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Jesse Marsch mit "schrecklicher Erfahrung" bei RB Leipzig - Frau an Brustkrebs erkrankt

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Jesse Marsch mit "schrecklicher Erfahrung" bei RB Leipzig - Frau an Brustkrebs erkrankt

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Marsch war bei RB in privater Not

Marsch war bei RB in privater Not

Jesse Marsch spricht über sein Aus bei RB Leipzig. Der US-Coach spricht von einem Kampf, der keinen Ertrag hatte - und einer schwierigen privaten Situation.
RB Leipzig hat die Reißleine gezogen und sich von Trainer Jesse Marsch getrennt. Torwart Peter Gulacsi gibt zu, dass sich das Aus des US-Amerikaners schon angedeutet hatte.
. SPORT1
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von SPORT1

Jesse Marsch blickt auf seine Zeit bei RB Leipzig zurück - und erklärt, wie es zu der einvernehmlichen Trennung kam.

Der US-Trainer war nur sechs Monate bei dem Bundesligisten im Amt, als ihm klar wurde, dass ein früher Abschied die bestmögliche Entscheidung für beide Seiten ist. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Die Einsicht kam ihm in der eigenen Küche - Marsch musste sich nach einer Corona-Infektion Ende November in Isolation begeben. „Ich war nicht bei der Mannschaft und sie haben nicht so gespielt, wie ich wollte“, erklärte der 48-Jährige jetzt im Interview mit The Athletic.

Dass etwas nicht stimmte, habe er schon seit einer Weile gefühlt, aber die Abschottung vom Rest der Welt habe ihm eine gewisse Distanz gegeben. „Als Trainer macht es mir Spaß, nahe beim Team zu sein, die Beziehung, bei den Jungs zu sein. Aber ich war in der Küche und habe Trainingseinheiten angeschaut.“ Besprechungen und Ansprachen habe er nur per Video abhalten können. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Marsch: Das Team hat nicht profitiert

„Ich coache von der Küche aus“, sagte Marsch: „Es war eine schreckliche Erfahrung.“ Vom Team getrennt zu sein habe ihm mehr Klarheit gegeben und ermöglicht, „auf mein Bauchgefühl“ zu hören.

Und weiter: „Ich habe in Leipzig gegen so viele Dinge angekämpft, um zu versuchen dahin zu kommen, wo ich hin wollte. Von diesem Prozess hat das Team nicht profitiert, habe ich nicht profitiert. Es schien nicht zu passen.“ (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Die Trennung habe ihn selbstverständlich traurig gemacht. „Aber es war eine Entscheidung, die wir alle zusammen getroffen haben. Es war das Beste für den Klub, in eine andere Richtung zu gehen.“ Er sei RB trotzdem sehr dankbar (vor Leipzig hatte er auch RB Salzburg trainiert).

„Ohne sie würde ich nicht in Europa trainieren.“

Marschs Frau Kim an Brustkrebs erkrankt

Dass schon der Start in Leipzig unter einem ungünstigen Stern stand, hatte übrigens einen ernsten privaten Hintergrund, wie der Trainer schilderte:

Kurz vor seinem Dienstantritt sei bei seiner Frau Kim Brustkrebs diagnostiziert worden. „Wir mussten eine schwierige Zeit durchstehen, weil wir nicht wussten, ob der Krebs heilbar war und wie viel Zeit sie noch hat.“

Es ging gut aus, Kim wurde operiert und kam zudem um eine Chemotherapie herum. „Kurz vor Weihnachten, als ich in Leipzig gerade den Job verloren habe, hat sie die Nachricht erhalten, dass wieder alles gut ist.“ Das habe ihm viel Zuversicht für das Jahr 2022 gegeben.

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