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Baumgarts ungewöhnlicher Musikgeschmack

Baumgarts ungewöhnlicher Musikgeschmack

Beim 1. FC Köln läuft es auch dank Trainer Steffen Baumgart sehr gut. Der Erfolgstrainer überrascht aber nicht nur mit seinem Team auf dem Platz, sondern auch im SPORT1-Gespräch mit seinem Musikgeschmack.
Der Trainer des 1. FC Köln Steffen Baumgart kritisiert die Freitagsspiele der Bundesliga. Nach den Reisestrapazen mit der Nationalmannschaft werden die Spieler nicht genug geschützt.
Reinhard Franke
Reinhard Franke
von Reinhard Franke

Steffen Baumgart hat allen Grund zur Freude. Seit Sommer ist er Cheftrainer beim 1. FC Köln und schwimmt auf einer Erfolgswelle.

Vor dem Spiel bei der TSG Hoffenheim am Freitagabend (Bundesliga: TSG Hoffenheim - 1. FC Köln, ab 20.30 Uhr im LIVETICKER) stehen die Domstädter nach sieben Spielen auf Platz sechs. So gut stand man seit der Saison 2016/2017 nicht da.

Die Kölner haben Baumgart längst ins Herz geschlossen. Und warum er so beliebt ist, das konnten Fans und Experten in der vergangenen Woche im Fernsehen und im Internet sehen. Baumgart war zu Gast in der WDR-Talksendung „Kölner Treff“ und plauderte im „Phrasenmäher“, dem Bild-Fußball-Podcast. Er war gut gelaunt, zeigte sich von seiner privaten Seite - und bewies sogar ungeahntes Talent: Howard Carpendales Hit „Hello again“ sang Baumgart einfach mit. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

„Ich höre am liebsten deutsche Lieder, weil ich kein Englisch spreche und weil es meine Muttersprache ist. Ich mag unsere Sprache und mittlerweile haben wir auch viele gute Texte. Mir gefällt aber auch nicht alles“, sagt der 49-Jährige im Gespräch mit SPORT1.

Baumgart als Musik-Fan

In der Talkrunde outete er sich als Fan von Moderatorin und Sängerin Ina Müller, die zwei Plätze neben ihm saß. Baumgart grinste und zeigte, wie sehr er die Euphorie um seine Person genießt.

Baumgart öffnete sich wie selten zuvor. Er ist nämlich ein glühender Fan von deutscher Musik. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Gehört da auch der deutsche Schlager dazu, der für viele immer mehr aus der Kitsch-Schublade rauskommt?

„Es kommt darauf an, wer es singt. Vieles ist ja Deutschpop und kein Schlager. Das sehe ich differenzierter“, meint der Fußballlehrer. Es gebe „gute deutsche Musik in allen Variationen von Deutsch-Rap bis hin zu Deutsch-Rock“.

Von Böhse Onkelz bis Helene Fischer

Baumgart geht es „vor allen um Texte und Inhalte. Da meine ich den Rapper Kontra K, Rammstein, Böhse Onkelz, aber auch Helene Fischer und Howard Carpendale.“

Die Böhsen Onkelz und Helene Fischer in einem Atemzug zu nennen und das so, dass es nicht peinlich rüberkommt - das schafft nur Baumgart.

Er klärt weiter auf. „Mit Schlager meine ich nicht dieses Herz-Schmerz-Ding. Das ist auch nicht meine Geschichte.“

Das hörte Baumgart schon als Kind

Seit wann ist er Fan von deutscher Musik? „Die Künstler, die ich schon von klein auf höre, sind Herbert Grönemeyer, Heinz Rudolf Kunze, die mich in allen Lebenslagen begleitet haben. Dazu kommen Ina Müller und Barbara Schöneberger. Das sind Sängerinnen, die immer mit etwas Spaß dabei sind. Das höre ich einfach gerne.“ (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Baumgart kann mit der Musik der jungen Profis dagegen wenig anfangen. „Wenn meine Spieler diese neue Rap-Mucke hören, bin ich meistens nicht in der Kabine.“

Musikbox beim Training

Und dann verrät er eines seiner Geheimnisse. „In bestimmten Trainingseinheiten habe ich auch schonmal beim Laufen eine Musikbox aufgestellt. Da konnten die Jungs ihre, aber auch meine Musik spielen. So oft kommt es aber nicht vor, dass sie nur im Kreis laufen müssen, meistens machen wir das mit Ball.“

Im Spiel der Domstädter ist jedenfalls Musik drin, seit Baumgart das Zepter übernommen hat. Am Freitagabend soll das die TSG Hoffenheim in ihrem Heimspiel gegen die Kölner zu spüren bekommen.

Vielleicht singt Baumgart dann hinterher lautstark „Atemlos durch die Nacht“ von Helene Fischer im FC-Mannschaftsbus.

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