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Kimmich gibt den Innenverteidiger

Kimmich gibt den Innenverteidiger

Bayern-Trainer Hansi Flick testet gegen den SC Paderborn eine neue Aufstellungs-Variante. Joshua Kimmich spielt als Innenverteidiger.
Joshua Kimmich (re.) ist angetan von der Spielweise des SC Paderborn
Joshua Kimmich (re.) ist angetan von der Spielweise des SC Paderborn
© Getty Images
Florian Plettenberg
Florian Plettenberg
Raphael Weber
Raphael Weber
von Florian Plettenberg, Raphael Weber

Ganz neue Aufstellungsvariante beim FC Bayern München!

Beim 3:2 (1:1) den SC Paderborn 07 zog Trainer Hansi Flick eine verrückte Abwehrformation aus dem Hut und beorderte Joshua Kimmich zu Beginn des Spiels in die Innenverteidigung.

Der Nationalspieler - bisher als Rechtsverteidiger und defensiver Mittelfeldspieler zum Einsatz gekommen - bildete gegen den Aufsteiger mit David Alaba und Lucas Hernández eine Dreierkette. Es war das erste Mal, dass der Bayern-Coach in einer Dreierkette spielen ließ - und ganz sattelfest präsentierte sich diese nicht immer.

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"Paderborn hat uns bis zur letzten Sekunde gefordert", bilanzierte Flick hinterher bei DAZN: "Wir haben auf Dreierkette umgestellt. Natürlich klappt da noch nicht alles. Im Spiel nach vorne haben wir uns die Situationen nicht sauber rausgespielt."

Dreierkette mit Kimmich, Alaba und Hernández

Flick musste gegen die Ostwestfalen umbauen und unter anderem auf Leon Goretzka verzichten, der verletzungsbedingt nicht zur Verfügung stand. In der Abwehr fehlten Benjamin Pavard und Jérôme Boateng wiederum gelbgesperrt.

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So gab Kimmich in der Dreierkette den rechten Part, Alaba agierte zentral und Hernández besetzte die linke Seite. Startelf-Debütant Alvaro Odriozola (rechts) und Youngster Alphonso Davies (links) konnten so auf die Außenbahnen rutschen.

"Wir mussten umstellen, auch aufgrund der Gelbsperren. Da war eine andere Mannschaft auf dem Platz, eine andere taktische Formation. Es war klar, dass wir nicht unser Spiel so fortsetzen können, wie in den letzten Wochen", erklärte Manuel Neuer.

Bayern patzen beim Gegentor

Gerade beim 1:1-Ausgleich der Paderborner machte die komplette Bayern-Defensive keine gute Figur.

Torhüter Manuel Neuer kam bei einem langen Ball auf Dennis Srebny aus seinem Kasten, schlug aber am Ball vorbei. "Ich hatte Respekt davor, ihn umzuhauen, weil es sonst Rot gibt", erklärte der Keeper seinen missglückten Ausflug: "Er kommt vor mir an den Ball. Aber das gehört zu meinem Spiel dazu. Wenn ich das 100 Mal mache, klappt es 99 Mal."

Als der SCP-Stürmer danach aufs Tor zulief, grätschte erst Alaba ins Leere und auch der zurückeilende Kimmich ließ sich verladen, bevor der Angreifer zum Ausgleich einschob.

Das 2:2 fiel dann über die rechte Abwehrseite, als Bayerns Defensive nach einem Steilpass erneut unsortiert war. Neuer konnte einen Schuss von Dennis Jastrzembski nur abklatschen lassen, Sven Michel staubte ab.

Am Ende konnten sich die Bayern aber einmal mehr auf Robert Lewandowski verlassen, der in der 88. Minute den Sieg sicherte - und auch das komplette Scheitern des Experiments Dreierkette.