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1:1 gegen Bremen: Leverkusen strauchelt erneut

1:1 gegen Bremen: Leverkusen strauchelt erneut

Bayer Leverkusens ist im Titelkampf erneut gestrauchelt und hat wichtige Punkte liegen gelassen.
Leverkusen und Bremen trennen sich 1:1
Leverkusen und Bremen trennen sich 1:1
© FIRO/FIRO/SID
SID
von SID
am 9. Jan

Bayer Leverkusens ist im Titelkampf erneut gestrauchelt und hat wichtige Punkte liegen gelassen. Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge kam die Mannschaft von Trainer Peter Bosz in einem schwachen Bundesligaspiel gegen Werder Bremen nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus. Dadurch verpasste die Werkself den vorübergehenden Sprung auf Platz zwei, der Rückstand auf Tabellenführer Bayern München, der am Samstag überraschend bei Borussia Mönchengladbach verloren hatte, beträgt vier Punkte.

Ausgerechnet der Ex-Leverkusener Ömer Toprak (52.) erzielte die Führung für die Gäste. Patrik Schick (70.) glich für Bayer aus. Das Tore wurde erst nach längerem Videostudium gegeben.

Für Werder bleibt die sportliche Lage trotz des unerwarteten Punktgewinns angespannt. Das Team von Coach Florian Kohfeldt hat mit 15 Punkten erst einmal fünf Punkte Puffer auf den Relegationsrang.

Bosz stellte seine Startelf nach dem 1:2 bei Eintracht Frankfurt am vergangenen Wochenende auf zwei Positionen um. Daley Sinkgraven und Kerem Demirbay begannen für Mitchell Weiser (Oberschenkelverletzung) und Jungstar Florian Wirtz, der wegen seiner zuletzt vielen Einsätze bewusst aus dem Kader herausgenommen wurde.

Die Forderungen des Trainers setzte Leverkusen zunächst nur zu Beginn um. Moussa Diaby tankte sich auf der linken Seite durch und schoss neben das Tor. Generell war Diaby in der Anfangsphase immer wieder Anspielstation und Verteiler. Nach einer schönen Flanke des Franzosen bekam Leon Bailey bei seiner Direktabnahme aus kurzer Distanz keinen Druck auf den Ball.

Es entwickelte sich das erwartete Bild auf dem Rasen in der bitterkalten BayArena. Bremen, das Kohfeldt nach dem desaströsen Auftritt beim 0:2 gegen Union Berlin auf vier Positionen umstellte, stand tief und dicht gestaffelt. Die Werkself hatte viel Ballbesitz, es fehlten jedoch die Ideen und die Durchschlagskraft.

Chancen wurden in der Folge kaum herausgespielt, das Niveau sank minütlich. Nadiem Amiri probierte es aus der Distanz (26.). Auf der Gegenseite rutschte Joshua Sargent nach einem Freistoß am Ball vorbei (27.).

Nach der Pause schlug Werder dann eiskalt zu. Nach einem scharfen Freistoß von Ludwig Augustinsson traf der eingelaufene Toprak unbedrängt.

Bayer drängte davon angestachelt auf den Ausgleich. Demirbays Freistoß (56.) war zunächst die beste Chance dazu. Dann wurde es hektisch: Schiedsrichter Benjamin Cortus (Röthenbach) erkannte Schicks Treffer wegen eines vermeintlichen Handspiels von Vorbereiter Lucas Alario nicht an. Nach zweiminütigem Videobeweis nahm er die Entscheidung zurück. Alario war erst in der 61. Minute für Diaby eingewechselt worden.