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Nächster Rückschlag für die Hertha

Nächster Rückschlag für die Hertha

Hertha BSC verliert sein Heimspiel gegen den SC Freiburg und steckt weiter in der Krise. Für Trainer Dardai könnte es nun richtig eng werden.
Hertha BSC treibt weiter in den Tabellenkeller. Gegen den SC Freiburg setzt es eine 1:2-Pleite. Nun spricht Trainer Pal Dardai über seine Zukunft.
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von Robin Klausmann

Hertha BSC hat sein Heimspiel am 7. Bundesliga-Spieltag mit 1:2 (0:1) gegen den SC Freiburg verloren. Das Team von Trainer Pal Dardai verpasste es somit nicht nur, sich für die 0:6-Pleite bei RB Leipzig zu rehabilitieren, sondern kassierte auch seine fünfte Niederlage im siebten Saisonspiel. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Damit wächst der Druck auf den Ungarn weiter. Möglicherweise muss er um seinen Job bangen.

Nach dem Totalausfall von Leipzig am vergangenen Samstag übte Dardai unter der Woche das Abwehrverhalten von Grund auf. Personell setzte der Coach unter anderem auf Mittelfeld-Chef Kevin-Prince Boateng als einen von vier Neuen in der Startelf. Gemeinsam mit dem nach Muskelverletzung zurückgekehrten Kapitän Dedryck Boyata sollte er die Defensive stärken.

Lienhardt schockt Hertha früh

Das gelang zunächst ordentlich - und Hertha setzte auch offensiv erste Akzente. Suat Serdar fing in der Freiburger Hälfte stark einen Pass von Lienhart ab und fand den wiedergenesenen Stevan Jovetic (7.), der frei vor dem Tor verstolperte.

Kurz darauf prüfte der Stürmer (15.) Freiburgs Torwart Mark Flekken erstmals per direktem Freistoß.

Umso bitterer war der Rückstand zwei Minuten später. Freiburgs EM-Fahrer Christian Günter schlug eine Ecke auf Lienhardt, der sich gegen Selke durchsetzte und einköpfte. Hertha überließ den Gästen in der Folge den Ball und setzte auf Konter.

Doch obwohl sie den Freiburgern öfter den Ball abjagten, fehlte es offensiv aber an Spielkultur. Es brauchte Einzelaktionen, um gefährlich zu werden.

Hertha-Trainer Pal Dardai wird nach der Niederlage gegen Freiburg von allen Seiten angezählt. Nun äußert sich Fredi Bobic über seine Zukunft.
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Pfeifkonzert der Berliner Fans

So schoss Marco Richter (27.) nach einem Abpraller von der Strafraumkante nur knapp am rechten Pfosten vorbei, doch stark herausgespielt waren diese Chancen nicht.

Gegen Ende der ersten Halbzeit schlichen sich Fehler ins Aufbauspiel der Gastgeber, während Freiburg gepflegter aufspielte. Die Zuschauer im Olympiastadion schickten die Hertha-Profis mit einem gellenden Pfeifkonzert in die Kabine.

Dardai reagierte auf die schwache erste Hälfte seiner Mannschaft, brachte zur Pause Krzysztof Piatek, Peter Pekarik und nur wenige Minuten später unter anderem Maximilian Mittelstädt. Dessen Hereingabe kurz nach seiner Einwechslung verwandelte Piatek in der 70. Minute zum 1:1.

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Hier benötigt "Einpeitscher" Streich Fan-Hilfe bei der Humba

Petersen schießt Freiburg mit Traumtor zum Sieg

In der Folge schöpfte die alte Dame wieder Hoffnung, drängte auf die Führung und hatte durch Jürgen Ekkelenkamp in der 74. Minute die größte Chance zur Führung. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Doch die Gastgeber verpassten es, die Druckphase auszunutzen und so kam es wie so oft im Fußball. Nils Petersen, zwei Minuten zuvor eingewechselt, erzielte nach einer Ecke per sehenswertem Fallrückzieher den 2:1-Siegtreffer für die Freiburger in der 78. Spielminute.

Am Ende stand eine unglückliche Niederlage für die Hertha, die nach der Halbzeitpause alles in eine Waagschale warf und sich trotz einer Leistungssteigerung nicht für ihren starken Auftritt in Hälfte zwei belohnen konnte.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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