Ljubicic: Köln sticht Eintracht aus

Ljubicic: Köln sticht Eintracht aus

Der 1. FC Köln sichert sich die Dienste von Dejan Ljubicic. Die Rheinländer setzen sich im Rennen um den Kapitän von Rapid Wien gegen Eintracht Frankfurt durch.
Eintracht Frankfurt büßt gegen Bayer Leverkusen weiter wichtige Punkte im Kampf um die Champions League ein. Geht der SGE momentan der Stift. Adi Hütter äußert sich.
Geht der Eintracht jetzt die Luft aus, Herr Hütter?
01:01
Patrick Berger
Christopher Michel
von C. Michel, P. Berger
am 26. Apr

Dejan Ljubicic wird den 1. FC Köln ablösefrei zur kommenden Saison verstärken.

Die Rheinländer haben den Kapitän von Rapid Wien bis 2025 unter Vertrag genommen, er wird sich unabhängig von der Ligenzugehörigkeit den Kölnern anschließen. Das vermeldete der Verein am Montagmittag.

"Es freut uns sehr, dass wir Dejan davon überzeugen konnten, zum FC zu wechseln. Er hat eine unglaublich starke Saison gespielt und Rapid Wien mit seinen 23 Jahren bereits als Kapitän aufs Feld geführt. Das weckt natürlich Interesse. Ab Sommer wird er uns mit seinen herausragenden Qualitäten im defensiven Mittelfeld verstärken", sagt FC-Geschäftsführer Horst Heldt.

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Deshalb entschied sich Ljubicic für Köln

Eintracht Frankfurt hatte sich ebenfalls intensiv um Ljubicic bemüht, doch nach den feststehenden Abgängen von Sportvorstand Fredi Bobic, Sportdirektor Bruno Hübner und Trainer Adi Hütter fehlten Ansprechpartner. Da die Neubesetzung der wichtigen Stellen bei den Hessen noch ungeklärt ist, wollte der 23-Jährige nicht mehr warten. Ljubicic sieht in Köln zudem höhere Chancen auf Einsätze.

Die Konkurrenz im defensiven Mittelfeld ist groß bei den Frankfurtern. Mit Makoto Hasebe, Stefan Ilsanker, Sebastian Rode und Djibril Sow ist viel Klasse vorhanden.

Die Eintracht erwartet zudem einen "Hot Take" aus der zweiten Liga zurück: Leihgabe Rodrigo Zalazar ist mit jeweils sechs Treffern und Vorlagen einer der Stars des FC St. Pauli.

Ljubicic ließ seinen Vertrag in Wien bewusst auslaufen

Die Chance auf einen Stammplatz ist für Ljubicic in Köln deutlich höher. Frankfurt muss den Kader zwar für die Dreifachbelastung aufrüsten, dennoch ist der Schritt aus der österreichischen ersten Liga zu einem möglichen Champions-League-Teilnehmer sehr groß. (Spielplan und Ergebnisse der Bundesliga)

Ljubicic hat sich daher, obwohl es auch Anfragen aus Italien gegeben haben soll, zum nächsten Schritt beim abstiegsbedrohten Effzeh entschlossen.

"Ich habe mich bewusst früh für den 1. FC Köln entschieden. Das ist ein großer Traditionsklub, und unabhängig davon, in welcher Liga der FC spielen wird, hat mir Horst Heldt eine sehr gute Perspektive aufgezeigt. Das ist der nächste richtige Schritt für mich, um mich fußballerisch und menschlich weiterzuentwickeln", sagt Dejan Ljubicic.

Der Mittelfeldspieler stand in dieser Saison in 26 Pflichtspielen auf dem Platz und war an sieben Treffern beteiligt. Er hatte seinen Vertrag bei Rapid aus bewusst nicht verlängert, in Coronazeiten wollte er sich die Wechseloption zum Nulltarif offenhalten.

Köln hat diese Chance genutzt und zugeschlagen.