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BVB: "Fehlinformation" - so kam es zur Horror-Verletzung von Mateu Morey

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BVB: "Fehlinformation" - so kam es zur Horror-Verletzung von Mateu Morey

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Morey: So kam es zur Horror-Verletzung

Morey: So kam es zur Horror-Verletzung

15 Monate, zwei Operationen und nach einer endlos scheinenden Reha hat Mateu Morey sein Comeback gefeiert. Der Knackpunkt seiner Regeneration war das Herausfinden der Verletzungs-Entstehung.
Borussia Dortmund steht nach einer Galavorstellung gegen Holstein Kiel im Endspiel des DFB-Pokals. Überschattet wird der Erfolg von einer Verletzung von Morey.
Lili Engels
Lili Engels

An diesen Moment erinnert sich wohl jeder BVB-Fan!

1. Mai 2021, DFB-Pokal-Halbfinale gegen Holstein Kiel, Spielstand 5:0, 72. Spielminute: Mateu Morey streckt sich nach dem Ball, bleibt unglücklich im Rasen hängen, überdehnt sein Knie und reißt sich fast alle Bänder.

Im pandemiebedingt leeren Stadion hallen seine Schmerzensschreie.

Nach seiner Verletzung sagte der Defensivspieler: „Wenn es anderthalb oder zwei Jahre dauert, dann ist es eben so. Aber ich werde zurückkommen“. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Mateu Morey: „Heute geht es mir hundertmal besser“

469 Leidenstage später war es endlich so weit. Der heute 22-Jährige stand wieder auf dem Platz, gab sein Comeback in der zweiten Mannschaft des BVB.

Im Magazin 11Freunde gab Morey nun Einblicke in seinen Genesungsprozess.

„Heute geht es mir hundertmal besser“ - um das ehrlich über die Lippen bringen zu können, hat sich Morey das Video seiner Verletzung immer wieder angeschaut - quasi als Motivation.

Schuld war eine Fehlinformation aus dem Gehirn

Der Spanier wurde zweimal operiert. Eine dritte Operation drohte, konnte aber gemeinsam mit Physiotherapeut Peter Kuhnt verhindert werden.

Mit Reha-Coach Dennis Morschel entwickelte der BVB-Spieler einen Etappenplan, um die Zeit bis zu einem möglichen Comeback zu strukturieren.

Auf dem Weg seiner Genesung wurde sogar herausgefunden, dass die Verletzung die Folge einer Bewegung war, die auf einer Fehlinformation beruhte, die vom Knie ans Gehirn gesendet worden war: „Es hat entweder zu wenige oder zu schlechte Informationen bekommen“, sagte Morschel.

Festgestellt wurde das von Ärzten der Universität Dortmund bei einer Untersuchung im Januar 2022.

Morey sieht nun „Licht am Ende des Tunnels“

Die Untersuchung habe gezeigt, „dass sich die Muskeln an Moreys rechtem Bein nicht gleichermaßen an der Arbeit beteiligen. Der Muskel an der Außenseite arbeitet mehr als der auf der Innenseite. Das birgt einerseits die Gefahr von Muskelfaserrissen, außerdem wird das Kraftpotenzial nicht richtig ausgeschöpft“, erklärte Morschel.

Auf Basis dieser Erkenntnisse wurde der Trainingsplan des Spaniers dann so angepasst, dass vor allem sein rechtes Bein gestärkt wird.

Ab diesem Zeitpunkt ging es steil bergauf. Am 10. Mai konnte Morey erstmals wieder in das Mannschaftstraining einsteigen. Am 13. August, 469 Leidenstage später, feierte der Defensivspieler sein Comeback in der zweiten Mannschaft des BVB. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Auf Instagram schrieb der 22-Jährige anschließend: „Licht am Ende des Tunnels“.

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