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Seifert sieht Namensproblem bei 50+1?: "In Wahrheit eher 5+95"

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Seifert sieht Namensproblem bei 50+1?: "In Wahrheit eher 5+95"

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50+1? „In Wahrheit eher 5+95″

Ex-DFL-Boss Christian Seifert sieht bei der 50 + 1-Regel ein Namensproblem, auch von den Fanprostesten in der Bundesliga ist er nicht überrascht.
Hans-Joachim Watzke äußert sich erneut zum geplatzten Investoren-Deal der DFL. Er sieht die Proteste als Hauptgrund für das Scheitern.
. SID
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von SID

Der frühere DFL-Chef Christian Seifert sieht bei der viel diskutierten 50+1-Regel ein Problem im Namen. „50+1 ist in der Realität doch in Wahrheit eher 5+95, weil man selten mehr als fünf Prozent an Vereinsmitgliedern vorfindet, die tatsächlich bei Mitgliederversammlungen abstimmen“, sagte der 54-Jährige in der Samstagsausgabe der Schwäbischen Zeitung: „Und das ist auch häufig so gewollt.“

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In keinem der 36 Profiklubs sei es möglich, „per Briefwahl abzustimmen. Hat dann wirklich der gesamte Verein das letzte Wort?“, fragte Seifert. Seiner Meinung nach würde sich der Profifußball deshalb „einen Gefallen tun, mal ganz offen und ehrlich anzusprechen, wo er eigentlich steht, was und wie viel die 36 Klubs noch gemeinsam haben, wie es in der Realität um 50+1 steht, usw.“

Seifert verstehe, dass es da unterschiedliche Auffassungen gebe. Er glaube aber, „es wäre an der Zeit, aufrichtig darüber zu debattieren, wem der Profifußball wirklich gehört. Aber diese Diskussionen müssen andere führen“, so der Gründer der Streamingplattform Dyn.

Seifert überrascht Kritik nicht

Die Kritik aus den Fankurven zu dem geplanten Investoreneinstieg habe Seifert nicht überrascht. "Eine lautstarke Gruppe hat es geschafft, die Klubs einknicken zu lassen, die zuvor ein bisschen dafür waren, aber eben nicht so richtig", sagte Seifert.

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"Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich finde Protest durchaus legitim", führte er weiter aus: "Die Frage ist jedoch: Sind diejenigen, die ihre Meinung da lautstark vertreten, wirklich DIE Fans oder eben doch nur einige Fans. Objektiv betrachtet gibt es DIE Fans gar nicht."

Für Seifert sei „ein Zehnjähriger, der mit dem Trikot zu Hause auf dem Sofa ein Spiel im Fernsehen sieht, genauso ein Fan, wie jemand, der hinter dem Tor, auf einem Business Seat oder auf der Gegengerade mitfiebert.“