Deuteranomalie lautet der medizinische Fachbegriff für die Rot-Grün-Sehschwäche. Genau diese sorgt am 20. Spieltag der Bundesliga für eine Besonderheit.
Bundesliga: Trikot-Tausch in Freiburg wegen Rot-Grün-Sehschwäche
Sehschwäche! Streich plant um
Weil ein Spieler des SC Freiburg unter einer Rot-Grün-Schwäche leidet, wird der SC im Duell mit dem VfB Stuttgart (Sa., ab 15.30 Uhr im LIVETICKER) auf seine roten Heimtrikots verzichten und stattdessen in den weißen Auswärtstrikots auflaufen. Diese Maßnahme ist nötig, weil die Auswärtstrikots der Stuttgarter grün sind und Verwechslungsgefahr besteht.
„Das ist einfach eine sehr gute Idee, das so zu machen. Wir wollen ja nicht, dass einer dem Gegner den Ball zuspielt und der ihn dann ins Tor schießt“, erklärte Trainer Christian Streich die Entscheidung, die allerdings keine Premiere im Breisgau ist.
Am 26. Spieltag der Saison 2002/21 verzichtete der SC ebenfalls auf die roten Jerseys und spielte gegen den FC Augsburg in Gelb. Damals hatte der FCA wie der VfB ein grünes Outfit.
Freiburg-Trainer Streich mit kurioser Anekdote
Streich hat mit dem Thema schon einmal Erfahrung gemacht: „Ich hatte auch schon Spieler in der A-Jugend, der dann dem Gegner mehrfach den Ball in den Fuß gespielt habe. Da habe ich ihn irgendwann gefragt: Geht‘s noch? Bis er mir dann gesagt hat, dass er es nicht richtig sieht.“
Statistisch gesehen ist in Europa etwa jeder zehnte Mann von der Rot-Grün-Sehschwäche betroffen. Neben der Rot-Grün-Schwäche gibt es auch eine Gelb-Blau-Schwäche, die allerdings seltener auftritt.
Auf dem Platz dürfte das Duell Blau gegen Gelb aber häufiger zu sehen sein als das Duell Rot gegen Grün, wie zum Beispiel beim Revierderby zwischen Schalke 04 und Borussia Dortmund.