In Osnabrück ist Michael Cuisance endlich im Profifußball angekommen. Im Sommer wechselte der 24-Jährige auf Leihbasis vom FC Venedig an die Bremer Brücke und möchte dort seiner Karriere nun neuen Aufschwung geben. Der Hauptgrund für den Wechsel sei damals Ex-Osnabrück-Coach Tobias Schweinsteiger gewesen, der den Mittelfeldspieler umgehend zum Stammspieler machte.
Ex-Bayern-Flop plant Bundesliga-Comeback! Cuisance ledert gegen Kritiker
Bayern-Flop plant Bundesliga-Comeback
„Von Beginn an habe ich gespürt, dass ich gebraucht werde, dass man wirklich an mich glaubt. So etwas habe ich schon lange nicht mehr gespürt. Er weiß wirklich, wie man mit Spielern umgeht – das hat bei mir den Unterschied gemacht. Durch ihn habe ich zudem meinen alten Fußball-Stil wiedergefunden, ich fühle mich seit meinem Wechsel viel selbstbewusster und kann meine Stärken auf dem Platz besser einsetzen“, erklärte Cuisance im Bild-Interview.
Außerdem sagte er: „Mein Ziel ist es jedenfalls, erneut in der Bundesliga zu spielen, ich weiß jedoch, dass alles von meiner aktuellen Leistung auf dem Platz abhängt.“ Und um dieses Ziel zu erreichen, arbeite der Familienvater nun unter anderem mit einem Privattrainer zusammen. „Ich will es ihr (seiner Familie, Anm. d. Red) beweisen, dass ich meine Ziele erreichen kann“, sagte er.
Cuisance äußert sich zu Arroganz-Vorwürfen
Vor sechseinhalb Jahren wurde Cuisance bei Borussia Mönchengladbach zum Bundesligaprofi und wechselte im Sommer 2019 für Acht Millionen Euro zum FC Bayern München. Nach dem Wechsel gab es Stimmen aus dem Gladbacher Umfeld, der 24-Jährige habe in seiner Zeit dort aufgrund seiner lässigen Art als arrogant gegolten und sei häufig zu spät zum Training gekommen. Außerdem soll er unmotiviert und teilweise mit offenen Schuhen trainiert haben.
Über die Vorwürfe zeigte sich der Mittelfeldspieler verwundert: „Ja, ich bin mit offenen Schnürsenkeln auf den Platz gegangen vor Beginn des Trainings. Es war eine Art Ritual von mir, was im Übrigen auch viele andere Spieler haben. Wenn es wirklich ein Problem gewesen wäre und meine Leistung dadurch gelitten hat: Warum wurde es nicht in der Zeit thematisiert?“
Zudem betonte er: „Ich finde es schade, wie nach meinem Wechsel in Gladbach über mich gesprochen wurde. Es ist eine Sache, hart zu verhandeln, was okay ist, aber eine andere Sache, wenn im Nachhinein öffentlich Dinge falsch und unwahr dargestellt werden. Dinge, die immer unproblematisch waren, waren plötzlich ein Thema.“
Kam der Bayern-Wechsel zu früh?
Für den deutschen Rekordmeister absolvierte Cuisance lediglich 13 Spiele, allerdings konkurrierte er auf seiner Position unter anderem mit Joshua Kimmich, Javi Martinez, Leon Goretzka und Thiago. Trotzdem habe er seinen Wechsel nie bereut: „Wenn die Bayern anfragen, kann man schwer nein sagen, weil es eine große Chance für jemanden ist!“
Allerdings sei es damals vielleicht zu früh für einen Wechsel gewesen. „Zu der Zeit haben große Spieler mit großen Namen auf meiner Position gespielt. Trotzdem habe ich auch viel von diesen Spielern gelernt und es war eine wichtige Erfahrung in meinem Leben, als Mensch und als Spieler“, sagte er.
Er fuhr fort: „Ich weiß nun, dass ich nicht in der Champions League spiele, sondern in der 2. Bundesliga. Es ist meine eigene Verantwortung. Ich wollte nun zurück nach Deutschland, wo alles begann und wo ich meine besten Jahre hatte.“