Bundesliga>

BVB-Insider: Watzke-Nachfolge? "Er ist Kandidat"

Watzke-Nachfolge? „Er ist Kandidat“

Hans-Joachim Watzke wird den BVB verlassen - nach knapp 20 Jahren, in denen er alleine bei jeder Entscheidung das letzte Wort hatte. Es sind große Fußstapfen, die sein Nachfolger füllen muss. Wer dafür in Betracht kommt, klären die SPORT1-Reporter Manfred Sedlbauer und Oliver Müller im Podcast „Die Dortmund-Woche“.
Führungsbeben bei Borussia Dortmund! Hans-Joachim Watzke wird seinen Vertrag als Geschäftsführer nicht verlängern und im Herbst 2025 ausscheiden. Kann der BVB auch ohne Watzke?
Hans-Joachim Watzke wird den BVB verlassen - nach knapp 20 Jahren, in denen er alleine bei jeder Entscheidung das letzte Wort hatte. Es sind große Fußstapfen, die sein Nachfolger füllen muss. Wer dafür in Betracht kommt, klären die SPORT1-Reporter Manfred Sedlbauer und Oliver Müller im Podcast „Die Dortmund-Woche“.

Nach dem für 2025 angekündigten Rücktritt von Hans-Joachim Watzke steht der BVB vor einer „Herkules-Aufgabe“, wie SPORT1-Reporter Manfred Sedlbauer im SPORT1-Podcast „Die Dortmund-Woche“ erklärt.

„Er wird eine große Lücke hinterlassen, weil er in den letzten beiden Dekaden derjenige war, der bei allen Entscheidungen das letzte Wort hatte“, hob auch SPORT1-Reporter Oliver Müller die Tragweite von Watzkes Rücktritt hervor. „Das werden große Fußstapfen zum Ausfüllen für seinen Nachfolger.“

Doch wer kommt für die Nachfolge überhaupt infrage? Jemand aus den eigenen Reihen? Auch wenn „Stallgeruch“ - also eine interne Lösung - bei diesem Posten helfe, wie Watzke verlauten ließ, könne es auch eine externe Lösung geben.

„Denkt über Tagesgeschäft hinaus“: Kehl Kandidat für Watzke-Nachfolge?

Der naheliegendste Kandidat ist aber selbstverständlich einer mit „Stallgeruch“: Sportdirektor Sebastian Kehl. „Auch für ihn wäre das eine Herkules-Aufgabe, aber er kennt immerhin schon die Abläufe im Verein“, meint Sedlbauer.

„Er ist auf jeden Fall ein Kandidat“, hält auch Müller „den Manager mit moderner Prägung“ für einen möglichen Nachfolge-Kandidaten, weil er „über das Tagesgeschäft hinausdenkt.“

„Zeitplan etwas ambitioniert“: Lässt Watzke seinem Nachfolger zu wenig Zeit?

Bei Watzkes Abschiedsplan haben die beiden Reporter aber ein entscheidendes Detail ausgemacht. Denn bevor der 64-Jährige im Herbst 2025 endgültig Schluss macht, will er schon am 30. Juni 2024 seine sportliche Gesamt-Verantwortung abgeben.

„Das würde bedeuten, dass man bis dahin den neuen starken Mann gefunden haben sollte“, erklärt Sedlbauer, der dies aber kritisch sieht: „Das erscheint mir von Zeitplan schon etwas ambitioniert.“

Außerdem berichtet er, dass Watzke seinen potenziellen Nachfolger selbst den verantwortlichen Gremien vorschlagen wolle.

Bayern-Übergang als „warnendes Beispiel“

Müller weist wiederum darauf hin, dass die Neubesetzung einer so machtvollen Position auch für große Probleme sorgen könne. „Es gibt ein warnendes Beispiel, wie ein Übergang, wenn eine so prägende Person abtritt, nicht funktioniert“, so der SPORT1-Reporter.

„Schau mal auf den FC Bayern. Oliver Kahn und Hasan Salihamidzic haben es nicht ansatzweise geschafft, sich vor den grauen Eminenzen Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge zu etablieren“, warnte Müller.

Im Podcast „Die Dortmund-Woche“ sprechen SPORT1-Reporter Manfred Sedlbauer und SPORT1-Reporter Oliver Müller über die aktuellen Themen bei Borussia Dortmund. Der SPORT1-Podcast „Die Dortmund-Woche“ ist immer dienstags auf podcast.sport1.de, in der SPORT1 App und auf den gängigen Streaming-Plattformen Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music, Deezer und Podigee abrufbar.