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Haaland rettet BVB - Reus besorgt

Haaland rettet BVB - Reus besorgt

Spektakel in der BayArena: Der BVB feiert in einem Sieben-Tore-Krimi den Auswärtssieg in Leverkusen. Erling Haaland ist mal wieder der Matchwinner der Westfalen.
Der BVB feiert in einem Sieben-Tore-Krimi den Auswärtssieg in Leverkusen. Nach langer Zeit trifft auch mal wieder Julian Brandt.

Borussia Dortmund hat am vierten Spieltag ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. In einer unglaublich tempo- und abwechslungsreichen Partie setzte sich der BVB mit 4:3 bei Bayer Leverkusen durch.

Trotz des Erfolges war für Kapitän Marco Reus keineswegs alles im Lot - im Gegenteil. „Das macht mir Sorgen, denn wir können nicht immer drei oder vier Tore schießen“, sagte er bei Sky. „Wir kriegen zu viele oder leichte Gegentore. Am Ende gewinnen wir es, aber es sehr viel Kraft gekostet.“

Kehl: „Waren die deutlich bessere Mannschaft“

Für BVB-Lizenzspielerchef Sebastian Kehl war der Sieg dennoch verdient. „Wir haben es spannend gemacht, ich glaube wir waren die deutlich bessere Mannschaft mit den deutlich größten Tormöglichkeiten. Aber am Ende mussten wir immer wieder zurückkommen, deswegen war es bis zum Schluss ein sehr emotionales Spiel.“

Kerem Demirbay kritisiert nach der furiosen 3:4-Pleite gegen Borussia Dortmund das Schiedsrichtergespann - und wird dabei deutlich.
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"Bodenlos!" Hier wütet Demirbay über den Schiedsrichter

In einer spektakulären ersten Hälfte waren es die Gastgeber, die bereits nach 9 Minuten jubeln durften. Youngster Florian Wirtz setzte einen Ball aus 13 Metern in die Maschen. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Zwischen der 37. und 39. Minute drehten die Westfalen scheinbar den Spieß herum - doch nur der erste Treffer zählte. Zunächst traf Erling Haaland per Kopfball zum 1:1, ehe Jude Bellingham den Ball ebenfalls per Kopf über die Linie drückte.

Weil aber zuvor Moussa Diaby von Mo Dahoud gefoult wurde, verwehrte Schiedsrichter Daniel Siebert dem Treffer die Anerkennung. Zu allem Überfluss für den BVB vollendete Patrik Schick in der Nachspielzeit der ersten Hälfte einen Konter der Werkself zur 2:1-Fürhung.

Guerreiro nimmt genau Maß

In diesem Tempo ging es auch nach dem Seitenwechsel weiter. Julian Brandt setzte in der 49. Minute sogar noch einen drauf und erzielte nach spektakulären Ballmitnahme mit anschließendem Hammer in den rechten Winkel ein echtes Traumtor.

Die Westfalen konnten sich allerdings nur acht Minuten über den Ausgleich freuen, da Diaby die Gastgeber in der 57. Minute wieder in Führung brachte. Nachdem der Franzose zunächst über den Ball semmelte, zielte er im zweiten Versuch genau und setzte die Kugel vom Innenpfosten ins Netz.

Der nächste Höhepunkt folgte in der 71. Minute, als Raphael Guerreiro einen 22-Meter-Freistoß passgenau ins rechte Kreuzeck platzierte.

Keine fünf Minuten später war die Borussia zum ersten Mal in diesem Duell vorne. Nachdem Bayer-Verteidiger Odilon Kossounou Marco Reus im Strafraum die Hand ins Gesicht schlug, griff der VAR ein - und Siebert entscheid auf Foulelfmeter. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Haaland ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und hämmerte den Ball ins linke Eck zum 4:3 für die Gäste. Es war das 65. BVB-Tor für den Norweger im 65. Pflichtspiel.

Die Partie wog bis zum Ende hin und her, doch am Spielstand änderte sich nichts mehr. In der Tabelle kletterte die Rose-Elf zwischenzeitlich auf Platz 2, während Bayer auf Rang 5 rutschte. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)