Anzeige

Vater ätzt: BVB hat Reinier nicht geholfen

Vater ätzt: BVB hat Reinier nicht geholfen

Der Vater von Talente Reinier legt gegen Borussia Dortmund nach und wirft dem Klub falschen Umgang mit seinem Sohn vor. Einen Abbruch der Leihe hätte der BVB abgelehnt.
Seit Wochen gibt es beim FC Bayern Nebenkriegsschauplätze. Ist die Chance auf einen Sieg des BVB so groß wie nie?
. SPORT1
. SPORT1
von SPORT1

Der Vater von BVB-Talent Reinier hat erneut gegen den Leih-Klub seines Sohnes ausgeteilt.

„Man versteht es nicht. Er hat keine Chancen bekommen und kämpft gegen Dinge an, die er nicht versteht“, schimpfte Mauro Brasilia im Gespräch mit der spanischen AS: „Borussia hat ihn auf wichtige Momente nicht vorbereitet und ihn nicht unterstützt. Wir haben nie einen Stammplatz gefordert, sondern immer Einsatzminuten, damit er sich entwickelt.“ (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

„Borussia Dortmund hat Reinier nicht unterstützt“

Dabei habe man so große Hoffnungen in den BVB gesetzt, der Reinier schon habe verpflichten wollen, als er noch bei Flamengo Rio de Janeiro spielte. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

„Aber dann war es unmöglich, Real Madrid abzusagen“, sagte Brasilia mit Blick auf Reiniers Wechsel zu den Königlichen im Januar 2020: „Als sich die Möglichkeit der Leihe ergab, dachten wir, dass es ein guter Ort wäre für einen jungen Spieler wie ihn. Doch Borussia hat Reinier nicht unterstützt. Ohne Zuneigung ist es unmöglich.“

Vater von Reinier: „Jetzt gibt es keine Ausreden“

Im Sommer 2020 kam der heute 19 Jahre alte Brasilianer auf Leihbasis nach Dortmund, in der ersten Saison habe man beim BVB gesagt „dass er taktisch und körperlich nicht auf dem gleichen Level wie seine Mitspieler sei“, erklärt sein Vater: „Aber jetzt gibt es keine Ausreden“

In der aktuellen Spielzeit kam Reinier nur neunmal zum Einsatz, meist kurz. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Olympiasieger Reinier hat große Teile der Vorbereitung unter dem neuen Coach Marco Rose verpasst. Der Brasilianer will sich aber unbedingt mehr Spielzeit erkämpfen.
01:21
Reinier über Rose: "Muss mehr machen, um in sein Team zu passen"

Nur im Pokal gegen Ingolstadt (2:0) spielte er durch, beim Champions-League-Debakel gegen Sporting Lissabon (1:3) ging er mit unter (SPORT1-Note 6) und wurde nach 66 Minuten ausgewechselt.

BVB lehnt Abbruch der Leihe offenbar ab

Im Sommer habe man wegen der Unzufriedenheit sogar die Leihe zum BVB abbrechen wollen - eigentlich läuft diese bis Juni 2022.

In Dortmund stoße man mit diesem Anliegen aber auf taube Ohren, sagt Reiniers Vater: „Wir versuchen, dass Reinier nach Spanien zurückkehrt, doch Borussia wollte die Leihe im vergangenen Jahr nicht abbrechen und meint, das auch jetzt nicht tun zu wollen. Man versteht es nicht.“

Brasilia macht sich Sorgen um seinen Sohn und fürchtet „dass die Qualität von Reinier angezweifelt wird. Das ideale Szenario ist eine Rückkehr nach Spanien. Reinier würde gerne nach Spanien zurückkehren.“ Bei Real Madrid steht Reinier bis 2026 unter Vertrag.

Der 19-jährige Reinier steht überraschend in der Startelf von Borussia Dortmund im wohl vorentscheidenden Champions-League-Spiel bei Sporting Lissabon.
01:33
Vorteil Reinier: Das fehlt Knauff noch

„Real Madrid ist ein sehr korrekter Klub und natürlich verfolgt dieser die Situation aufmerksam. Real Madrid stört sich daran, kann aber nichts machen“, berichtet der Vater.

Er sagt trotzdem, „dass die Erfahrung fantastisch war, denn man lernt auch aus Schwierigkeiten“ und ergänzt mit Blick auf seinen Sohn kämpferisch: „Er wird stärker daraus hervorgehen.“

Ob er mit diesem Angriff auf den BVB aber wirklich die Chancen seines Sohnes verbessert, wird sich noch zeigen.

Alles zur Bundesliga bei SPORT1: