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FC Bayern: Anders als Robert Lewandowski! So tickt Bayerns Eric Maxim Choupo-Moting

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FC Bayern: Anders als Robert Lewandowski! So tickt Bayerns Eric Maxim Choupo-Moting

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Besser als Lewandowski?

Eric Maxim Choupo-Moting ist Bayerns Mann der Stunde. Der 33-Jährige glänzt auf dem Platz - und führt ein lockeres Leben daneben. Über einen Mann, der sein Lächeln nie verloren hat.
Eric Maxim Choupo-Moting begeistert aktuell mit seinen Leistungen beim FC Bayern. Serge Gnabry hat seinen eigenen Ansatz, woher dieser Erfolg kommt.
Christopher Mallmann
Christopher Mallmann

Eric Maxim Choupo-Moting ist ein lockerer Typ. Sein Lachen ist ansteckend, die Haare blond gefärbt.

Manchmal schwingt er die Hüften, wenn er Tore schießt, als wäre er immer noch auf dem Bolzplatz, auf dem er als Kind das Spielen begonnen hat. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

„Er ist ein sehr guter Tänzer, habe ich mal gelesen“, sagte Bayern-Coach Julian Nagelsmann vor dem Pokal-Spiel in Augsburg und es fällt nicht schwer, sich das vorzustellen.

Choupo-Moting ist groß: 1,91 Meter. Größer als Robert Lewandowski, der jetzt nicht mehr da ist. Der Pole war Bayerns Goalgetter, und das jahrelang. Jetzt ist Choupo-Moting dafür zuständig, zumindest ersatzweise, seit Nagelsmann ihm mit Startelf-Einsätzen das Vertrauen schenkt.

Choupo-Moting kleidet sich bunt

Sein Lebensmotto hat er mal im Bayern-Interview verraten: „Dass man sich selbst findet, bei sich bleibt, dass man Freude hat und das auch auf andere ausstrahlt. Warum lebt man? Man sollte sich nicht verstellen, nicht verstecken.“ (Zum Interview des FC Bayern)

Verstecken passt sowieso nicht zu Choupo-Moting. Der 33-Jährige kleidet sich gerne bunt, manchmal besucht er Modeshows wie im September in Mailand. Choupo-Moting ist auffällig. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

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„Ich gehe jeden Tag mit einem Lächeln ins Training“, sagte er vergangenes Jahr. Das zahlt sich aus. Seine Lebensfreude ist auf dem Platz zu spüren. Vier Tore machte er in drei Partien, dazu gab er zwei Vorlagen. Oder anders formuliert: Er war in den letzten drei Pflichtspielen im Schnitt alle 37 Minuten an einem Treffer beteiligt.

Lewandowski bleibt unerreicht

Seit Choupo-Moting spielt, ist Bayern von einem anderen Geist durchdrungen. Wacher, unbekümmerter, das Spiel: erfolgreicher.

„Seit Choupo drin ist, harmonieren wir da vorne sehr gut. Er trifft, das ist wichtig für das Selbstvertrauen, das hilft uns sehr“, sagte Serge Gnabry nach dem Sieg bei der TSG Hoffenheim.

Trotzdem ist Choupo-Moting kein Lewandowski. Dessen Weltruhm, dessen Torquote wird er nie bekommen. Im Bayern-Trikot erzielte Choupo-Moting in der Bundesliga alle 152 Minuten ein Tor - Lewandowski traf im Schnitt alle 89 Minuten, in deutlich mehr Spielen.

Choupo-Moting war Lewandowskis Backup. Aber ein Backup, der nicht mosert, wenn er nicht spielt, und der Leistung zeigt, wenn er gefragt ist!

Im Schnitt brauchte er für den FC Bayern in der Liga 4,9 Torschüsse für einen Treffer und nutzte 50 Prozent seiner Großchancen. Werte, die nicht weit von Lewandowskis Statistiken (4,6 Torschüsse/Tor, 56 Prozent der Großchancen) entfernt sind. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Nagelsmann schwärmt von Choupo-Moting

37 seiner 48 Bundesliga-Spiele für die Münchner hat er als Joker bestritten. Jetzt gibt ihm Nagelsmann die Chance in der Startelf. „Fußballerisch ist er herausragend, hat eine gute Technik, einen guten Körper“, erklärt der 34-Jährige seine neue alte Nummer neun. Zwei Jahre und vier Monate trennen die beiden.

