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Struth: Wie Pérez Kroos adelte

Struth: Wie Pérez Kroos adelte

Volker Struth ist seit rund 14 Jahren als Spielerberater aktiv - zuvor war er unter anderem Zimmermann. Nun erzählt er von einem spannenden Treffen mit Real-Präsident Florentino Pérez.
Mario Götze kehrt überraschend zu seinem Ex-Berater Volker Struth zurück - der Mann, der ihn einst zum FC Bayern brachte. Plant er nun den nächste großen Karriereschritt?
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von SPORT1

Mit 41 Jahren hatte Volker Struth schon einige Jobs ausgeübt, bloß im Fußball-Zirkus war er noch nicht gelandet. Das sollte sich ändern.

Begonnen hatte er als Zimmermann, dann eine Umschulung zum Industriekaufmann gemacht. Als er auch als Unternehmer und Veranstalter von Events gearbeitet hatte, fragte ihn Manager-Legende Reiner Calmund, ob denn ein Beraterjob im Fußball nicht etwas für ihn wäre. Der Rest ist Geschichte - heute ist Struth wohl der bekannteste Spielerberater Deutschlands.

„Meine Geschichte ist heute nur noch ganz, ganz schwer zu wiederholen“, verriet Struth nun im OMR-Podcast von Philipp Westermeyer: „Ich habe das Glück gehabt, dass ich zu einer Zeit in dieses Geschäft eingestiegen bin, als da draußen viele 17- und 18-jährige hochtalentierte Jungs ohne Berater rumliefen.“ (Der OMR-Podcast mit Volker Struth: Hier in voller Länge hören)

Heute sei das „gar nicht mehr denkbar“, da „die Jungs ja schon mit 13 oder 14 angesprochen werden“, erklärte er. Seine Agentur habe aber ein Mindestalter von 16 bei den Klienten.

Spielerberater verdienen „rund zehn Prozent vom Jahresgehalt der Spieler“

Mittlerweile ist Struth rund 14 Jahre im Geschäft und hat zahlreiche Stars in seinem Portfolio: Toni Kroos von Real Madrid, Niklas Süle, Dayot Upamecano und Trainer Julian Nagelsmann vom FC Bayern und seit jüngster Zeit auch (erneut) Mario Götze, der derzeit bei PSV Eindhoven spielt, sind die größten Namen. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Ein lukratives Geschäft, wie Struth verriet: „Wir verdienen in der Regel zehn Prozent vom Jahresgehalt eines Spielers, das zahlt der Verein on top.“

Bei Toni Kroos wären das dann in etwa 1,26 Millionen Euro im Jahr. „Ein Spielerberater bekommt Geld dafür, dass er ein Geschäft begleitet, eine Vermittlung durchführt. Das ist in ganz vielen Branchen auch so. Nur bei uns wird es gerne und häufig diskutiert, weil es Fußball ist und viele Emotionen entstehen“, glaubt der Spielerberater, der sich nicht mehr über die häufige Kritik an Personen seines Fachs aufregen will.

Struth hat spannende Transfers wie den von Kroos zu Real Madrid eingefädelt, der den FC Bayern verließ. Doch welcher Fußball-Funktionär hat ihn besonders beeindruckt?

Der CHECK24 Doppelpass vom 2. Mai in voller Länge zum Nachschauen - u. a. mit Nagelsmann-Berater Volker Struth und Frauenfußballprofi Lena Goeßling.
1:42:33
Sendung verpasst? Der CHECK24 Doppelpass mit Struth und Goeßling

Pérez: Kroos der „Jahrhunderttransfer“ von Real Madrid

„Es gibt in unserer Branche Gute und Schlechte - und das ist bei Vereinen auch so. Ich hatte selten ein freundschaftliches Verhältnis - und das ist auch gut so, denn dafür haben wir zu unterschiedliche Interessen.“ Es gebe aber eine Menge „tolle Menschen, die einen tollen Job machen“, meint Struth.

Zu schätzen gelernt hat er beispielsweise Real-Präsident Florentino Pérez. „Kurz vor Corona bin ich von ihm zum Frühstück eingeladen worden. Er ist ein unglaublich angenehmer Mensch mit einer tollen Lebensgeschichte. Er tritt unternehmerisch auf, bleibt dabei aber menschlich. Er hat mir erklärt, warum Toni Kroos der Jahrhunderttransfer von Real Madrid ist.“

Kroos sei zwar nicht der beste Spieler gewesen, vom Preis-Leistung-Verhältnis sei der 106-malige deutsche Nationalspieler aber unschlagbar gewesen.

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