholte Werner in der Torjägerliste Bayern-Knipser Robert Lewandowski. Gleichzeitig wandelt er auf den Spuren des legendären Gerd Müller, der in der Bundesliga zuletzt 1972/73 zu diesem Zeitpunkt der Saison schon über 20 Tore auf dem Konto hatte, damals waren es sogar 21.

"Das gehört dazu, das hat jede gute Mannschaft. Und wir haben in diesem Jahr auch einen sehr, sehr starken Timo Werner", sagte Nagelsmann.

Seit neun Spielen sind die Leipziger jetzt ungeschlagen, 25 von 27 möglichen Punkten holte der Herbstmeister in dieser Phase und baute mit dem Dreier zum Rückrundenstart den Vorsprung auf Verfolger Borussia Mönchengladbach auf fünf Punkte aus. Am Sonntag kann der FC Bayern mit einem Sieg bei Hertha BSC noch bis auf vier Punkte heranrücken, aber das Selbstvertrauen des Spitzenreiters wächst mit jedem Erfolg. (Die Tabelle der Bundesliga)

Meisterschaft? Werner mit selbstbewusster Ansage

Insbesondere Matchwinner Werner kann in dieser Form im Kampf um den ersten Meistertitel in dieser Saison Gold wert sein. Auch verbal legt der Nationalspieler mit Blick auf die Schale zunehmend die Zurückhaltung ab.

"Wir sind Tabellenerster nach 18 Spielen. Dass der Ansporn wächst, dass wir da oben bleiben wollen, ist natürlich klar", betonte der 23-Jährige. "Warum sollen wir am Ende nicht oben stehen? Ich will jetzt keinen Meisterschaftskampf ausrufen, aber wir wollen so lange wie möglich da oben stehen - auch vielleicht bis zum 34. Spieltag."

Wenn Werner weiter so trifft, wird es in der Tat schwer, RB von Platz eins zu verdrängen.