Darum ist Moukoko schon so weit

Darum ist Moukoko schon so weit

Die Altersgrenze wird auf 16 herabgesetzt, der Weg für Moukoko ist frei. U19-Nationaltrainer Streichsbier spricht bei SPORT1 über die Stärken des BVB-Wunderstürmers.
Wunderkind Youssoufa Moukoko gilt als das größte Nachwuchstalent im Fußball. Seine besten Dribblings und seine spektakulärsten Tore von 2015 bis heute im Video.
Zauberfuß und Tormaschine: Die besten Szenen von Wunderkind Moukoko im Video
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Patrick Berger
von Patrick Berger
am 8. Apr

Grünes Licht für Youssoufa Moukoko!

Weil die Altersgrenze in Deutschland nach einer DFL-Abstimmung von 17 auf 16 herabgesetzt wurde, ist der Weg in die Bundesliga für den 15 Jahre alten BVB-Wunderstürmer ab November frei.

DORTMUND, GERMANY - JUNE 05: Youssoufa Moukoko of Dortmund (L) tackles Nikolas Hofmann of Wolfsburg during the under 17 juniors match between Borussia Dortmund and VFL Wolfsburg  on June 05, 2019 in Dortmund, Germany. (Photo by Juergen Schwarz/Getty Images)
Youssoufa Moukoko erzielt sein zehntes Tor in der U19-Bundesliga
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U19-Nationaltrainer Guido Streichsbier sagt zu SPORT1: "Ich bin da ein Fußball-Romantiker und wäre nach wie vor eher für Einzelentscheidungen. Aber klar, der internationale Markt ist nun mal hart umkämpft. Das Ganze liegt in der Verantwortung der Vereine. Es ist wichtig, dass wir vernünftig mit der Sache umgehen. Ein junger Spieler muss zunächst verarbeiten, wenn er so früh schon reingeworfen wird."

Streichsbier: Moukoko steckt das super weg

Mit Blick auf Nachwuchsstar Moukoko sagt der DFB-Coach: "Ich glaube aber, auch wenn wir gute Talente haben, dass es am Ende nur ganz wenige 16-Jährige schaffen werden. Youssoufa kann einer davon sein."

Er ist erst 15 und gilt schon als das größte Juwel des deutschen Fußballs: Youssoufa Moukoko könnte groß Karriere machen.
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Nationalcoach schwärmt von Moukoko

Moukoko ist in aller Munde. Das Wunderkind schoss sich vor Corona in der U19-Bundesliga zum besten Torjäger aller Zeiten, liegt aktuell bei 34 Toren in 20 Spielen. Streichsbier, der Moukoko im März zum U19-Lehrgang mitgenommen hatte, schwärmt: "Es war schön, dass wir ihn beim Lehrgang hatten. Er hat sich sofort integriert und wollte kicken. Die Jungs haben ihn gut aufgenommen. Es ist erstaunlich wie Youssoufa mit dem ganzen Hype umgeht. Er steckt das super weg und bleibt mit beiden Beinen auf dem Teppich. Das finde ich beeindruckend."

Corona verhindert BVB-Plan

Eigentlich hätte der Deutsch-Kameruner im abgelaufenen Monat auch sein Profitrainings-Debüt beim BVB feiern sollen. Coach Lucien Favre wollte ihn während der Länderspielpause hochziehen, schließlich ist mit dem zuvor fehlenden Versicherungsschutz mittlerweile auch alles klar. Corona machte dem BVB-Plan aber einen Strich durch die Rechnung.

Streichsbier ist sich indes sicher, dass Moukoko einer großen Karriere nichts im Wege steht. "Er bringt alles mit sich, was ein Top-Stürmer braucht", sagt der 50-Jährige. "Er ist technisch und taktisch gut, hat einen guten Erstkontakt, einen schnellen Zug zum Tor, einen guten Abschluss und eine professionelle Einstellung. Das Gesamtpaket stimmt. Klar ist aber auch, dass er noch viele Schritte gehen muss. Es ist gut, wenn ihn der BVB Stück für Stück ranführt."