Union Berlin ist mit einem Sieg im Verfolgerduell der Bundesliga auf einen Champions-League-Platz geklettert.
Bundesliga: Union Berlin - TSG Hoffenheim tauschen beim 2:1 Slapstick-Gegentore, Union auf CL-Kurs
Slapstick! Union auf CL-Platz
Die „Eisernen“ schlugen den Tabellendritten TSG Hoffenheim zuhause mit 2:1 (1:1) und sind mit 31 Zählern jetzt punktgleich Vierter vor dem SC Freiburg, der am Freitag 1:5 gegen den BVB verloren hatte. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)
Die Erfolgsserie der TSG ist dagegen gerissen. Das bisherige Überraschungsteam der Saison kassierte nach sieben ungeschlagenen Spielen wieder eine Niederlage.
Die Berliner haben in den vergangenen 26 Spielen in der Alten Försterei nur einmal verloren.
Slapstick-Tore bei Union vs. Hoffenheim
Im direkten Duell der Europacup-Aspiranten beschenkten sich beide Teams mit Slapstick-Toren. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)
Timo Baumgartl (16./Eigentor) und Oliver Baumann (22./Eigentor) trafen vor der Pause jeweils ins eigene Netz.
Union-Verteidiger Baumgartl köpfte eine Flanke von Ihlas Bebou aus kurzer Distanz in den eigenen Kasten, Hoffenheim-Keeper Baumann sprang wenig später der gefährliche Kopfball von Andreas Voglsammer von der Latte an den Rücken und von dort ins Tor. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)
Nach der Pause köpfte Grischa Prömel (73.) die Unioner in Führung, nachdem Max Kruse zuvor die Latte getroffen hatte.
Union gewinnt Pokal-Generalprobe - vor 3.000 Fans
Das Spiel in der Alten Försterei fand vor 3000 Fans statt, weil Berlin in der Zuschauer-Regelung einen Sonderweg geht.
Für Union war es auch eine gelungene Generalprobe für das prestigeträchtige Achtelfinale im DFB-Pokal am kommenden Mittwoch beim Stadtrivalen Hertha BSC.
Bei Union ersetzte Neuzugang Dominique Heintz den zum Ligarivalen Borussia Mönchengladbach abgewanderten Marvin Friedrich in der Dreier-Abwehrkette.
Für den beim Afrika Cup weilenden Taiwo Awoniyi lief diesmal Voglsammer im Angriff von Beginn an neben Max Kruse auf.
Baumgartl bringt Hoffenheim in Führung
Beide Mannschaften präsentierten sich zunächst mit vielen Fehlern, der Ball versprang oft, und die Pässe kamen nur selten an.
Die Hoffenheimer fingen sich als Erste und gingen nicht unverdient in Führung: Auf der rechten Angriffsseite überlief der flinke Ihlas Bebou den Union-Verteidiger Robin Knoche, seine scharfe Hereingabe lenkte Baumgartl per Kopfs ins eigene Tor.
Baumann im Pech
Die Berliner schüttelten sich kurz - und drängten sofort auf den Ausgleich.
Der gelang bereits fünf Minuten später, auch wenn Torschütze Voglsammer bei seinem Kopfball nach einer Flanke von Bastian Oczipka etwas Glück hatte.
Der Ball prallte von der Latte an den Rücken von TSG-Keeper Oliver Baumann und vor dort ins Tor.
Die Hoffenheimer spielten zwar den technisch besseren Fußball, die Unioner hielten mit Lauf- und Zweikampfstärke dagegen. Keine der beiden Mannschaften konnte sich ein spürbares Übergewicht erarbeiten, jede Torchance musste hart erarbeitet werden.
Joker Becker leitet Führung für Union ein
Bei Union machte sich der Ausfall von Awoniyi deutlich bemerkbar, die Dynamik des Nigerianers fehlte im letzten Drittel.
Nach etwas mehr als einer Stunde brachte Union-Trainer Urs Fischer deswegen den schnellen Sheraldo Becker für den schwachen Levin Öztunali, und mit dem Niederländer kam mehr Schwung ins Offensivspiel.
Becker hatte in der 71. Minute per Kopfball zunächst eine Großchance und leitete wenig später den Treffer zum 2:1 durch Prömel ein.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)