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Richtungsweisendes Duell für „verzweifeltes“ RB

Richtungsweisendes Duell für „verzweifeltes“ RB

RB Leipzig steht wieder einmal vor einem wichtigen Spiel in der Bundesliga. Auch Trainer Jesse Marsch steht gegen Union Berlin unter Druck - obwohl er es nicht so empfindet.
Bayer Leverkusen zeigt im Geisterspiel bei RB Leipzig eine starke Leistung und klettert nach einem verdienten Sieg auf Platz drei.
. SPORT1
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von SPORT1

Corona bereitet RB Leipzig weiter große Sorgen. Dennoch muss der Vize-Meister sportlich endlich liefern - das Ostduell gegen Union Berlin wird richtungsweisend.

Das hatte auch der Monolog von Cheftrainer Jesse Marsch verdeutlicht, der nach wie vor in Quarantäne sitzt. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

„Ich habe sicher Fehler gemacht, wir haben alle Fehler gemacht“, sagte er in seiner minutenlangen Ansprache: „Ich weiß, dass es Fragen zu meinem Job gibt. Das ist ganz normal. Ist es eine Möglichkeit, dass es nicht genau passt? Wir müssen das fragen. Aber ich gebe das Beste für diese Gruppe.“

Marsch: Ich spüre keinen Druck

Die angespannte Corona-Lage, aber vor allem die besorgniserregende sportliche Situation seien „alles andere als einfach“, führte er weiter aus: „Ich kriege viel Kritik, das muss so sein. Aber ich habe nicht das Gefühl, dass ich alleine bin.“ Er führe einen „offenen Austausch“ mit seinen Vorgesetzten.

„Von Anfang an war meine Verbindung mit der Führung sehr stark, auch das Vertrauen“, betonte der 48-Jährige: „Ich spüre keinen Druck.“ (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Und dennoch gelte es, einen weiteren Rückschlag im Ostduell bei Union Berlin am Freitag (20.30 Uhr/DAZN) unbedingt zu vermeiden, es gebe „keine Ausreden“. Auch wenn Marsch selbst, obwohl er sich nach eigener Aussage mittlerweile „sehr, sehr gut“ fühlt, weiter nicht von der Seitenlinie aus helfen kann.

Da auch Achim Beierlorzer unter der Woche einen positiven Schnelltest ablieferte, ist die Besetzung des Aushilfstrainerpostens einen Tag vor dem Spiel noch unklar.

Der RB-Trainer fehlt - die Führungsspieler müssen aushelfen

Geben die PCR-Tests bei Beierlorzer nicht rechtzeitig Entwarnung, müsste Marschs zweiter Assistent Marco Kurth beim Tabellenachten an der Seitenlinie aushelfen. „Marco ist perfekt, er ist ein super Trainer. Es ist eine große Herausforderung für ihn, aber er ist bereit“, sagte Marsch: „Es wird aber auch die Aufgabe der Führungsspieler sein, sich mehr einzubringen.“

Der im Sommer erst aus Salzburg gekommene Coach zeigte sich angesichts der schwankenden Leistungen seines Teams ratlos. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

„Die Konstanz ist unser Thema“, erklärte Marsch: „Wenn man sich die fünf, sechs besten Spiele von uns anschaut, sagt jeder: Das ist eine Spitzenmannschaft. Viele Tore, komplett dominant. Aber wenn man die schlechten Spiele anschaut, denkt man, was macht der Trainer mit dieser Gruppe.“

Gulacsi steht wieder zur Verfügung

Die vielen Wellentäler wie zuletzt beim 1:3 gegen Bayer Leverkusen seien nur „schwierig zu akzeptieren und zu verstehen“, führte er weiter aus. Das Duell mit Union komme nun „in einer Situation, in der wir verzweifelt sind“.

Es gehe deshalb in Berlin in erster Linie darum, „in den Bereichen Disziplin, Konzentration, Klarheit, Mentalität und Kampf das Beste abzurufen“.

Zumindest entspannte sich die Corona-Lage bei den Spielern etwas. Peter Gulacsi und Mohamed Simakan durften die Quarantäne verlassen und stehen gegen Union zur Verfügung.

Union - Leipzig: die voraussichtlichen Aufstellungen:

Union: Luthe - Friedrich, Knoche, Baumgartl - Trimmel, Khedira, Prömel, Gießelmann - Haraguchi - Awoniyi, Kruse. - Trainer: Fischer

Leipzig: Gulacsi - Mukiele, Klostermann, Gvardiol, Angelino - Laimer, Adams - Nkunku, Forsberg, Szoboszlai - Silva. - Trainer: Beierlorzer (Kurth)

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