Franz Beckenbauer ließ in den frühen 80er-Jahren seine glorreiche Bundesliga-Karriere beim Hamburger SV ausklingen – und auch sein ehemaliger Bayern-Mitstreiter Uli Hoeneß wäre beinahe bei den Hanseaten gelandet, weshalb sein weiterer Lebensweg eine ganz andere Wendung hätte nehmen können.
Der geplatzte Hoeneß-Deal, der alles verändert hätte
Geplatzter FCB-Deal hätte alles verändert
Im September 1978 war der langjährige Bayern-Offensivakteur drauf und dran, im Alter von 26 Jahren auf Leihbasis zum damals erfolgreicheren HSV zu wechseln, da er bei den Münchnern seinen Stammplatz verloren hatte.
Bei der medizinischen Untersuchung stellte der HSV-Mannschaftsarzt jedoch Knieprobleme fest, weshalb der Transfer letztlich scheiterte. Er hätte seinerzeit sonst „beim HSV unterschrieben“, erklärte Hoeneß nun in der Sport Bild.
Hoeneß ab 1979 Manager beim FC Bayern
„Hätte mich also im November 1978 nicht zum 1. FC Nürnberg ausleihen lassen“, fuhr der heute 71-Jährige fort. „Hätte dort nicht meinen Freund Werner Weiß kennengelernt, mit dem ich eine Wurstfabrik gründete, die heute meinen Kindern gehört und 300 Leute beschäftigt.“
Und vor allem: „Ich wäre in München in die Revolution hineingeraten, die Breitner, Rummenigge, Maier, Kapellmann anzettelten, um die Verpflichtung des Trainers Max Merkel zu verhindern und die den Rücktritt des Präsidenten Wilhelm Neudecker zur Folge hatte.“
Eben jener Neudecker, der kurz vor seinem Abgang noch einen glorreichen Einfall hatte, als er Hoeneß „gefragt hatte, ob ich mir nicht vorstellen könne, Manager des FC Bayern zu werden. Ich wäre es also nie geworden, wenn ich nicht in Nürnberg gewesen wäre.“
Nachdem er im Alter von 27 Jahren wegen seiner Knieverletzung seine Karriere beendet hatte, übernahm Hoeneß zum 1. Mai 1979 den Managerposten bei den Bayern und machte aus dem damals verschuldeten sowie sportlich kriselnden Klub eine der ersten Adressen im europäischen Fußball.