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Denkwürdiger Dopa-Auftritt: "Habe mich danach geärgert"

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Denkwürdiger Dopa-Auftritt: "Habe mich danach geärgert"

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Dopa-Auftritt: Meyer ärgert sich

Wenn es im STAHLWERK Doppelpass mal hoch hergeht, geht das auch an einem alten Fuchs der Fußball-Branche nicht immer spurlos vorüber.
Denkwürdiger Auftritt von Hans Meyer: Das Gladbacher Vorstandsmitglied läuft im Doppelpass zur Höchstform auf.
Reinhard Franke
Reinhard Franke

Trainer-Legende Hans Meyer hat im exklusiven Interview mit SPORT1 zugegeben, dass er seinen letzten Auftritt in der Sonntags-Talkrunde „nicht so angenehm in Erinnerung“ hat: „Da hatte ich das Gefühl, dass die gesamte Runde bei einem Thema geschlossen gegen mich alten Greis vorgegangen ist. Ich habe mich danach über mich selbst geärgert, weil ich mich unnötigerweise darüber aufgeregt und in die Enge gedrängt gefühlt habe. Ich hätte nicht gedacht, dass mir das in meinem Alter noch passiert.“ Was aber genau hat den heute 81-Jährigen so aufgewühlt?

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Die Sendung, um die es geht, wurde ausgestrahlt am 9. Mai 2021. Meyer vertrat damals noch als Präsidiumsmitglied die Farben des Traditionsklubs Borussia Mönchengladbach, der damals am Ende einer turbulenten Saison stand.

Die Fohlen beendeten die damalige Spielzeit auf Platz 8, nachdem sie in der Vorsaison noch die Champions League erreicht hatten. Für Diskussionen sorgte damals auch die Entscheidung, bis zum Saisonende an Trainer Marco Rose festzuhalten, obwohl er im Winter seinen Abschied und ein Engagement bei Borussia Dortmund verkündet hatte.

Meyer wehrt sich gegen Kritik an Gladbach

Die Mehrzahl der damals von Thomas Helmer moderierten Expertenrunde (Marcel Reif, Mario Basler, Kommentator Markus Höhner, Journalist Christian Falk) vertrat die Meinung, dass die Gladbacher ihren eigenen Ansprüchen damit nicht gerecht geworden waren. Meyer redete energisch dagegen an, verteidigte Rose und auch Sportvorstand Max Eberl, der mit Meyers Rückendeckung an ihm festgehalten hatte.

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„Ich glaube, dass das, was Rose insgesamt mit der Mannschaft gemacht hat - auch in diesem Jahr - viel positiver ist, als es dargestellt ist“, befand der frühere Borussia-Coach - und verwies wiederholt auf die besonderen Belastungen infolge der Champions League und der Corona-Pandemie („Wir sind auf dem Zahnfleisch gekrochen“).

Meyer wurde bei seinen Ausführungen mehrfach mit kritischen Einwänden unterbrochen - auf die er wiederum scharf Kontra gab.

Meyer gegen alle

„Das sagst du aus der Position der Sicherheit, der noch nie für eine Mannschaft Verantwortung hatte“, entgegnete er Reif, als der meinte, dass der damalige Tabellenplatz 7 zu wenig für Gladbach sei. Auch Falk bekam einen Ausbruch Meyers zu spüren („Sei bitte so nett und diskutiere nicht auf dieser Ebene mit mir - wenn es um Geld, Gladbach und die Konkurrenz geht“).

Immer wieder forderte Meyer auch von Helmer und den Expertenkollegen: „Jetzt lass mich doch mal ausreden“ - nicht ohne das für Meyer typische Augenzwinkern: „Du weißt doch noch gar nicht, was für einen Mist ich jetzt erzählen werde.“

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Im Nachhinein fand Meyer, dass er sich zu sehr hat reizen lassen - was nichts daran ändert, dass er seine Dopa-Auftritte insgesamt in guter Erinnerung hat.

„Ich hatte viele nette Momente, nicht nur, weil wir hinterher immer sehr gut gegessen haben. Wenn man weiß, wie gerne ich esse, versteht man, warum ich immer gerne gekommen bin“, sagt er nun – und meint auch: „Dass diese Sendung mit dieser netten Phrasenschwein-Idee so lange besteht, zeigt, wie gut sie bis heute angenommen wurde. Und darauf kommt es im Show-Business ja an.“

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