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DAZN-Chefin macht ungewöhnlichen Vorschlag: Ist DAS die Zukunft der Bundesliga?

DAZN-Chefin mit besonderem Wunsch

Die Chefin von DAZN hat einige Wünsche an die Bundesliga. Ein Vorschlag ist sehr außergewöhnlicher Natur.
DAZN-Chefin Alice Mascia hat diverse Pläne für die Bundesliga
DAZN-Chefin Alice Mascia hat diverse Pläne für die Bundesliga
© IMAGO/Kirchner-Media
Die Chefin von DAZN hat einige Wünsche an die Bundesliga. Ein Vorschlag ist sehr außergewöhnlicher Natur.

Wo hört der Sport auf und wo fängt das Showgeschäft an? Die Übergänge sind im deutschen Spitzenfußball längst fließend. Die Chefin von Streaminganbieter DAZN hat nun einen ungewöhnlichen Vorschlag gemacht, um die Stars den Fans noch näher zu bringen.

Alice Mascia erklärte im Interview mit der Sport Bild, dass die „Wunschliste“ an die Bundesliga lang sei: „Da wären zum Beispiel Interviews kurz vor dem Spiel mit den Profis. Wenn das Formel-1-Piloten direkt vor dem Rennen können, sollte das auch bei Fußballern möglich sein.“

Mascia ist der Meinung, „dass die Fans diese Emotionen miterleben möchten.“

Mikrofone am Trikot? „Das ist die Zukunft“

Ginge es nach der DAZN-Chefin, könnte man auch Bilder aus den Umkleiden, die lange als das letzte Heiligtum im Fußball galten, senden: „Ich könnte mir auch Kameras in den Kabinen vorstellen“ meinte sie.

Und selbst für die Übertragung der Partien hat Mascia weitere Vorschläge parat: „Richtmikrofone rund ums Spielfeld oder am Körper der Spieler“, seien durchaus vorstellbar: „Da plädiere ich an die Ligen, sich zu öffnen. Denn das ist die Zukunft.“

Was nach einem weitgehenden Eingriff in den bekannten Fußballalltag klingt, ist allerdings nicht völlig neu. Bei Testspielen sind beispielsweise schon Spieler mit Kameras auf der Brust aufgelaufen. In US-Sportarten wie der NFL tragen Profis ab und zu auch Mikrofone in ihren Helmen.

Und die Umkleiden sind schon länger keine reine Tabuzone für Kameras mehr. Diverse Vereine haben in den vergangenen Jahren Videocrews ins Reich der Spieler eingeladen, um dort Dokumentationen für Anbieter wie Amazon Prime, Netflix oder die hauseigenen Kanäle drehen zu lassen.

Neuerungen wie von ihr vorgeschlagen gebe es „bereits in vielen anderen Sportarten“, betonte Mascia: „Keiner möchte, dass Fußball hier hinter alle anderen zurückfällt. Es wäre schade, wenn die größte Sportart in Deutschland altmodisch bleibt und versucht, sich gegen alles Neue zu sperren.“