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Hoffenheim: Bayern-Schreck Mijat Gacinovic auf dem Abstellgleis

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Hoffenheim: Bayern-Schreck Mijat Gacinovic auf dem Abstellgleis

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Bayern-Schreck auf Abstellgleis

Bayern-Schreck auf Abstellgleis

Im Mai 2018 noch sorgt Mijat Gacinovic für einen Gänsehautmoment gegen den FC Bayern München. Inzwischen ist der Mittelfeldmann bei der TSG Hoffenheim auf dem Abstellgleis.
Der SC Freiburg setzt sich im Pokal bei der TSG durch. Großen Anteil daran hat der frühere Hoffenheimer Vincenzo Grifo mit zwei Toren.
Christopher Michel
Christopher Michel

Besondere Momente der neueren Vereinsgeschichte von Eintracht Frankfurt sind eng mit Mijat Gacinovic verbunden. 2016 rettete der Serbe den Klub mit Tor und Vorlage in der Relegation vor dem Abstieg in die 2. Bundesliga.

Und am 19. Mai 2018? Da nahm er in der Nachspielzeit eine weite Reise auf sich und wurde zum vielumjubelten Helden am Main.

Gacinovic war im Mai 2018 Bayern-Schreck

Blicken wir zurück: Frankfurt verteidigte eine 2:1-Führung gegen den FC Bayern München mit Mann und Maus. Der erste Sieg im DFB-Pokal nach 30 Jahren war greifbar nahe, Schiedsrichter Felix Zwayer hatte bei einer grenzwertigen Szene nach gefühlt stundenlanger Ansicht der Bilder auf Eckball für die Münchner statt auf Elfmeter entschieden.

Die Eintracht befreite sich auch gegen den nach vorne geeilten Torhüter Sven Ulreich und der Ball landete kurz vor der Mittellinie bei Gacinovic. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Der vom damaligen Coach Niko Kovac spät eingewechselte Offensivakteur überlupfte den letzten Mann Kingsley Coman, rannte auf das leere Tor des FC Bayern zu – und schob den Ball nach einem schier endlos wirkenden Lauf zum 3:1 ein.

Die Entscheidung war gefallen, die Hessen nach 30 Jahren wieder Pokalsieger. Der Klub stieg innerhalb von zwei Jahren vom Kellerkind zum strahlenden Pott-Gewinner auf.

Und Gacinovic? Er war ein bei den Eintracht-Fans sehr beliebter Teil dieser Erfolgsgeschichte.

Ohne Einsatzchance in Hoffenheim

Rund 43 Monate liegt dieser besondere Moment inzwischen zurück. Um den Bayern-Schreck ist es ganz ruhig geworden, er ist inzwischen vollständig abgetaucht.

Im Sommer 2020 tauschten Steven Zuber und Gacinovic die Vereine Eintracht Frankfurt und TSG Hoffenheim. Ihr großes Glück fanden beide Profis bei ihren neuen Klubs aber nicht. Zuber ist inzwischen nach Griechenland verliehen und Gacinovic spielt im Kraichgau keine Rolle mehr.

Trainer Sebastian Hoeneß sagte bereits im Dezember über den Familienpapa: „Grundsätzlich fehlt ihm nichts, er hat auch schon gute Spiele gemacht. Aber wir haben eine gewisse Konkurrenzsituation und einen großen Kader, darunter leidet auch Mijat.“

Doch die Nackenschläge für den 26-Jährigen häufen sich.

Gacinovic: Seit dem vierten Spieltag ohne Einsatz

In den ersten vier Ligaspielen kam Gacinovic noch zum Einsatz, stand einmal sogar in der Startelf. Doch eine weitere Bundesligaminute kam seitdem nicht mehr hinzu. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Er pendelte zwischen Bank und Tribüne, auch beim 1:4-Aus im Pokal-Achtelfinale gegen den SC Freiburg fehlte der einstige Eintracht-Held komplett. Hoffenheim und Gacinovic? Es passt offenbar hinten und vorne nicht mehr zusammen.

Gacinovic steht am Scheideweg seiner Karriere. Nun schon seinen 2024 laufenden Vertrag notfalls auf der Tribüne absitzen und Geld abkassieren?

Wohl kaum. Die Rolle als Statist ohne nennenswerte Einsätze entspricht nicht seinen Ansprüchen. Gacinovic war zwar schon in Frankfurter Zeiten kein Profi, der für Unruhe sorgt und seinen Willen notfalls mit Druck durchsetzt.

Wie geht es weiter bei Gacinovic?

Der jetzige Zustand kann aber kein dauerhafter bleiben.

Ob ein sofortiger Abgang – sei es über Leihe oder Verkauf – klappt? Der Transfermarkt stockt in Coronazeiten, viele Klubs müssen ihre Kosten reduzieren.

Die TSG würde Gacinovic mit Sicherheit keine Steine in den Weg legen, Hoeneß findet kaum mehr Verwendung mehr für den fleißigen Mittelfeldspieler. Es ist ein heftiger Karrieresturz für den einstigen Eintracht-Legendenläufer und Bayern-Schreck. Aber womöglich erinnert sich der ein oder andere Klub an vergangene Tage und gibt ihm eine Chance auf ein Comeback.

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