Lange hat der FC Bayern nach einem Nachfolger für Robert Lewandowski gesucht. Eric Maxim Choupo-Moting könnte der lang ersehnte Ersatz sein. Trainer Julian Nagelsmann erklärt jedoch, warum der Vergleich nicht ganz passend ist.
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Bayern München: Julian Nagelsmann erklärt die Rolle von Eric Maxim Choupo-Moting

Choupo-Moting ist schwer zu verteidigen: Vor seinem 2:0 gegen den SC Freiburg bekam er den Ball von Leroy Sané, Matthias Ginter war nah an ihm dran, aber nicht nah genug - und Bayerns Stürmer versenkte den Ball im langen Eck.

Lob bekommt er viel. Der Stürmer tue der Mannschaft „einfach nur gut“, sagt Sky-Experte Lothar Matthäus.

„Es gibt nichts, was Choupo nicht kann“, meint Christian Heidel beim kicker. Heidel und Choupo-Moting haben in Mainz zusammengearbeitet, der eine Sportdirektor, der andere Stürmer.

Choupo-Moting spielte gegen den Abstieg und um die Champions League

Die große Welt hat Choupo-Moting im Ausland kennengelernt. Mit Stoke City kämpfte er gegen den Abstieg, mit PSG um die Champions League. Die Bayern besiegten ihn, vielleicht ging er deshalb zu ihnen. Sein Lächeln hat er nie verloren.

  • „Die Bayern-Woche“, der SPORT1 Podcast zum FCB: Alle Infos rund um den FC Bayern München – immer freitags bei SPORT1, auf meinsportpodcast.de, bei Spotify, Apple Podcasts und überall, wo es Podcasts gibt

Choupo-Moting interessiert sich für Museen, für die urbane Pop- und Modeszene. Für Kunst. Das hat er im Interview mit Goal verraten.

Eigentlich ist seine Welt in Hamburg, dort ist er groß geworden. Er selbst bezeichnet sich als Hamburger Jung. Altona, St. Pauli, das waren die Pflaster seiner Jugend.

Choupo-Moting spielte für den HSV, für Nürnberg, Mainz und Schalke. Für alle Klubs erzielte er auch Tore. Kurioserweise wurde für ihn noch nie eine Ablösesumme gezahlt, Choupo-Moting wechselte immer ablösefrei oder auf Leihbasis.

Bei den Bayern scheint es am besten zu funktionieren. Insgesamt kommt er auf 23 Treffer in 68 Pflichtspielen - für keinen anderen Klub in seiner Karriere traf Choupo-Moting so oft.

Ob er über sein Vertragsende im Sommer 2023 hinaus in München bleiben wird, steht noch in den Sternen. „Wir sind mitten in der Saison und konzentrieren uns jetzt voll auf die sechs Spiele, dann ist erstmal WM. Wenn der Zeitpunkt kommt, setzen wir uns zusammen“, sagte Vorstandschef Oliver Kahn über den 33-Jährigen.

Choupo-Moting mit kamerunischen Wurzeln

Sein Vater kommt aus Kamerun, seine Mutter ist Deutsche. Choupo-Moting spielt für die kamerunische Nationalmannschaft. Auch bei der WM in Katar ist er sehr wahrscheinlich dabei.

Dass es so gut für ihn läuft, könnte an den Haaren liegen – glaubt zumindest Kumpel Gnabry: „Seit er die gefärbt hat, läuft‘s bei ihm“, scherzte der Stürmer am Samstag. (VIDEO: Gnabry verrät: Darum trifft Choupo-Moting wie er will)

Choupo-Moting ist nicht wie Lewandowski. Er ist anders. Aber vielleicht gerade deshalb richtig für die Bayern.

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