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Völler hört in Leverkusen auf

Völler hört in Leverkusen auf

Rudi Völler wird seinen 2022 auslaufenden Vertrag als Geschäftsführer von Bundesligist Bayer Leverkusen nicht verlängern. Eine Sache wurmt ihn.
Rudi Völler belächelt im CHECK24 Doppelpass das ominöse "Bayern-Gen", dass den Münchnern so oft nachgesagt wird. Der Geschäftsführer von Leverkusen findet das geflügelte Wort "bescheuert".
SID
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von SID

Rudi Völler wird seinen 2022 auslaufenden Vertrag als Geschäftsführer von Bundesligist Bayer Leverkusen nicht verlängern. "An Weihnachten habe ich das Thema mit meiner Frau Sabrina besprochen. Seitdem steht fest: 2022 ist für mich Schluss", sagte der 60-Jährige der Sport Bild.

Für Völler sei es "der richtige Zeitpunkt, weil der Verein grundsätzlich gut aufgestellt ist" - trotz der sportlichen Krise in der Bundesliga. Bayer hatte sich von Trainer Peter Bosz getrennt, Hannes Wolf übernimmt die Nachfolge - zunächst bis zum Saisonende.

Rudi Völler braucht "ein bisschen Abstand"

Völler selbst brauche nach den Jahren in der ersten Reihe "sicherlich erstmal ein bisschen Abstand", schloss aber nicht aus, dass er in einer anderen Funktion zu der Werkself zurückkehre.

Auf seine Zeit als Geschäftsführer blickt Völler kritisch zurück. Vor allem der fehlende Titel wurmt den ehemaligen Nationalspieler. Für Leverkusen sei es zu wenig gewesen "im DFB-Pokal nur zweimal das Finale erreicht und verloren zu haben - 2009 gegen Werder Bremen und 2020 gegen Bayern München."

In der Toskana fand ein großes Weltmeistertreffen statt
Die Weltmeister von 1990 bei einem Treffen in der Toskana
Andreas Brehme (v.l.), Pierre Litbarski und Lothar Matthäus.
Franz Beckenbauer.
+47
So sehen die Weltmeister von 1990 heute aus

In der laufenden Saison steht für Leverkusen sogar die Teilnahme an der Europa League auf dem Spiel. Laut Völler hängt für Leverkusen vom europäischen Wettbewerb "sehr viel ab. Wenn wir das nicht schaffen sollten, ist es nicht garantiert, dass wir alle unsere Spieler behalten."

Zudem könnte Bayer auch durch die dann fehlenden Einnahmen nicht die Spieler verpflichten, "die wir brauchen, um uns zu verbessern."