Die Schlussphase bei der knappen 1:2-Niederlage seines SC Freiburg bei Tabellenführer Bayer 04 Leverkusen kostete Christian Streich mal wieder viele Nerven.
Fehlentscheidungen? Christian Streich tobt bei der Niederlage in Leverkusen
Fehlentscheidungen? Streich tobt
Streich, der für seine emotionale Art während des Spiels bekannt ist, zeigte sich mit einigen Entscheidungen von Schiedsrichter Daniel Siebert während des Bundesliga-Spiels nicht zufrieden. Zunächst forderte er lautstark einen Elfmeter, dann kam es zu einer kleinen Auseinandersetzung an der Seitenlinie, als der Trainer bei einem Einwurf das Spiel schnell machen wollte, Siebert aber das Spiel unterbrach und Leverkusen so wechseln konnte.
Als der Referee dann in der Nachspielzeit einen für Streich vermeintlich klaren Freistoß nicht gab, verlor der Trainer endgültig die Nerven: Er machte seinem Frust am Spielfeldrand lautstark Luft und beschwerte sich bei Siebert, der Streich folgerichtig die Gelbe Karte zeigte.
Auch nach dem Spiel hatte sich der 58-Jährige noch nicht beruhigt. Wutentbrannt stürmte er auf das Feld und stapfte in die Richtung des Schiedsrichters. Bevor er seinem Ärger erneut Luft machte, zog er seine Spieler, die sich ebenfalls beschwert hatten, zur Seite. Dann bekam Siebert erneut sein Fett weg. Erst danach beruhigte sich Streich wieder.
Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel hatte sich der Freiburg-Coach wieder beruhigt - und hinterfragte sein eigenes Auftreten. „Ich war zu wild, ich muss ruhiger sein“, sagte er.
Bundesliga: Streich schwärmt von Wirtz
An der verdienten 1:2-Niederlage konnte Streich mit seinen Beschwerden ohnehin nichts ändern. Florian Wirtz hatte Leverkusen mit einem sehenswerten Treffer in Führung gebracht, ehe der Nationalspieler auch das zweite Tor mit einem tollen Solo vorbereitete.
„Das 1:0 ist absolute Weltklasse. Das können wir einfach nicht verteidigen“, schwärmte Streich bei DAZN von Wirtz: „Das ist unfassbar, das können nur Sané und er.“ Danach wirkt Streich aufgrund der Qualität des 20Jährigen fast sprachlos: „Was sollst du da sagen?“
Mit seiner eigenen Mannschaft zeigte sich Streich trotz der Niederlage durchaus zufrieden: „Wir mussten so spielen, wie wir gespielt haben und die Jungs haben es sehr gut gemacht. Natürlich war Leverkusen klar überlegen, aber wie sollen wir es anders machen.“
Gerade nach dem 1:2-Anschlusstreffer von Manuel Gulde in der 70. Minute sei sein Team dann super im Spiel gewesen. „Wir haben alles auf dem Platz gelassen und haben es gegen so eine unglaublich gute Mannschaft taktisch sehr gut gemacht. So dagegenzuhalten mit unseren Mitteln“, lobte Streich.
In der Tabelle bleibt Freiburg nach der Niederlage achter. In der kommenden Woche geht es für den SCF daheim gegen Borussia Mönchengladbach.