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Bundesliga: Diese Regeln ändern sich in der neuen Saison

Nachspielzeit wird noch länger

Zur neuen Saison hat die Bundesliga wieder einmal ein paar Regeländerungen erhalten. Nicht alle davon bringen mehr Klarheit in die verschiedenen Vorschriften.
Bayern-Juwel Jamal Musiala glänzte mit einem tollen Treffer beim 4:2-Testspielsieg gegen die AS Monaco. Für die kommende Saison steckt er sich höhe persönliche Ziele.
Zur neuen Saison hat die Bundesliga wieder einmal ein paar Regeländerungen erhalten. Nicht alle davon bringen mehr Klarheit in die verschiedenen Vorschriften.

Das Finale der abgelaufenen Saison hat eindrucksvoll bewiesen, wie entscheidend lange Nachspielzeiten sein können. Der Aufstieg in die erste und zweite Bundesliga entschied sich jeweils erst in der Nachspielzeit des letzten Spieltags in Liga zwei und drei. Künftig werden die Fußballfans sich auf noch längere Nachspielzeiten einstellen müssen.

So soll jetzt auch die Zeit, die beim Torjubel verschenkt wird, am Ende der Halbzeit nachgespielt werden. Das bestätigte Schiedsrichterlehrwart Lutz Wagner im Gespräch mit der Sportschau. So lange Nachspielzeiten wie bei der WM in Katar dürften in der Bundesliga dennoch die Ausnahme bleiben: „Wir wollen die Spiele nicht extrem ausdehnen“, erklärte Wagner.

Eine Neuerung der aktuell laufenden Frauen-WM ist, dass die Schiedsrichterinnen die Entscheidung nach Videobeweis über ein Mikrofon verkünden. Diese Praxis wird ebenfalls nicht in die Bundesliga Einzug erhalten. Die FIFA müsse das Konzept noch weiter ausarbeiten und teste das Vorgehen lediglich bei der WM.

Abseits- und Handspielregel werden erneut verändert

Bei der Abseitsregel wurde die Auslegung beim Pass vom Gegner überarbeitet. Ab dem ersten Spieltag ist die Abseitsstellung eines Angreifers nur noch dann aufgehoben, wenn ein Verteidiger den Ball unter „kontrollierten Bedingungen“ gespielt hat. Nach Experten-Einschätzungen wird das dazu führen, dass in diesen Situationen häufiger Abseits entschieden werden wird als bisher.

Beim Handspiel im Strafraum soll es in der Zukunft weniger Gelbe Karten geben. Die Schiedsrichter sind jetzt angehalten, die Verwarnung lediglich Spielern zu zeigen, die einen gefährlichen Torschuss oder ein Zuspiel für eine vielversprechende Situation verhindern. Hinzu kommt die Verwarnung für Feldspieler, die illegal als Torwart mit den Händen agieren. Am Elfmeter ändert diese Regelung natürlich nichts.

Zuletzt wird auch die Notbremse abgeschwächt: Bei einem Tackling, das dem Ball gilt, sollen die Schiedsrichter jetzt nur noch die Gelbe Karte zeigen. Den Platzverweis gibt es demnach nur noch, wenn der Verteidiger keine Chance auf den Ball hatte.

Es bleibt abzuwarten, wie nachvollziehbar die Regeln in der neuen Saison angewendet werden. Zuletzt sorgten die Entscheidungen der Bundesliga-Schiedsrichter bei den Fans immer mal wieder für Kopfschütteln.

Eine naheliegende Änderung betrifft eine Situation, die im WM-Finale zwischen Frankreich und Argentinien für Aufsehen sorgte. Vor dem Tor zum 3:2 durch Lionel Messi waren bereits argentinische Ersatzspieler zum Jubeln auf dem Spielfeld. Nach altem Regelwerk hätte das Tor nicht zählen dürfen. Nun wird der entsprechende Freistoß nur noch gegeben, wenn die Auswechselspieler ins Spielgeschehen eingreifen.