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Bundesliga-Vorschau: FC Bayern trifft auf sein Schreckgespenst

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Bundesliga-Vorschau: FC Bayern trifft auf sein Schreckgespenst

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Bayern trifft auf sein Schreckgespenst

Der Mainzer Höhenflug in fremden Stadien, Roses Leverkusen-Phobie und der BVB als Frankfurts Lieblingsgegner. Die Statistiken vor dem 12. Spieltag.
Manuel Neuer wird dem FC Bayern auch beim Spiel gegen den 1. FSV Mainz 05 fehlen. Julian Nagelsmann äußert sich zu einer möglichen Rückkehr seiner Nummer Eins.
Udo Muras
Udo Muras

Werder Bremen – Hertha BSC (Fr., 20.30 Uhr)

Von den letzten 15 Duellen verlor Werder zuhause nur eins gegen die Berliner. In der Abstiegssaison vor zwei Jahren gab es zuhause ein 1:4. Insgesamt feierten die Berliner in 38 Gastspielen an der Weser nur fünf Siege.

Und an einem Freitagabend war außer Spesen nichts gewesen, alle sechs Duelle zum Wochenendstart unter Flutlicht gewann Werder – seit 1973! Hertha ist auch aktuell freitags vier Spiele sieglos. Werder verlor erstmals unter Ole Werner zwei Spiele in Folge.

Bayern München – FSV Mainz 05 (Sa., 15.30 Uhr)

Die Bayern sind wieder auf Kurs, gewannen sieben der letzten acht Pflichtspiele und können mit einem Sieg zumindest für einen Tag die Tabellenführung zurückerobern. Zuletzt hatten sie die am 4. Spieltag. Gegen Mainz (Heimbilanz: 12-2-2) gab es zuletzt fünf Heimsiege (23:4 Tore) und seit dem 0:0 vor zehn Jahren immer Bayern-Tore.

Doch Vorsicht: der FSV führt die Auswärtstabelle an und hat Stehvermögen – er ist auch Erster in der Tabelle der 2. Halbzeit. Julian Nagelsmann verlor als Trainer noch kein Heimspiel gegen Mainz (6-1-0) und feierte seinen höchsten Bundesligasieg gegen diesen Gegner: 8:0 mit RB Leipzig am 2.11.2019.

Auf der Gegenseite aber sitzt der „schreckliche Svensson“, der einzige aktuelle Trainer mit positiver Bayern-Bilanz (2-0-1), übrigens auch als Spieler (3-2-2). Kommt Leon Goretzka zum Einsatz, überholt er in der Vereinswertung den Mann, der ihn bei der WM aufstellen soll: Hansi Flick (104x für Bayern). (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Eric Maxim Choupo-Moting ist gerade in der Form seines Lebens. Etwas, was sich der Kameruner hart erarbeitet hat. Julian Nagelsmann lobt die Einstellung des 33-Jährigen.
03:04
Julian Nagelsmann schwärmt von Eric Maxim Choupo-Moting: "Sehr guter Charakter!"

RB Leipzig – Bayer Leverkusen (Sa., 15.30 Uhr)

Marco Rose kann sich „Schöneres“ vorstellen als ein Heimspiel gegen Bayer Leverkusen: dreimal hat er es mit seinen Teams versucht, dreimal verloren. Nimmt man hinzu, dass Bayer seine beiden Siege gegen RB in Leipzig einfuhr, spräche einiges für eine RB-Pleite.

Abgesehen von der Aktualität: Real-Bezwinger Leipzig ist zuhause sechs Spiele ungeschlagen, Bayer verlor auswärts zuletzt zweimal und gewann nur eins der letzten sieben Bundesligaspiele. So dürfte das kriselnde Werksteam schon mit einem Punkt zufrieden sein, es wäre das 400. Unentschieden in der Bundesliga. Zumal Leipzig im Oktober noch kein Bundesligaheimspiel verlor (9-2-0).

VfL Wolfsburg – VfL Bochum (Sa., 15.30 Uhr)

Im Vorjahr gab es zweimal Magerkost, der Gastgeber gewann jeweils mit 1:0. Ein 0:0 gab es aber nur einmal, das einzige Remis in Wolfsburg im Februar 2001 war zugleich das Retter-Comeback des damals 63jährigen Rolf Schafstall auf der Bochumer Bank.

Kurios: wenn Wolfsburg in diesem VfL-Duell das 1:0 (9x) erzielte, hat es auch immer gewonnen. Für Wölfe-Trainer Niko Kovac ist es die Bochum-Premiere, als Spieler aber blieb er ungeschlagen (10x) gegen den Revierklub, der auswärts noch punktlos ist. Verliert er auswärts auch das sechste Spiel, stellt er seinen Minusrekord von 1994 ein. Wolfsburg ist diese Saison erstmals vier Spiele ungeschlagen. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

VfB Stuttgart – FC Augsburg (Sa., 15.30 Uhr)

Gegen den FCA hat der VfB immer noch eine negative Bilanz (8-1-9), zuhause ist sie dank einer Serie von drei Siegen nun aber positiv (5-1-3). Nur ein Duell in neun gemeinsamen Bundesligajahren endete Unentschieden und blieb torlos (0:0 am 23.9.2017).

