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Kann dieser Mann BVB-Probleme lösen?

Kann dieser Mann BVB-Probleme lösen?

Borussia Dortmund ist an einer Verpflichtung von Chelsea-Star Andreas Christensen interessiert. Der Defensivspezialist könnte die Probleme in der Abwehr lösen.
Der BVB dreht nach einem 0:2 noch das Spiel in Frankfurt. Doch die haarsträubenden Fehler der Dortmunder Abwehr zeigen auch auf, wo die Mannschaft von Rose nachlegen muss.
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von SPORT1

Borussia Dortmund ist auf der Suche nach Verstärkung für die Defensive.

In 18 Spielen hagelte es beim Tabellenzweiten bis dato 28 Gegentore. Zum Vergleich: Tabellenführer FC Bayern kassierte satte zehn Treffer weniger, selbst bei Arminia Bielefeld auf dem vorletzten Rang sind es nur 24 Gegentore. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

„Die Vielzahl der Gegentore und der individuellen Fehler ist zu hoch“, machte Ex-Bundesligaspieler Maik Franz im STAHLWERK Doppelpass auf SPORT1 deutlich.

„Sie kriegen zu viele Gegentore“, stellte auch SPORT1-Experte Stefan Effenberg fest: „Roses Spielphilosophie ist Offensive. Du brauchst aber eine Grundstabilität in der Defensive.“

BVB an Chelsea-Star Christensen interessiert

Doch nun könnte sich für BVB-Coach Marco Rose und dem BVB eine Chance auftun. Für Andreas Christensen neigt sich die Zeit beim FC Chelsea wohl dem Ende zu. Der Vertrag des Innenverteidigers läuft nach der Saison aus, eine Verlängerung gilt als unwahrscheinlich. Somit wäre der dänische Nationalspieler ablösefrei zu haben.

Und die Schwarz-Gelben sind nach SPORT1-Informationen heiß auf eine Verpflichtung. Da der BVB in der Innenverteidigung dringend Verstärkung sucht, wäre der 25-Jährige eine vergleichsweise kostengünstige wie spielstarke und erfahrene Lösung.

Egal wer in dieser Saison spielte, die Abwehr wackelte in steter Regelmäßigkeit. Außer Manuel Akanji, der sich jüngst einer Knie-Operation unterziehen musste und bereits mit dem ein oder anderen Top-Klub im Ausland in Verbindung gebracht wurde, erreichte kaum ein Verteidiger Normalform. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Abwehr um Hummels und Pongracic löchrig

Zwischenzeitlich kam Kritik an Abwehrchef Mats Hummels auf, der allerdings auch durch Knieprobleme gehandicapt war. Für den 33 Jährigen benötigt der BVB mittelfristig ohnehin einen Ersatz. Aber auch ohne den Routinier erwies sich die Defensive als löchrig.

Marin Pongracic, der den Klub mit hoher Wahrscheinlichkeit verlassen wird, und Abwehr-Aushilfe Axel Witsel spielten schwach. Auch Emre Can zeigte in der Abwehr nicht seine besten Leistungen.

Klar ist: Um die selbst gesteckten Ziele zu erreichen, muss sich der BVB in der Abwehr dringend verbessern. Christensen könnte die Lücke schließen.

Der BVB hatte 2021 einige Probleme, vor allem in der Defensive. Marco Rose hat in der Winterpause viel daran gearbeitet und nimmt vor allem Mats Hummels in die Pflicht.
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BVB-Problemstellen: Rose nimmt Hummels in die Pflicht

Zudem würde seine Verpflichtung für mehr Tiefe im Kader sorgen. „Ich glaube, es fehlt die Konkurrenzsituation in der Innenverteidigung. Hummels und Akanji sind top, aber es fehlt der Druck auf die Etablierten. Emre Can ist ein super Fußballer, aber er ist eben kein Innenverteidiger“, verdeutlichte Franz bei SPORT1 das Dilemma. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Christensen mischt Bundesliga bei Gladbach auf

Ein weiteres Plus des Dänen: Er kennt sich in der Bundesliga bestens aus. Als 19-Jähriger kam er per Leihe von Chelsea zu Borussia Mönchengladbach.

Bei den Fohlen absolvierte er in zwei Jahren 62 Liga-Pflichtspiele und stieg zu einem der besten Verteidiger in der Bundesliga auf. Sportdirektor Max Eberl versuchte alles, um Christensen zu halten - ohne Erfolg. Als gestandener Spieler kehrte er schließlich auf die Insel zurück.

Dort war er unter Antonio Conte noch einer der Leistungsträger. Doch unter Maurizio Sarri spielte er im Star-Ensemble der Blues keine große Rolle mehr und entwickelte sich zum Bankdrücker. „Ich habe nicht mehr so viel Geduld“, ließ er einmal sogar seinen Frust raus.

Auch Frank Lampard ließ Christensen mitunter auf der Bank schmoren.

Tuchel baut Christensen wieder auf

Erst unter Thomas Tuchel gehörte Christensen wieder zu den Gewinnern und stand nach dem Trainerwechsel erneut regelmäßig in der Startelf. Wie Tuchel einmal betonte, passe der Defensivspieler „perfekt hierher“ und sei noch lange nicht fertig.

„Er hat seinen Platz gefunden, er ist sehr stark, er ist sehr zuverlässig und er hat seine Grenzen noch nicht erreicht, denn in seinem Alter gibt es noch Raum für Verbesserungen“, so der Deutsche bei einer Pressekonferenz im Oktober.

Dementsprechend bastelte Chelsea auch bereits an einer Vertragsverlängerung. Diese scheiterte der Bild zufolge aber an den Gehaltsforderungen Christensens.

Der BVB kann nur hoffen, dass in London auch weiterhin kein neuer Deal zustande kommt - und die Dortmunder Abwehr künftig von Christensen profitieren kann.

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