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Kauft Bayern Leipzig leer? Müller deutlich

Kauft Bayern Leipzig leer? Müller deutlich

FC-Bayern-Star Thomas Müller bezieht Stellung zu den RB-Transfers und Nagelsmann. Auch zu Sané und Musiala hat er eine klare Meinung.
Nachdem es zum Ende des Transferfensters Gerüchte um Robert Lewandowski gab, hat sich Bayern-Coach Julian Nagelsmann jetzt dazu geäußert.
. SPORT1
von SPORT1
07.09.2021 | 20:12 Uhr

Von der WM-Qualifikation der deutschen Nationalmannschaft ist Thomas Müller vorzeitig abgereist.

Eine Adduktorenverletzung plagt den Starspieler des FC Bayern, wenngleich der 31-Jährige am Dienstag bereits wieder ein Aufbau-Training absolvierte und recht zuversichtlich erscheint, im anstehenden Topduell bei RB Leipzig (Sa., ab 18.30 Uhr im Liveticker) wieder mit von der Partie sein zu können. (Bundesliga: Die Tabelle)

„Wir schauen von Tag zu Tag, es sieht nicht nach einer gravierenden Geschichte aus“, sagte Müller in einem Interview mit der Sport Bild. (NEWS: Alles zur Bundesliga)

Dabei verwahrte sich der Offensiv-Akteur gegen den immer wieder aufkommenden Vorwurf, die Bayern hätten den nächsten Ligakonkurrenten leergeplündert angesichts der Verpflichtungen von Neu-FCB-Coach Julian Nagelsmann sowie der Spieler-Transfers Dayot Upamecano und Marcel Sabitzer aus Leipzig.

„Es hat ja kein Verein eine Verkaufspflicht, siehe Paris und Mbappé. Der FC Bayern hält wie jeder Verein nach Qualität Ausschau, die ins entsprechende Budget passt. Vereine, die uns in der Tabelle über Jahre gefährlich werden, haben zwangsläufig gutes Personal“, so Müller.

Er fügte an: „Da ist es normal, sich in der gleichen Liga bei diesen Vereinen umzuschauen, da braucht man keine Eingewöhnungsprobleme zu fürchten. Transfers, über die heiß diskutiert wird, hat es schon immer gegeben. Und das ist auch gut so.“

FC Bayern: Das denkt Müller über Nagelsmann

Nagelsmann nimmt Müller bisher sehr positiv wahr: „Gerade im letzten Spiel gegen Hertha BSC konnte man schon einige Dinge erkennen, die er mit uns erarbeitet hat. Zwischenmenschlich gibt er sich so, wie man ihn kennt. Somit ist alles in der Spur.“

Gleichwohl erklärte der Offensivmann, die Mannschaft spiele im Gipfeltreffen mit RB nun „nicht unbedingtauch für den neuen Trainer, „aber wir spielen unter seiner Flagge.“ (Bundesliga: Alle Spiele und Ergebnisse)

Was das Zusammenspiel mit Ausnahme-Goalgetter Robert Lewandowski betrifft (“Wir sind sozusagen ein eingespieltes Duo“), räumte Müller ein, beim Wechsel des Polen 2014 von Borussia Dortmund nach München keineswegs sogleich die ganz große Harmonie verspürt zu haben.

„In den Anfangsjahren bei Bayern standen wir gemeinsam auf dem Platz, aber jeder hat ein bisschen sein Ding gemacht. Das ist aber ganz normal, dass so eine Entwicklung einfach Zeit und gemeinsame Erlebnisse braucht“, so Müller.

Begeistert zeigte er sich über die Entwicklung von Shootingstar Jamal Musiala: „Jamal hat jetzt, mit gerade 18 Jahren, Qualitäten, die wir direkt gebrauchen können. Das ist auf diesem Niveau, welches wir als FC Bayern in jedem Spiel zeigen müssen, außergewöhnlich.“

Müller über Lewandowski, Musiala, Sané und Flick

Der 18-Jährige werde „für die Zukunft des FC Bayern ein wichtiger Spieler“, prognostizierte Müller, der einmal mehr auch die Fürsprecher-Roller für den zuletzt von den eigenen Fans kritisierten Leroy Sané einnahm.

„Leroy kann uns mit seinen Fähigkeiten dabei enorm weiterhelfen. Er braucht dafür das absolute Vertrauen, den Mut, den Abschluss zu suchen“, so Müller. „Wie bei seinem 2:0 gegen Liechtenstein, über das ich mich sehr gefreut habe. Gerade für Eins-gegen-eins-Spieler ist das Selbstvertrauen elementar.“

Beim Spiel gegen den 1.FC Köln wurde Leroy Sané immer wieder von den eigenen Zuschauern ausgepfiffen. Nach dem Spiel nimmt ihn Teamkollege Thomas Müller in Schutz.
01:14
Nach Pfiffen: Müller stellt sich vor Sané

Für sich selbst glaubt Müller, unter seinem Ex-Bayern-Coach und Neu-Bundestrainer Hansi Flick die Rolle zu bekommen, die er auch im Verein bekleidet: „Man konnte in den ersten Spielen schon sehen, mit welcher Formation Hansi Flick beim DFB agiert hat (im 4-2-3-1-System; Anm. d. Red.). Ich gehe schon davon aus, dass ich ein Zentrumsspieler sein werde in ähnlicher Rolle.“

Bayern-Bonus im DFB-Team? Müller verneint

Dass andere Nationalspieler und Klubs gerade wegen Flick einen Bayern-Bonus im DFB-Team befürchten könnten, wäre für Müller nicht wirklich nachvollziehbar:

Zwar sei verständlich, „dass er Spieler - von entsprechender Klasse - nominiert, die sein System kennen und erfolgreich umsetzen können und diese Bausteine auswählt.“

Müller ergänzte indes: „Aber man muss keinen Bayern-Bonus fürchten. Hansi Flick will Erfolg haben und keine Medaille, dass er möglichst viele Bayern-Spieler nominiert.“

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