Ziemlich mühelos hat die TSG Hoffenheim die eigene Schwächephase und den überraschenden Lauf des VfL Bochum mit einem Schlag beendet. Die Kraichgauer, die zuvor in fünf Pflichtspielen sieglos waren, gewannen zum Auftakt des 14. Spieltags 3:1 (2:0) gegen die Westfalen. Der VfL war vor der Begegnung fünf Partien ungeschlagen.
TSG-Star überrascht mit Müller-Vergleich
TSG-Star vergleicht sich mit Müller
Ein Eigentor des Serben Erhan Masovic (32.) brachte die TSG auf die Siegerstraße. Danach trafen Torjäger Andrej Kramaric (43.) und Joker Ihlas Bebou (76.) für die Hoffenheimer, die mit 23 Punkten auf dem sechsten Platz bleiben. Der eingewechselte Goncalo Paciencia (90.) traf spektakulär für die Bochumer (13 Zähler), die auf Rang zwölf keine weiteren Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sammeln konnten.
“Vielleicht bin ich wie Thomas Müller“
Im DAZN-Interview überraschte Kramaric dann mit einem Vergleich: „Vielleicht bin ich da ein bisschen wie Thomas Müller“, sagte der Stürmer-Star als er auf seine drei Torbeteiligungen angesprochen wurde.
Patrick Osterhage war nach der Partie enttäuscht: „Im Endeffekt sind wir nicht zufrieden, wir fahren hier mit null Punkten nach Hause.“ Der Mittelfeldspieler sprach die schwache Chancenverwertung an: „Wir waren nicht effektiv genug und mit Ballbesitz gewinnst du keine Spiele.“
Vor lediglich 16.023 Zuschauern in der Sinsheimer Arena hätte Wout Weghorst die Gastgeber eigentlich schon nach 130 Sekunden in Führung bringen müssen. Der niederländische Nationalstürmer traf aus kurzer Distanz aber nur VfL-Torwart Manuel Riemann.
Die Gäste, die auf den gesperrten Innenverteidiger Keven Schlotterbeck verzichten mussten, ließen sich von dem Schreckmoment nicht beeindrucken. Der VfL hatte in der Folge das Spiel weitgehend unter Kontrolle und war phasenweise sogar die bessere Mannschaft.
Kramaric brilliert
Erst ein Freistoß von Kramaric sorgte wieder für etwas Gefahr vor dem Bochumer Tor (20.). Grundsätzlich fiel den Hoffenheimern, bei denen der erkältete Senkrechtstarter Maximilian Beier und der gesperrte Kevin Akpoguma fehlten, in der ersten halben Stunde aber kaum etwas ein.
Das änderte sich schlagartig in der 32. Minute, als Weghorst frei vor Riemann auftauchte. Der Keeper konnte den Abschluss des Angreifers zwar zunächst parieren, doch von Masovic prallte der Ball ins VfL-Tor. Danach zeigte Kramaric seine Klasse, der Kroate legte noch vor der Pause nach.
Zu Beginn des zweiten Durchgangs brachte Letsch in Paciencia und Christopher Antwi-Adjei zwei Neue. Das zeigte Wirkung, Bochum drängte auf den Anschlusstreffer. In der 50. Minute konnte der Japaner Takuma Asano eine gute Chance aber nicht nutzen.
Pacienca trifft sehenswert
Danach kam nicht mehr viel vom VfL, die Gastgeber verwalteten die Führung. In der 65. Minute musste der angeschlagene Weghorst raus. Zwei Minuten später vergab Marius Bülter die große Chance zur Vorentscheidung. Auf der Gegenseite hätte es Paciencia fast noch einmal spannend gemacht (73.), bevor erst der eingewechselte Bebou und dann schließlich doch Pacienca trafen.
Oliver Baumann war beim Pacienca-Treffer machtlos: „Da muss man ihm schon ein Kompliment machen, wie spektakulär er den da oben reinhaut“, schlussfolgerte der TSG-Rückhalt.
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