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Bundesliga: Gladbach-Manager Max Eberl mit Klartext zur sportlichen Krise

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Bundesliga: Gladbach-Manager Max Eberl mit Klartext zur sportlichen Krise

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„Ich weiß nicht, was da los ist“

„Ich weiß nicht, was da los ist“

Nach drei Niederlagen in Serie steckt Borussia Mönchengladbach in der Krise. Max Eberl nimmt im STAHLWERK Doppelpass auf SPORT1 das gesamte Team in die Pflicht.
Max Eberl äußert sich im Stahlwerk Doppelpass zur aktuellen Gladbacher Situation und findet Parallelen zu den Bayern.
. SPORT1
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von SPORT1

Die Formkurve zeigt eindeutig nach unten: Borussia Mönchengladbach befindet sich in der sportlichen Krise. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Nach zuletzt 14 Gegentreffern in drei Partien rückt auch Trainer Adi Hütter immer mehr in den Fokus.

Gladbachs Sportdirektor Max Eberl nimmt im STAHLWERK Doppelpass auf SPORT1 den gesamten Verein in die Pflicht und wundert sich über fehlende Typen in der Bundesliga. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

SPORT1 fasst die Aussagen des Managers zusammen:

Max Eberl über die aktuelle Situation von Gladbach: „Wenn man in drei Spielen 14 Gegentore bekommt, liegt es auf der Hand, wo das Problem liegt. Das Problem ist, dass wir nach einer Derby-Niederlage gegen Köln, das Spiel dürfen wir nicht verlieren, dann ein Desaster gegen Freiburg erleben. So etwas habe ich noch nicht erlebt. Das war ein Rieseneinschnitt.“

Eberl: „Da müssen wir zusammen wieder rauskommen“

... über die Niederlage gegen Leipzig: „In der zweiten Halbzeit in Leipzig haben wir es ein bisschen besser gemacht. Und das ist das, was mich am meisten ärgert. Man macht in Leipzig den Anschlusstreffer, kommt glücklich ins Spiel zurück – und dann macht man sich das zarte Pflänzchen des Selbstbewusstseins tanken mit zwei, drei schnellen Toren zunichte.“ (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

... über Trainer Adi Hütter: „Es geht bei einer Fußballmannschaft immer ums Wir. Ich verstehe Diskussionen und den Ansatz, ob Adi Hütter uns aus der Krise führen kann oder ob Max Eberl die Mannschaft richtig zusammengestellt hat. Aber auch das Team ist in der Frage. Da müssen wir zusammen wieder rauskommen.“

... über Führungsspieler: „Führungsspieler ist ein großes Thema. Wir haben zehn Nationalspieler auf dem Platz. Da kann jeder Verantwortung auf seiner Position übernehmen. Das auf einen Spieler zu reduzieren ist mir zu wenig. Es nützt mir nicht einer, der auf dem Platz wild gestikuliert. Jeder Spieler muss auf dem Platz Verantwortung für den ganzen Verein übernehmen.“

Eberl vermisst die Typen im Fußball

... über die Typen-Diskussion in der Bundesliga: „Momentan fällt mir in Deutschland nur ein Name ein, der Persönlichkeit und das Sportliche miteinander verbindet: Joshua Kimmich. Ansonsten fehlen die aktuell etwas im Fußball. Aber der Fußball ist auch ein Spiegelbild der Gesellschaft. Wo sind die Typen in der Gesellschaft? Wo sind sie in der Politik? Sie fehlen uns. Ich weiß nicht, was da los ist. Die Jungs werden anders erzogen, haben andere Präferenzen.“

„Wir haben mit Yann Sommer, Lars Stindl oder Christoph Kramer genug Typen. Das sind nicht diese Typen wie ein Stefan Effenberg oder Jens Jeremies früher. Aber sie haben diese Qualitäten.“

... über das anstehende Spiel gegen Frankfurt: „Es darf keine Alibis geben – weder für die Mannschaft noch den Trainer oder mich. Frankfurt ist ein pikantes Spiel. Wir haben Adi Hütter von da geholt. Wir haben nun die Chance, in einem Heimspiel ein Stück weit einen Schritt nach vorne machen. Wie wir erfolgreich sind, ist mir dann egal.“

... über einen Ausweg aus der Krise: „Wir haben die Chance, aus der Krise rauszukommen. Ich bin keiner, der alles in Frage stellt. Aber wir schweigen nichts tot. Wir sind genauso unzufrieden. Für mich war klar, dass Gladbach nur mit harter Arbeit aus solchen Situationen kommen kann. Für mich ist auch klar, dass sich Gladbach in den letzten zehn Jahren unglaublich entwickelt hat. Wir hatten große Momente. Aber das war für mich nie selbstverständlich. Wir müssen in allen Bereichen an unser Topniveau heran, um solche Momente zu erreichen. Momentan ist das nicht der Fall. Aber wir werfen nicht die Flinte ins Korn.“

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