Gegen den VfB hat Augsburg seine beste Tordifferenz (+12). Der VfB gewann zuhause zwei Pflichtspiele in Folge zuhause, kassierte aber in der Liga in Stuttgart 27x in Folge mindestens ein Tor und will die Rekordserie endlich stoppen. Doch Augsburg hat auswärts schon so oft gewonnen wie in der kompletten letzten Saison (3x). Schön spielen sie eher nicht: keiner hat mehr Karten gesammelt (39) und weniger den Ball (43%).

Eintracht Frankfurt – Borussia Dortmund (Sa., 18.30 Uhr)

Gegen die Eintracht hat der BVB schon 47 Bundesligasiege eingefahren und damit die meisten. Im Vorjahr gab es die vollen sechs Punkte gegen die Hessen, die zuhause seit November 2016 (2:1) nicht mehr gegen Borussia gewannen – aber in den letzten 12 BVB-Duellen immer trafen. Von 98 endeten übrigens nur zwei torlos, zuletzt am 11. April 1990.

BVB-Trainer Edin Terzic hat die Entwicklung von Julian Brandt lobend hervorgehoben. Der Nationalspieler zeigte zuletzt wiederholt gute Leistungen.
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Borussia Dortmund: Edin Terzic mit Sonderlob für Julian Brandt

Eintracht-Trainer Oliver Glasnerkennt nur Niederlagen gegen Dortmund (0-0-5). Die Eintracht gewann ihre letzten drei Pflichtspiele, der BVB reihte zuletzt drei Auswärtsniederlagen aneinander – mehr gab es zuletzt unter Jürgen Klopp im Herbst 2014 (4). Mats Hummels holt mit seinem 322. BVB-Einsatz in der Bundesliga Kultkicker Dedé ein und teilt sich mit ihm den dritten Platz im Klubranking.

  • „Die Bayern-Woche“, der SPORT1 Podcast zum FCB: Alle Infos rund um den FC Bayern München – immer freitags bei SPORT1, auf meinsportpodcast.de, bei Spotify, Apple Podcasts und überall, wo es Podcasts gibt

Union Berlin – Borussia Mönchengladbach (So., 15.30 Uhr)

Am Sonntag kommt es zum Duell der lauffreudigsten Mannschaft (118,3 km pro Spiel) gegen die lauffaulste (109,6 km). Union hat sich die Tabellenführung also buchstäblich erlaufen, mit einem Sieg behält sie sie zum 7. Mal.

Gegen Borussia kam das häufiger vor als Niederlagen (3-2-1), zuhause gab es noch keine (2-1-0). Auch nicht im Pokalhalbfinale 2001, als der damalige Drittligist den damaligen Zweitligisten im Elfmeterschießen rauswarf. Borussia wartet aber nicht nur auf ihren ersten Sieg in der Alten Försterei, sondern auch auf den ersten Auswärtssieg unter Daniel Farke, mit dem es meist Remis gab (0-4-1). Klappt es diesmal endlich, wäre auch der 750. Gladbacher Bundesligasieg zu feiern. Wird schwer, da Union nur drei der letzten 41 Heimspiele verlor und seit elf gar keins mehr.

Schalke 04 – SC Freiburg (So., 17.30 Uhr)

Mit Trainer Nummer 51 und damit den meisten überhaupt seit 1963 geht Schalke in dieses Bundesligaspiel. Thomas Reis muss gleich mal die Einstellung eines negativen Vereinsrekords verhindern – die sechste Niederlage in Folge droht (wie 1971, 1972 und 2020). Gegen Freiburg indes gab es sechsmal in Folge keinen Sieg und zuletzt drei Niederlagen.

Die Heimbilanz ist knapp positiv (7-8-6). Gutes Omen: Reis gewann sein einziges Heimspiel gegen den SC (2:1 mit Bochum). Der Gast (3. Platz) spielt die beste Saison seiner Geschichte, hat aber ein latentes Problem mit Aufsteigern: von 26 Duellen wurden nur neun gewonnen, wohl aber das jüngste (2:0 gegen Bremen).

1. FC Köln – 1899 Hoffenheim (So., 19.30 Uhr)

Nach Einstellung der höchsten Niederlage unter Steffen Baumgart (0:5 in Mainz) soll die Wiedergutmachung ausgerechnet gegen Hoffenheim gelingen? Die gewann dieses Duell schließlich acht Mal in Folge, was ihr gegen keinen anderen Klub in der Bundesliga glückte. Selbst zuhause sind die Kölner Zahlen miserabel: 2-3-6.

Zudem hat Baumgart gegen die TSG nie gewonnen (0-1-3). Klappt‘s doch, so wäre es der 444. Kölner Heimsieg in der Bundesliga. Für die TSG hätte das ihre Neutralität zur Folge – 175 Bundesligasiegen stünden dann auch 175 Niederlagen gegenüber. Gut möglich, denn sie mag den Sonntag nicht (zuletzt 4x sieglos).

Alles zur Bundesliga auf SPORT1:

Berti Vogts übernimmt am 18. November 2000 den Trainerposten bei Bayer 04 Leverkusen. Der erhoffte Erfolg bleibt allerdings aus - nur sechs Monate hält sich der Ex-Bundestrainer im Amt.
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SPORT1 Bundesliga Classics: Missverständnisse Berti Vogts bei Bayer Leverkusen