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Stiller: Darum verlasse ich Bayern

Stiller: Darum verlasse ich Bayern

Angelo Stiller galt beim FC Bayern als Juwel. Der 20-Jährige konnte sich aber bisher nicht bei den Profis durchsetzen. Er erklärt nun, warum er zur TSG Hoffenheim geht.
Bayern München verliert ein Eigengewächs: Angelo Stiller wird den Rekordmeister verlassen und zu Hoffenheim wechseln, wo sein ehemaliger Trainer Hoeneß als Coach fungiert.
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von SPORT1

Angelo Stiller verlässt den FC Bayern nach elf Jahren und wagt bei der TSG Hoffenheim eine neue Herausforderung.

"Natürlich ist ein bisschen Wehmut dabei", verriet der Mittelfeldspieler der Bild – ergänzte aber, dass er sich "unglaublich" auf den nächsten Schritt in der Bundesliga freue.

Stiller stieg mit den Bayern-Amateuren aus der 3. Liga in die Regionalliga ab. Ein gutes Gewissen habe er dennoch, denn "ich sollte beim Spiel gegen Union Berlin im Profi-Kader sein, habe aber intern gesagt: Ich möchte lieber der zweiten Mannschaft im Abstiegskampf helfen".

Stiller: Konkurrenz und Druck bei Bayern hoch

Bei den Profis reichte es nur zu drei Kurzeinsätzen.

"Der Kader ist brutal: Joshua Kimmich, Leon Goretzka oder Corentin Tolisso stehen dort auf meiner Position, das sind Super-Spieler. Als Nachwuchsspieler hast du es da extrem schwer, eine Chance zu bekommen", meinte Stiller.

Der 20-Jährige weiter: "Ich sehe mich nicht als gescheitert an: Ich konnte bei Bayern auf mich aufmerksam machen und bekomme nun in Hoffenheim die Chance, mich zu beweisen."

Das Niveau bei den Profis und der Druck seien "extrem hoch. Oft bekommst du nur wenige Chancen, wenige Minuten. Und die musst du dann nutzen – wie beispielsweise auch Jamal Musiala zuletzt".

Über fehlendes Vertrauen wollte sich Stiller nicht beklagen.

Stiller bedankt sich bei Flick

"Ich habe von Hansi Flick die Chance bekommen, bei den Profis meine ersten Minuten zu sammeln, mein Debüt in der Champions League zu geben", sagte Stiller: "Ich bin ihm sehr dankbar und habe im Trainingsprozess bei ihm viel mitgenommen."

Er habe Bayern nicht wegen Flicks Abschied verlassen: "Am Ende war für mich das Gesamtpaket aus Hoffenheim einfach nicht zu toppen."

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Bei der TSG trifft er auf Sebastian Hoeneß, der Stiller bei Bayern II trainiert hat.

Stiller: Thiago hat mich beeindruckt

Zudem sei "Hoffenheim eine Mannschaft, die Fußball spielen will und auf Talente setzt. Wenn man sich ansieht, wer es bei Hoffenheim zuletzt gepackt hat, Spieler wie Marco John oder Chris Richards – dann ist das etwas, wo du dir als junger Spieler denkst: Den Weg kann ich auch nehmen, ich kann das packen."

Sebastians Onkel Uli Hoeneß soll sich über Stillers Abschied geärgert haben.

"Ich habe davon etwas gehört, ja… Ob es allerdings stimmt, weiß ich nicht", meinte das Talent, das von Thiago bei Bayern am meisten beeindruckt war: "Der wusste gefühlt schon vor mir, was ich als nächstes mit dem Ball mache. Er zählt wie Xabi Alonso und Toni Kroos zu meinen Vorbildern."