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BVB-Star gesteht: "Es geht mir immer wieder schlecht"

BVB-Star: “Hat sehr weh getan“

Der BVB verspielt in der vergangenen Bundesliga-Saison am letzten Spieltag zu Hause die Meisterschaft. BVB-Star Julian Ryerson erinnert sich noch genau an den „schlimmsten Moment“.
Borussia Dortmund verspielt am letzten Spieltag doch noch die Meisterschaft. In der Dortmunder Innenstadt herrscht bei zahlreichen BVB-Fans Fassungslosigkeit und tiefe Trauer.
Der BVB verspielt in der vergangenen Bundesliga-Saison am letzten Spieltag zu Hause die Meisterschaft. BVB-Star Julian Ryerson erinnert sich noch genau an den „schlimmsten Moment“.

Auch wenn es schon fast vier Monate zurückliegt, das dramatischen Saisonfinale der Bundesliga ist weiterhin sehr präsent. Die Dortmunder verspielten am 34. Spieltag im Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 die Tabellenführung und der FC Bayern wurde dank eines Treffers von Jamal Musiala noch Meister.

BVB-Star will nicht über das Saisonfinale reden

BVB-Spieler Julian Ryerson hat das Scheitern hautnah miterlebt, denn der Außenverteidiger stand in der Startelf und wurde in der 79. Minute ausgewechselt.

In einem vereinsinternen Interview erklärte der Norweger zunächst: „Ich habe alles drumherum aufgesaugt. Aber so viel kann und will ich darüber nicht sagen.“

Doch dann führte er aus: „Nach dem Spiel war ich wie jeder andere auch in mir selbst versunken. Manchmal passieren solche Dinge. Nur das war der schlimmste Moment dafür, der möglich gewesen wäre. Das hat sehr weh getan.“

Auf Nachfrage, ob es bis heute noch schmerzen würde, betonte der 25-Jährige erneut, dass er nicht mehr darüber sagen kann und will.

„Ich habe versucht, den Tag wegzustecken und zu verarbeiten. Es geht mir immer wieder schlecht, wenn ich daran denke. Es kommt immer wieder hoch. Es ist deswegen generell sehr schwierig, über mein erstes halbes Jahr in Dortmund zu sprechen“, ergänzte Ryerson, der im Januar von Union Berlin zum BVB gewechselt ist.

Der Außenverteidiger begründete es damit, dass er zwar für sich persönlich einen Schritt nach vorne gemacht habe, indem er in der Champions League spielen durfte und viele Einsätze in der Bundesliga bekam, aber die Mannschaft trotzdem am Ende der vergangenen Saison „riesengroße Enttäuschung erlebt“ habe.

Er versicherte dabei zugleich: „Wenn man nur logisch denkt - und nicht emotional -, dann war es ein gutes Jahr für mich persönlich. Aber ich bin nie zufrieden. Ich will immer mehr, habe den Hunger und will mich verbessern. Wir werden wieder angreifen.“

Er betonte zudem, dass die Mannschaft die richtigen Schlüsse aus dem Saisonfinale gezogen habe. „Wir haben gezeigt, dass wir angreifen können.“