So denkt Rauball über Watzkes Plan

So denkt Rauball über Watzkes Plan

Hans-Joachim Watzke denkt darüber nach, doch über 2022 hinaus als Geschäftsführer beim BVB weiterzumachen. Einen prominenten Fürsprecher hat er intern bereits.
Wegen der Corona-Pandemie zieht Hans-Joachim Watzke einen Verbleib als Geschäftsführer des BVB über das angedachte Ende seiner Amtszeit 2022 hinaus in Erwägung.
Überraschende Wende bei Watzke?
00:52
Patrick Berger
von Patrick Berger
am 26. Feb

Mit seiner Ankündigung, angesichts der anhaltenden Corona-Krise womöglich doch über 2022 hinaus als Geschäftsführer von Borussia Dortmund im Amt zu bleiben, hat Hans-Joachim Watzke für Schlagzeilen gesorgt.

Nun gibt es aus den Reihen des BVB bereits den ersten prominenten Fürsprecher für diese Idee. (Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

BVB-Präsident Dr. Reinhard Rauball würde einen Verbleib Watzkes "sehr begrüßen", sagte der Funktionär am Freitagmorgen im Gespräch mit SPORT1: "Ich bin mit Hans-Joachim Watzke bezüglich der zukünftigen Struktur der Führung von Borussia Dortmund seit einiger Zeit schon in Gesprächen - ohne, dass eine endgültige Entscheidung gefallen ist."

Weiter beim BVB? Rauball begrüßt Watzke-Idee

Rauball erklärt: "Wir beide, Aki und ich, sind der klaren Auffassung, dass man das Schiff nicht verlassen kann, wenn aktuell eine solch bedrohende Situation herrscht. Es ist also durchaus denkbar, dass wir beide über das nächste Jahr hinaus noch im Amt sein werden. Wir werden diese Frage für uns persönlich spätestens bis zum Herbst entschieden haben. Danach müssen die entsprechenden Gremien eine Entscheidung fällen. Dem können wir natürlich nicht vorweggreifen."

Rauball ist seit 2004 bereits zum dritten Mal Präsident der Borussia, Geschäftsführer Watzke ist ebenfalls bereits seit 2005 im Amt.

"Ich kenne meine Verantwortung gegenüber diesem Verein sehr genau", hatte der 61-jährige Watzke in einem Interview mit dem Handelsblatt gesagt. "Es ist völlig ausgeschlossen, dass ich in der größten Krise von Bord gehe."

Zwar fügte auch Watzke an, dazu noch keine grundsätzliche Entscheidung getroffen zu haben. Allerdings: Sein Abschied Ende 2022 sei "zumindest nicht mehr so tief in meinen Gedanken wie vor der Pandemie", meinte er. (Die Tabelle der Bundesliga)

Auch Rauball denkt beim BVB ans Weitermachen

Neben Watzke überdenkt nun also auch Rauball sein Ende beim BVB. "Meine Amtszeit läuft noch bis Ende des nächsten Jahres", sagt der 74 Jahre alte DFL-Ehrenpräsident. "Ich fühle mich zwischen 44 und 46, im Alter liegt also nicht das Problem."

Nach SPORT1-Informationen läuft die Amtszeit von Rauball noch bis November 2022, Watzkes Vertrag als Geschäftsführer bis Dezember 2022.

Abschließend meint Rauball: "Wir bei Borussia Dortmund werden diese Entscheidung mit Augenmaß treffen und sehen dem Herbst ganz gelassen entgegen."