Ron-Thorben Hoffmann spielt aktuell für den AFC Sunderland in der dritten englischen Liga. Der Torhüter ist vom FC Bayern ausgeliehen, bei dem er noch bis 2023 unter Vertrag steht.
FC Bayern: Ron-Thorben Hoffmann - Diese Entscheidung machte ihn traurig
„Kimmich wird richtig sauer, wenn ...“
„Ich habe abgewogen, was das Beste für meine Entwicklung ist. Dieses Jahr ist für mich das Wichtigste, auf einem guten Level regelmäßig Spiele zu absolvieren“, meinte Hoffmann in der SZ.
Auch der FC Bayern habe gewollt, „dass ich regelmäßig auf hohem Niveau spiele, Selbstvertrauen sammle und mich weiterentwickle“. Gemeinsam wurde deswegen nach Leihmöglichkeiten geschaut. Die Verantwortlichen in Sunderland hätten ihn überzeugte, meinte Hoffmann: „Ich habe außerdem schon lange davon geträumt, einmal in England zu spielen.“
Bayern lässt Hoffmann nicht zu Olympia
Die Leihe nach Sunderland entpuppte sich für Hoffmann als richtige Entscheidung, er ist Stammspieler und steht in jedem Ligaspiel im Tor. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)
Im Sommer durfte der 22-Jährige nicht zu den Olympischen Spielen in Tokio reisen, weil der FC Bayern wegen der eigenen angespannten Torhüter-Situation die Freigabe verweigerte.
„Als dann klar war, dass es nicht klappt, war ich schon traurig“, meinte Hoffmann: „Ich hätte sehr gerne mein Land repräsentiert, vor allem, weil ich im Frühjahr schon die U21-EM wegen einer Verletzung verpasst habe.“
Schließlich seien die Olympischen Spiele „ein Riesenereignis“ und „für jeden deutschen Spieler eine große Ehre, daran teilzunehmen“.
Er betont allerdings: „Ich konnte die Perspektive des FC Bayern nachvollziehen. Die Situation war damals sehr angespannt, weil Sven Ulreich und ich zu dem Zeitpunkt die einzigen Torhüter waren, die zur Verfügung standen.“
„Kimmich wird richtig sauer, wenn ...“
Mit 16 war Hoffmann aus Leipzig nach München gestoßen, im Mai 2018 unterschrieb er einen Profivertrag. „Ich war unheimlich dankbar für die Chance, in der ersten Mannschaft regelmäßig zusammen mit einem Torhüter wie Manuel Neuer trainieren zu dürfen“, erklärt der 22-Jährige, der „unheimlich viel gelernt“ und die Bayern-Mentalität erlebt hat.
„Das ist kein Mythos, sie existiert tatsächlich. Dieser unbedingte Wille zu gewinnen, selbst im Training. Jemand wie Joshua Kimmich wird richtig sauer, wenn er ein Trainingsspiel verliert“, schilderte Hoffmann. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)
Grundsätzlich herrsche beim deutschen Rekordmeister „ein unfassbar großer Ehrgeiz“.
Hoffmann: „Das wäre total vermessen“
Sollte Hoffmann mit Sunderland der Aufstieg in die Championship gelingen, besäße der englische Traditionsklub eine Kaufoption. Hoffmann kann sich aber auch eine Rückkehr nach München vorstellen.
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„Der FC Bayern ist neben meinem Heimatverein Hansa Rostock mein Lieblingsverein und wird es immer bleiben. Letztlich ist die Perspektive entscheidend - für beide Seiten“, erklärte Hoffmann. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)
Am aktuellen Punkt seiner Karriere sei die Aussicht auf Spiele entscheidend. „Ich bin aber der Allerletzte, der Spiele beim FC Bayern einfordert“, meinte Hoffmann: „Das wäre an dem Punkt, an dem ich in meiner Karriere bin, total vermessen.“