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FC Bayern: "Käfig voller Narren" - Hoeneß kritisiert Medien

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FC Bayern: "Käfig voller Narren" - Hoeneß kritisiert Medien

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Hoeneß: „Käfig voller Narren“

Uli Hoeneß kritisiert die Berichterstattung über Transfers in den Medien. Zugleich schließt der Ehrenpräsident des FC Bayern Verpflichtungen für Mondsummen aus.
Mit 19 Jahren macht Aleksandar Pavlovic immer mehr auf sich aufmerksam. Der gebürtige Münchener überzeugt gegen Borussia Mönchengladbach erneut mit einem Tor und empfiehlt sich für größere Aufgaben.
Gabriel Skoro
Gabriel Skoro
von SPORT1

Uli Hoeneß geht die Berichterstattung über Transfers in den Medien gehörig gegen den Strich. „Das Hochpushen dieser Transfers in diesen Transfersendungen, das macht mich oft fassungslos“, sagte Hoeneß in einem Interview mit der FAZ. „Ich habe mal gesagt: ein Käfig voller Narren.“

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Die Berichterstattungen in den vergangenen Transferperioden haben ihn in dieser Meinung nur bestätigt, ergänzte der 72-Jährige.

Auch zu den Aktivitäten seines Klubs auf dem Transfermarkt äußerte sich der Ehrenpräsident. Dabei bekräftige Hoeneß, dass der FC Bayern auch in Zukunft keine Mega-Summen auf dem Transfermarkt ausgeben wird.

„Der FC Bayern wird das sicherlich nie machen“

So habe er sich zuletzt selbst ein Bild von Mittelfeldspieler Declan Rice gemacht, der auch schon mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht wurde, im vergangenen Sommer aber für fast 120 Millionen Euro von West Ham United zum FC Arsenal wechselte. „Das ist ein sehr guter Spieler, aber bei allem Respekt: Ich würde für ihn auch heute nicht 120 Millionen Euro ausgeben. Das können wir uns als FC Bayern einfach nicht leisten“, betonte Hoeneß.

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Zu dem ebenfalls zeitweise gehandelten Moises Caicedo meinte der langjährige Bayern-Macher: „Für ihn 127 Millionen Euro ausgeben? Das können andere gern machen. Aber der FC Bayern wird das sicherlich nie machen, weil uns das einfach zu viel Geld ist - ungeachtet der Qualitäten dieses Spielers.“

Hoeneß: Pavlovic besser als „Flying Six“

Stattdessen hob er die positive Entwicklung von Nachwuchsspieler Aleksandar Pavlovic, der sich immer mehr im defensiven Mittelfeld der Bayern etabliert, hervor. „Einen Aleksandar Pavlovic, der meiner Meinung nach in Zukunft ein Stammspieler bei Bayern München werden kann, den gäbe es in der ersten Mannschaft gar nicht, wenn wir eine Flying Six, oder wie das heißt, gekauft hätten“, sagte Hoeneß schmunzelnd. Tuchel hatte sich im vergangenen Sommer öffentlich für die Verpflichtung eines defensiv denkenden Mittelfeldspielers, einer „Holding Six“ stark gemacht.

Mit dem Verlauf des Sommer-Transferfensters zeigte sich Hoeneß aus Sicht der Bayern insgesamt zufrieden und hob die Verpflichtungen von Harry Kane und Minjae Kim hervor. „Wir haben im Großen und Ganzen die Schwachstellen des Kaders beseitigt“, sagte Hoeneß, zeigte sich aber auch selbstkritisch: „Nur in der Sache des rechten Verteidigers haben wir nicht gut gearbeitet. Das muss man deutlich sagen. Allerdings wollten wir Benjamin Pavard am Ende auch nicht zwingen, dass er bleiben muss.“

Zudem missfiel Hoeneß, dass die Kaderplanung bis zum letzten Tag des Transferfensters noch nicht abgeschlossen war. „Dass wir erst am 31. August fertig werden, das sollte aber nicht noch mal vorkommen“, so der Ehrenpräsident des FC Bayern.