Darum kehrt Singh zu Bayern zurück

Darum kehrt Singh zu Bayern zurück

Das neuseeländische Talent Sarpreet Singh kehrt vorzeitig vom 1. FC Nürnberg zum FC Bayern zurück. SPORT1 erklärt, was dahintersteckt.
Sarpreet Singh konnte sich in Nürnberg nicht wirklich empfehlen
Sarpreet Singh konnte sich in Nürnberg nicht wirklich empfehlen
© Imago
Florian Plettenberg
Robin Wigger
von Robin Wigger, Florian Plettenberg
am 30. Jan

Seinen größten Auftritt hatte Sarpreet Singh wohl am 31. Juli 2019.

"Er kann ohne Zweifel Möglichkeiten bei uns bekommen. Die Eindrücke zeigen, dass er schon deutlich weiter ist als manch anderer in der zweiten Mannschaft. Ich bin mit ihm sehr zufrieden und positiv überrascht", sagte der damalige Trainer Niko Kovac anschließend.

Bayern München hat den Neuseeländer Sarpreet Singh für sein Drittliga-Team verpflichtet. Der 20-Jährige kommt von Wellington Phoenix und erhält einen Vertrag bis 2022.
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Und fügte an: "Sadi war für die zweite Mannschaft vorgesehen, ich betone 'war'."

Singh spielt, aber bleibt blass

In zwei Partien durfte Singh in der folgenden Bundesliga-Saison auch immerhin aufs Feld, der Trainer hieß allerdings dann schon Hansi Flick.

Zur wirklichen Alternative entwickelte sich Singh aber nicht, weswegen ihn die Münchner im Sommer 2020 nach Nürnberg schickten, damit das Talent Spielpraxis sammelt.

An den ersten 17 Spieltagen der laufenden Saison kam Singh immerhin elf Mal zum Einsatz, in fünf Partien stand er sogar in der Startelf.

Allerdings blieb er trotz seiner offensiven Rolle auf den Flügeln ohne Scorerpunkt, Nürnberg gewann nur zwei Spiele, in denen Singh auf dem Platz stand.

Singh will Stammplatz bei Bayern

Eine ausbaufähige Bilanz, dennoch war Singh Mitte Januar noch frohen Mutes.

"Zuletzt stand ich ein paarmal hintereinander in der Startelf, was meiner Entwicklung gutgetan hat. Der Wechsel nach Nürnberg war der richtige Schritt für mich", sagte Singh bei Spox und Goal.

Er kündigte an: "Ich will im Sommer als ein besserer Spieler zum FC Bayern zurückkehren und um einen Stammplatz kämpfen."

Nürnberg beendet Leihe mit Singh

Nun kehrt er allerdings früher als erwartet zurück nach München. Denn nur zwei Wochen nach dem Interview beendeten der Club und Singh am Freitag die Leihe vorzeitig, die bis zum 30.06.2021 geplant war.

"Zusammen mit den Bayern und Sarpreet sind wir übereingekommen, dass dieser Schritt für alle Seiten der richtige ist", erklärte Dieter Hecking, Vorstand Sport des FCN.

Doch was steckt dahinter?

Singh nie wirklich angekommen

Nach SPORT1-Informationen haben allein sportliche Gründe den Abbruch der Leihe herbeigeführt, Singh hat sich nichts zu Schulden kommen lassen,

Die Verantwortlichen des Club führten Gespräche mit Singhs Berater und kamen gemeinsam zu dem Ergebnis, dass es am sinnvollsten ist, die Leihe zu beenden.

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Zudem ist Singh nie richtig in Nürnberg angekommen, hat keinen wirklichen Draht zur Mannschaft und den Mitspielern gefunden.

Singhs Perspektive verschlechtert sich

Singhs Perspektive verschlechterte sich weiter, nachdem Nürnberg Anfang der Woche auf dem Transfermarkt zugeschlagen hatte.

Mit dem Norweger Mats Möller Daehli, der in der 2. Liga bereits 84 Spiele für den FC St. Pauli und den SC Freiburg absolviert hat, kam ein weiterer Konkurrent für die Offensive.

Wie es mit Singh weiter geht, ist noch unklar. Zunächst muss er sich wohl wieder bei der FCB-Reserve beweisen.

Ein Stammplatz bei den Bayern-Profis scheint aktuell aber in weiter Ferne.