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Eberl enthüllt: So lief meine Auszeit

Eberl enthüllt: So lief meine Auszeit

Max Eberl entschied sich zu Beginn des Jahres für einen ungewöhnlichen Schritt. Nun teilt er mit, wie er die Zeit nutzte - und wie er seine Stars zum Verbleib bei Borussia Mönchengladbach bewegen will.
Der STAHLWERK Doppelpass vom 03. Oktober in voller Länge zum Nachschauen - unter anderem mit Gladbach-Sportdirektor Max Eberl und Gast-Moderator Rudi Brückner.
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von SPORT1

Als Max Eberl im Januar temporär aus dem Fußball-Geschäft ausstieg, sorgte das für großen Wirbel.

Ein Bundesliga-Manager, der einfach mal vier Wochen raus ist? Eigentlich unvorstellbar. Nun hat der Macher von Borussia Mönchengladbach erklärt, was er während seiner Absenz gemacht hat. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

„Ich habe die Zeit mit mir selbst genutzt. Ich war ganz allein in den Bergen in Davos in der Schweiz“, sagte der Ex-Profi im Interview mit der Sportbild. Kontakt zur Außenwelt habe er fast keine gehabt.

Was zunächst sehr ungewohnt gewesen sei: „Als ich am 1. Januar abends Koffer gepackt habe, hatte ich schon einen Punkt, an dem mich ein komisches Gefühl beschlich. Denn allein hatte ich so etwas nie zuvor in meinem Leben gemacht. Im Nachhinein war es aber die beste Entscheidung!“

„... weil ich fett war wie eine Sau“

Er habe es sich gut gehen lassen und viel gelesen: „Keine ganzen Bücher, weil ich dazu nicht ausdauernd genug bin, aber zum Beispiel Aphorismen – also Sätze oder Lebensweisheiten – über die man mal länger nachdenkt“ (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Er habe auch über sich selbst gelacht, wenn er die „naheliegendsten Dinge“ vergessen habe. „Wenn man versehentlich die Autotür schließt, der Schlüssel drin liegt und man oben auf dem Berg vier Tage nicht mehr ins Auto kann, bis Hilfe kommt. Unser Ex-Trainer Marco Rose hat mich damit später auch immer noch aufgezogen, was ich für ein Depp sei.“

Er sei zudem viel Ski gefahren und habe dabei auch abgenommen. „Am Anfang habe ich beim Skifahren ehrlich gesagt noch geschwitzt wie ein Schwein, weil ich fett war wie eine Sau. Und am Ende habe ich an mir runtergeschaut und gedacht – okay, da ist einiges weg, und du fühlst dich besser. Das versuche ich mir zu bewahren.“

Ansage an abwanderungswillige Stars

Der „Aufprall“ bei seiner Rückkehr ins Tagesgeschäft sei sehr hart gewesen, mittlerweile ist er aber natürlich längst wieder mit Vollgas unterwegs. Unter anderem musste er mit Adi Hütter einen neuen Trainer verpflichten. Trotz einer Ablösesumme in Höhe von 7,5 Millionen Euro sei dieser jeden Cent wert. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

„Wir haben mit Marco Rose nach Lucien Favre und Dieter Hecking einen Schritt nach vorne getätigt und können die Entwicklung mit ihm fortsetzen“, erklärte Eberl. Derzeit muss er sich wieder mit einigen Transfergerüchten um Borussia-Spieler befassen. Zum Beispiel im Fall von Denis Zakaria.

Bei ihm, aber auch in mehreren anderen Fällen sei Überzeugungsarbeit gefordert: „Ich zeige den Spielern unsere Perspektive auf und welche Rolle er darin spielt. Ich überrede Spieler nicht, ich will sie überzeugen. Wir sind ein sehr stabiler, ambitionierter und in jüngster Historie sehr erfolgreicher Klub.“

Abstriche beim Gehalt müsse man eventuell - auch coronabedingt zwar machen- aber auch andere Vereine müssten sparen. Eberls klare Ansage: „Unser Paket abzulehnen und darauf zu zocken, woanders deutlich mehr verdienen zu können, wäre aus meiner Sicht ziemlich mutig.“

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