Was ist der Grund dafür, dass der FC Bayern eine solch durchwachsene Saison spielt? Die Meinungen gehen auseinander. Während Trainer Thomas Tuchel alle Beteiligten in die Pflicht nahm („Ich bin nicht das einzige Problem“), hat Klublegende Paul Breitner im Trainer den Schuldigen ausgemacht.
Bayern-Legende ätzt gegen Tuchel: "Chef, bei dem du so einen dicken Hals kriegst"
Bayern-Legende ätzt gegen Tuchel
„Wir haben eine Situation, die viele kennen aus dem Beruf. Du hast einen Meister oder einen Chef, bei dem du, wenn du morgens ins Auto oder in den Zug oder in die Trambahn einsteigst, um in die Arbeit zu fahren, so einen dicken Hals kriegst“, sagte Breitner beim Bayerischen Rundfunk in der Talkshow Ringlstetter.
Dass es daran liege, dass die Spieler nicht wollen, hält Breitner für Unsinn. „Jeder will einen guten Job machen, gute Leistung bringen. Aber ab einem gewissen Moment merkst du nicht mehr, dass du es nicht kannst. Du willst, du willst, du willst und es geht nicht.“ Dies sei „das große Problem der letzten Wochen“.
Breitner: „Gute Stimmung“ beim FC Bayern entscheidend
Zudem sei kein groß angelegter Umbruch im Sommer notwendig, um den Kader grundlegend neu aufzustellen. „Warum Umbruch?“, polterte Breitner: „Es gibt einen Kader von 25 Spielern, davon haben 20 internationale oder sogar Weltklasse.“
Der neue Trainer müsse dafür sorgen, „was eine Mannschaft beim FC Bayern in erster Linie braucht: gute Stimmung.“ Dies sei derzeit nicht gegeben.
Breitner erklärte weiter: „Egal wie viel diese Spieler verdienen, sie wollen immer gute Leistung bringen und nicht am nächsten Tag eine Note 5 oder 6 in der Zeitung sehen. Sie wollen nie abgewatscht werden, auch zum Schutz der Familie.“
Zumindest in der Champions League hat der FC Bayern das Minimalziel Viertelfinale erreicht und trifft dort auf den FC Arsenal. In der Liga steht am Samstag das Gastspiel bei Schlusslicht Darmstadt an (15.30 Uhr im LIVETICKER).