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Bundeslga, BVB: Marc-André Kruska bereut Absage an Real Madrid

Kruska bereut Absage an Real Madrid

Marc-André Kruska galt bei Borussia Dortmund als Supertalent. Doch Jürgen Klopp veränderte den Verlauf seiner Karriere entscheidend.
Nach dem Debakel gegen die Glasgow Rangers meldet sich der BVB mit einem Kantersieg zurück. Gegen die Borussia Mönchengladbach zeigt besonders Marco Reus eine sensationell starke Leistung.
Marc-André Kruska galt bei Borussia Dortmund als Supertalent. Doch Jürgen Klopp veränderte den Verlauf seiner Karriere entscheidend.

Als Marc-Andre Kruska am 13. November 2004 auf dem Betzenberg im Kaiserslautern eingewechselt wurde, galt er als die Nachwuchshoffnung von Borussia Dortmund schlechthin. 17 Jahre zählte der defensive Mittelfeldspieler, er war zu deisem Zeitpunkt der viertjüngste Debutänt der Bundesligageschichte.

BVB-Trainer Bert van Marwijk schickte Kruska für Patrick Kohlmann auf den Platz, wo er mit Größen wie Tomas Rosicky, Sebastian Kehl, Jan Koller, Dédé, Ewerthon und Kapitän Christian Wörns die 0:1-Niederlage allerdings nicht mehr verhindern konnte.

Doch Kruska hatte Eindruck gemacht und wurde zur festen Größe im Dortmunder Kader - bis Jürgen Klopp kam.

Kruska für Klopp-Fußball zu langsam

„Als Klopp 2008 Trainer wurde, saß ich fast nur noch draußen. Klopp hat eine Spielweise bevorzugt, für die ich zu langsam war“, sagte Kruska im Interview mit der Sport Bild und zog damals sofort die Konsequenzen: „Ich wollte aber nicht auf der Bank versauern, also musste ich leider weg vom BVB.“

2009 sollte es dann mit einem Wechsel funktionieren. Kruska hatte das Interesse diverser Klubs geweckt und konnte sich seine nächste Station im Prinzip frei aussuchen. Auch Real Madrid war an dem Dortmunder Eigengewächs interessiert.

„Als mein Berater mir vom Real-Interesse erzählte, wollte ich natürlich sofort dorthin. Wir sind nach Madrid geflogen, ich habe mir alles angeschaut und gesagt: ‚Alles klar, ich unterschreibe‘. Doch mein Berater sagte, dass auch Brügge mich wolle und ich es mir gut überlegen solle.“

Kruska wog die Optionen ab und entschied sich dann für den belgischen Vertreter. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Kruska bereut Absage an Real

„Bei Real hätte ich zunächst in der zweiten Mannschaft gespielt und dreimal pro Woche bei den Profis mit trainiert. Ich habe mich für die vermeintlich sicherere Variante entschieden“, erklärt der heute 34 Jahre alte Kruska den damaligen Entschluss. „In Brügge war ich sofort in der ersten Mannschaft.“

Der Plan des 18-maligen U21-Nationalspielers ging jedoch nicht auf. Das Abenteuer Brügge wurde nach nur sechs Monaten und 15 Einsätzen beendet. Kruska wechselte in nachfolgenden Sommer wieder zurück nach Deutschland, heuerte für fünf Jahre bei Energie Cottbus an.

„Im Nachhinein bereue ich meine Entscheidung, dass ich Real abgesagt habe. Ich hätte den Schritt nach Madrid einfach wagen sollen. Aber zumindest kann ich heute von mir behaupten, dass ich Real Madrid und Schalke abgesagt habe.“ (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Über die Umwege FSV Frankfurt und SC Paderborn zog es Kruska nach Luxemburg zum F91 Düdelingen, mit dem er auch in der Europa League spielte.

Kruska erlebt „andere Welt“ mit Düdelingen

„Das war eine andere Welt. Wir spielten meistens auf kleinen Sportanlagen wie in der Kreisliga. Düdelingen war zwar ein Dorfklub, aber wir waren allen anderen Erstligisten komplett überlegen.“ (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Mittlerweile kickt Kruska in der Landesliga beim FC Frohlinde. Er ist außerdem Co-Trainer der U19 des VfL Bochum und teilt dort seine Erfahrungen mit den Spielern.

„Nachdem ich meine Profi-Karriere 2019 wegen Verletzungen beenden musste, gab es Gespräche mit verschiedenen Vereinen, auch dem BVB. Daraus ist aber nie etwas Ernstes geworden. Der VfL hat großes Interesse gezeigt, und ich fühle mich als Co-Trainer der U19 pudelwohl hier.“

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