Dieses Timing wirkte fast schon unheimlich!
Irritation wegen Beckenbauer-Dokumentation - "Woher hat die ARD das Todesdatum gewusst?"
ARD-Timing zu Beckenbauer irritiert
Nur Stunden nach der Todesmeldung zu Franz Beckenbauer hat die ARD am Montagabend (20.30 Uhr) die neue Dokumentation „Beckenbauer“ ausgestrahlt, für die der Sender bereits tags zuvor minutenlang die Werbetrommel gerührt hatte.
Irritierend: Zu diesem Zeitpunkt war das Ableben des 78-Jährigen der Öffentlichkeit noch nicht bekannt gewesen.
Auch im Netz wurde die Duplizität der Ereignisse diskutiert. So meinte etwa User Löwe Wasserburg auf X: „Woher hat die ARD nur das Todesdatum gewusst? Nicht mal eine Programmumstellung ist nötig.“
Und User Tobias Kramer erklärte an gleicher Stelle: „Gestern habe ich mich noch darüber geärgert, dass die ARD in ihrer Mediathek eine Dokumentation ausstrahlt, die sich wie ein Vorab-Nachruf angefühlt hat, obwohl der Protagonist noch lebt.“
Beckenbauer-Doku mit unbekanntem Archivmaterial
In der Doku, die auch bisher unbekanntes Archivmaterial berücksichtigt, kommen bekannte Weggefährten wie unter anderem Günter Netzer, Paul Breitner und Lothar Matthäus zu Wort und beschreiben das Leben Beckenbauers, der 1974 zunächst als Spieler und 1990 dann als DFB-Teamchef Weltmeister geworden war.
Sein Bruder Walter wiederum spricht über die gemeinsame Kindheit, Einblicke gibt es auch von Beckenbauers früherer Lebensgefährtin Diane Sandmann und Ex-Frau Sybille.
Im Schnitt sahen 4,02 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer die Beckenbauer-Dokumentation. Der Marktanteil betrug 14,5 Prozent.
Die Doku belegte damit im Ersten am Montag den dritten Rang im Ranking hinter der Tagesschau (5,60 Mio./MA: 20,7 Prozent) und dem Brennpunkt über die Bauernproteste (4,60/16,5).