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Borussia Mönchengladbach: Max Eberl über Abschied von Marco Rose

Eberl: Dann wäre Rose nicht zum BVB

Max Eberl ist überzeugt, dass Marco Rose in Gladbach geblieben wäre, hätte Corona nicht Geisterspiele zur Folge gehabt.
Max Eberl holte Marco Rose im Sommer 2019 aus Salzburg
Max Eberl holte Marco Rose im Sommer 2019 aus Salzburg
© Imago
Max Eberl ist überzeugt, dass Marco Rose in Gladbach geblieben wäre, hätte Corona nicht Geisterspiele zur Folge gehabt.

Das abgelaufene Fußballjahr 2021 würden die Fans von Borussia Mönchengladbach am liebsten aus dem Gedächtnis streichen.

In der aktuellen Saison gab es die Elf von Trainer Adi Hütter zunächst ein Auf und Ab, das zum Jahresende in eine handfeste Krise mit vier Klatschen in Folge mündete. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Schon in der vergangenen Rückrunde ging es für die ambitionierten Fohlen den Bach runter, nachdem Cheftrainer Marco Rose seinen Wechsel zu Borussia Dortmund im Februar bekannt gegeben hatte.

Roses Entscheidung, den Niederrhein Richtung Westfalen zu verlassen, war für auch für Sportdirektor Max Eberl der Grund für den Absturz seiner Borussia.

„Die Entscheidung hat uns nicht gefallen“

„Vor dem Wolfsburg-Spiel hat mir Marco [...] mitgeteilt, dass er uns im Sommer verlassen wird. Wir haben es dann am Tag danach sofort öffentlich gemacht, wofür wir stark kritisiert wurden“, erklärte Eberl auf der Klub-Website.

„Aber das war für mich damals alternativlos, denn ich wollte die Menschen nicht wochenlang belügen. Die Entscheidung hat uns nicht gefallen, aber wir wollten sie bekanntgeben, damit Klarheit herrscht. Danach kam dann eine extrem schwierige Zeit …“ (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Für den Gladbach-Manager wäre es möglicherweise gar nicht zu Roses Borussen-Wechsel gekommen, hätte es im vergangenen Winter durch die Corona-Restriktionen keine Geisterspiele gegeben.

Eberl: Corona hat Gladbach Europa gekostet

„Ich kann mir gut vorstellen, dass unsere Fans es geschafft hätten, Marco Rose zum Bleiben zu bewegen. Er hat den Klub anderthalb Jahre komplett kennengelernt, aber diese Kraft, die der volle Borussia-Park hätte ausstrahlen können, hätten diesen emotionalen Menschen vielleicht überzeugt.“

Ein volles Stadion hätte Gladbach auch in den Europapokal geführt - davon ist Eberl überzeugt. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

„Wir hätten manche Spiele definitiv nicht verloren, wenn wir die Fans im Rücken gehabt hätten, da bin ich mir ganz sicher. Diese Unterstützung ist für diesen Verein und diese Mannschaft so wichtig, dass ich auch davon überzeugt bin, dass wir in der vergangenen Saison mit vollen Rängen die Qualifikation für Europa geschafft hätten. Leider war es nicht so, und wir sind am Ende auf Platz acht gelandet.“

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