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BVB: Niklas Süle rechnet ab - „Andere Profis reden nur nicht drüber“

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BVB: Niklas Süle rechnet ab - „Andere Profis reden nur nicht drüber“

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Süle: „Andere reden nur nicht drüber“

Süle: „Andere reden nur nicht drüber“

Niklas Süle spricht über seinen Wechsel zu Borussia Dortmund - und darüber, was ihm zuvor gefehlt hat. Der Nationalspieler wehrt sich gegen anhaltende Vorwürfe.
Der Wechsel von Niklas Süle zum BVB sorgt seit seiner Verkündung im Frühjahr für Wirbel. Damit reiht der Verteidiger sich ein in eine kleine, aber prominente Liste.
. SPORT1
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von SPORT1

Niklas Süle hat sich in seinem ersten Interview als Neuzugang von Borussia Dortmund über fehlende Wertschätzung in seiner bisherigen Laufbahn beschwert. Der deutsche Nationalspieler war ablösefrei vom FC Bayern zum BVB gewechselt.

„In meiner Karriere wurde ich trotz aller sportlichen Erfolge nicht immer so respektiert, wie ich es meiner Meinung nach verdiene“, sagte Süle im BVB-Mitgliedermagazin. In den Gesprächen mit dem BVB sei ihm dieser Respekt „sofort und sehr glaubwürdig entgegengebracht“ worden, führte er aus.

Das Thema Wertschätzung hatte bei Süles Abschied aus München eine große Rolle gespielt. Bayerns Sportvorstand Hasan Salihamidzic hatte erklärt, dass es dem Rekordmeister am „nötigen Kleingeld“ gefehlt habe, um Süle zufriedenzustellen. Dieser hatte im Mai betont, dass er bei Bayern „nicht auf allen Ebenen“ das nötige Vertrauen gespürt habe.

Beim BVB hat Süle offenbar gefunden, was er suchte: „Es geht darum zu wissen, wie ich ticke, was ich einer Mannschaft geben kann, mit meiner Qualität als Fußballer und darüber hinaus als Mensch. Das hat mich sehr gefreut und bestärkt“, sagte der Verteidiger.

Süle: Das reizt mich am BVB

Der Schritt zur Borussia sei ein wohlüberlegter. „Beim BVB habe ich das Gefühl vermittelt bekommen, dass man von mir erwartet, dass eben Bayern nicht zum elften Mal hintereinander Meister wird, sondern ich zum sechsten Mal, diesmal mit dem BVB. Das reizt mich ungemein.“

In der Vergangenheit habe er sich häufig Kritik anhören müssen, monierte der 26-Jährige - unter anderem wegen seines angeblich nicht einwandfreien Lebenswandels.

„Wenn ich faul gewesen wäre, hätte ich nach so einer schweren Verletzung nie das Champions-League-Finale erreicht“, sagte er mit Blick auf seinen Kreuzbandriss im Oktober 2019.

Niklas Süle verlässt den FC Bayern in Richtung Borussia Dortmund. Uli Hoeneß kritisierte den Nationalspieler und bezeichnete sein Verhalten als "katastrophal". Solle Süle dankbarer sein?
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2 nach 10: Darum sollte Niklas Süle dem FC Bayern München dankbarer sein

Leute, die „sowas in die Welt setzen, sehen immer nur den Niklas Süle, der ehrlich zugibt, dass er gerne mal einen Burger isst oder ein Bier trinkt. Ja und? Meinst du, andere Profis machen das nicht? Die reden nur nicht drüber.“

Er habe schon viel erlebt. „Ich weiß, was ich kann und wo ich mich noch verbessern kann. Aber fehlenden Willen oder Faulheit lasse ich mir nicht unterstellen“, stellte der Abwehrrecke klar.

Neuzugang freut sich auf die Gelbe Wand

Mit Vorfreude blickt Süle auf die Spiele vor den BVB-Fans.

„Du hast als gegnerische Mannschaft hier gespielt, aber dich immer irgendwie auf dieses Spiel gefreut, weil es einmalig in Deutschland ist, wie die Gelbe Wand hinter dem Team steht“, schwärmte Süle. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Auf die Unterstützung der Fans baut der neue Abwehrmann der Dortmunder in der anstehenden Spielzeit. „Wenn wir es hinbekommen, die Fans mit gutem und ehrlichem Fußball jedes Wochenende für uns da zu haben, dann werden wir immer mit ein paar Prozent Vorteil in ein Spiel gehen“, prophezeite Süle.

Süle will BVB-Fans für sich gewinnen

Süle trägt mit seiner Zeit bei der TSG Hoffenheim und bei Bayern München eine blaue und rote Vergangenheit mit sich, Farben, die in Dortmund nicht gerne gesehen werden. Skeptische Fans will er aber schnell auf seine Seite ziehen.

„Ich kann das schaffen, indem ich gute Leistungen zeige und die Leute sehen: ‚Ey, der wirft sich für die Vereinsfarben rein‘, und das habe ich auf jeden Fall vor“, versprach der ehemalige Champions-League-Sieger.

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